Das Farnborough Airfield ist ein für den Geschäftsflugverkehr genutzter Flugplatz rund 55 km südwestlich von London in der Grafschaft Hampshire im Süden Englands.
Geschichte Der Flugplatz wurde vom Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs (MOD) 1908 gegründet. Als militärischer Stützpunkt wurde das Gelände von der Royal Aircraft Establishment genutzt. Der Flugpionier Samuel Franklin Cody absolvierte dort am 16. Oktober 1908 den ersten motorisierten Flug in Großbritannien.
Die ersten zivilen Flüge fanden ab 1989 statt, der luxemburgische Konzern Techniques d’Avant Garde (TAG) übernahm 1997 den Betrieb des Flugplatzes. 2003 wurde der Flugplatz für 99 Jahre von der Civil Aviation Authority an die TAG verleast. Der Flugplatz wird nur von Geschäftsreiseflugzeugen genutzt.rushmoor.gov.uk: , abgerufen am 24. Mai 2023 Die örtlichen Angelegenheiten obliegen dem Verwaltungsbezirk Rushmoor.
Der Secretary of State hat im Februar 2011 die Erlaubnis für bis zu 50.000 Flugbewegungen / Jahr erteilt. Diese Zahl will der Betreiber bis 2019 erreichen.communities.gov.uk: , vom 16. September 2010; abgerufen am 24. Mai 20234-5graysinnsquare.co.uk:
Einrichtungen Neben der britischen Verkehrsbehörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB) ist auch ein Flugsimulatorzentrum der FlightSafety ansässig. Das neue von TAG errichtete Passagierterminal wurde 2006 in Anwesenheit von Prinz Andrew, Herzog von York eröffnet.
Farnborough International Airshow Alle zwei Jahre findet auf dem Gelände die von der Society of British Aerospace Companies (SBAC) veranstaltete internationale Messe der Luft- und Raumfahrt, die Farnborough International Airshow statt.
Zwischenfälle Am 19. August 1952 zerbrach eine Vickers Valetta C.1 der Royal Air Force (Luftfahrzeugkennzeichen VL266) auf einem Testflug 13 Kilometer westlich des Startflugplatzes Farnborough und stürzte nahe Hook, Hampshire, ab. Zuerst löste sich die Seitenflosse, dann die linke Tragfläche, gefolgt von der rechten. Die beiden Piloten wurden getötet.Unfallbericht Valetta VL266, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 12. Februar 2020.
Am 2. Dezember 1958 stürzte eine Vickers Viscount 732 der britischen Hunting-Clan Air Transport (G-ANRR) auf einem Testflug nach einer Generalüberholung in den Boden. In rund 1000 Fuß Höhe brach die rechte Tragfläche ab und die Maschine stürzte 4 Kilometer nordnordöstlich des Flugplatzes Farnborough, 26 Kilometer südwestlich des Startflughafens London Heathrow ab. Es war zu einem Strukturversagen in der Luft gekommen, weil bei der Wartung die Seile der Höhenrudertrimmung vertauscht worden waren und außerdem die nachlässige Funktionsüberprüfung der Trimmung durch das Wartungspersonal den Fehler unbemerkt ließ. Alle 6 Besatzungsmitglieder, die einzigen Insassen, wurden getötet (siehe auch Flugunfall der Hunting-Clan Air Transport bei Frimley).Air-Britain Archive: Casualty compendium part 75 (englisch), Dezember 1999, S. 99/131
Trivia Am Flugplatz fanden 2008 die Dreharbeiten zum Film James Bond 007: Ein Quantum Trost statt. Im Film wird die Szene als ein fiktiver österreichischer Flughafen Bregenz dargestellt.gethampshire.co.uk: , vom 30. Oktober 2008; abgerufen am 24. Mai 2023
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Einzelnachweise
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