Hans Timerding (* 22. Februar 1912 in Paris; † 4. Mai 1989 in Ludwigsburg;Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Nachtragsband Teil 7, St - U; S. 255 auch Hans Timmerding) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben Hans Timerding absolvierte seine Schauspielausbildung in Berlin. Ab dem Jahr 1936 folgten Engagements an verschiedenen Theatern, unter anderem in Eisenach, Zwickau, dem Rose-Theater in Berlin, dem Stuttgarter Kabarett Mausefalle und der Komödie in Dresden. In der Nachkriegszeit sind verschiedene Gastspiele an Bühnen im deutschsprachigen Raum zu verzeichnen. Von 1962 bis 1974 war er überwiegend an der Komödie im Marquardt in Stuttgart engagiert.Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Band V, Uber – Weisbach; S. 2603

Ab Mitte der 1950er Jahre wirkte er verstärkt in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit. Darunter befanden sich die Fernsehserie Schwäbische GeschichtenSchwäbische Geschichten. In: Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF Hitparade. Goldmann, München, 2005, S. 1063 ISBN 978-3-442-30124-9 von Fritz Eckhardt mit Willy Reichert und Oscar Heiler und zwei Folgen der Comedyreihe Komische Geschichten mit Georg Thomalla. Hier spielte er neben Georg Thomalla und Walter Kohut.Komische Geschichten mit Georg Thomalla. In: Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF Hitparade. Goldmann, München 2005, S. 668 ISBN 978-3-442-30124-9 In der Comedyshow Dr. Muffels Telebrause verkörperte er von 1975 bis 1978 den namenlosen Moderator.Dr. Muffels Telebrause. In: Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon. Alles über 7000 Sendungen von Ally McBeal bis zur ZDF Hitparade. Goldmann, München 2005, ISBN 978-3-442-30124-9, S. 289–290

Hans Timerding war ab Ende der 1940er Jahre auch in sehr vielen Hörspielen als Sprecher tätig. In der Hörspieladaption des Romans Der Revisor von Nikolai Gogol in einer Produktion des Süddeutschen Rundfunks (SDR) aus dem Jahr 1949 sprach er die Rolle des Schulrektors Chlopoff.Der Revisor (SDR) auf ARD-Hörspieldatenbank; abgerufen am 15. August 2016

Er arbeitete auch als Synchronsprecher. So konnte man Hans Timerding unter anderem in dem Laurel und Hardy–Film Zwei ritten nach Texas als deutsche Stimme von James Finlayson hören.

Hans Timerding war mit der Schauspielerin Gerti Timerding verheiratet. Gemeinsam hatten sie zwei Kinder.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl)

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1740. Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Band V, Uber – Weisbach, Berlin, Boston: De Gruyter, 2004, Seite 2603. ISBN 978-3-11-043709-6 (abgerufen über De Gruyter Online) Wilhelm Kosch, Ingrid Bigler-Marschall (Hrsg.): Deutsches Theaterlexikon. Nachtragsband Teil 7, St - U, Berlin, Boston: De Gruyter, 2019, Seite 255. ISBN 978-3-11-057900-0 (abgerufen über De Gruyter Online)

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