miniatur|Bernhard Oswald (2010)

Bernhard Oswald (* 22. Oktober 1930 in Miltenberg; † 21. Dezember 2023 ) war ein deutscher Unternehmer.

Leben Nach fünf Jahren Volksschule besuchte Oswald zunächst die Oberrealschule für Jungen und ab 1947 das Humanistische Gymnasium in Miltenberg bis zum Abitur im Sommer 1950.

Nach dem Studium der Elektrotechnik an der TH Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) und ersten Berufsjahren bei Siemens in Nürnberg war Oswald zunächst in der Forschung tätig. Von 1959 bis 1961 arbeitete er am Max-Planck-Institut für Physik in München, dessen Direktor damals Werner Heisenberg war. Von dort wechselte er für neun Jahre als Leiter der Abteilung Magnetfeldtechnik zum Max-Planck-Institut für Plasmaphysik nach Garching, das ihm Aufenthalte am MIT, der Princeton University, dem Oak Ridge National Laboratory und in Los Alamos sowie in europäischen Forschungsinstituten, wie dem CERN und in Oxford ermöglichte.

1970 übernahm er die Leitung des elterlichen Familienbetriebes OSWALD Elektromotoren GmbH in Miltenberg, das kontinuierlich in die Forschung zur Magnetfeldtechnik für die Hochenergiephysik und Supraleitung investierte und dabei Forschungsinstitute aus Deutschland, Amerika und Russland zusammenführte. Sein besonderes Engagement galt dabei der Entwicklung supraleitender Elektromotoren. Für sein Lebenswerk und sein vielfältiges ehrenamtliches und kommunalpolitisches Engagement wurde er 2009 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Auszeichnungen 2001: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2003: Award of Excellence: International PASREG Conference 2003: Bürgermedaille der Stadt Miltenberg 2008: Ehrenmitglied der IHK Aschaffenburg 2009: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 2017: Umweltpreis der Bundesstiftung UmweltDeutscher Umweltpreis an Naturschützer und Technik-Pioniere. In: Süddeutsche Zeitung, 5. September 2017, abgerufen am 7. September 2020.

Schriften Die Frühgeschichte Miltenbergs bis zum Ende der Völkerwanderung, Miltenberg 2007, ISBN 978-3-980157-63-6 Bernhard Oswald (Hrsg.): Lebenswege. Miltenberger Abiturienten 1950, Miltenberg 2007, ISBN 978-3-00-020445-6 Bernhard Oswald (Hrsg.): Der Himmel auf Erden, Fresken und Altarbilder der Amorbacher Abteikirche, Miltenberg 2009, ISBN 978-3-937996-20-2 Mehr Freiheit und Verantwortung, Miltenberg 2015, ISBN 978-3-937996-46-2 Bernhard Oswald (Hrsg.): In den Himmel möchte jeder, aber später, Miltenberg 2016, ISBN 978-3-937996-52-3 Bernhard Oswald (Hrsg.): Close to Heaven, Frescoes and altarpieces of Amorbach Abbey Church, Miltenberg 2017, ISBN 978-3-937996-60-8 Bernhard Oswald (Hrsg.): Die Engel in der Amorbacher Abteikirche, Miltenberg 2017, ISBN 978-3-937996-63-9 Bernhard Oswald (Hrsg.): Kirchen-Klöster-Burgen-Schlösser, Miltenberg 2019, ISBN 978-3-937996-68-4 Zahlreiche Veröffentlichungen zu supraleitenden Elektromotoren, u. a. Proceedings der EUCAS- und ASC-Konferenzen

Weblinks

www.oswald.de – Homepage der Oswald Elektromotoren GmbH

Revolution in Antriebstechnik zum Durchbruch verholfen. Deutscher Umweltpreis 2017 an Johannes und Bernhard Oswald. Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 5. September 2017

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmer (Bayern) Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (21. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Deutschen Umweltpreises Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Person (Landkreis Miltenberg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Mann Kategorie:Gestorben 2023