Die Deutsche Rallye-Meisterschaft 2011 wurde am 25. März gestartet und endete am 25. September 2011 nach sechs ausgetragenen Rallyes. Bei der Rallye Deutschland sicherte Sandro Wallenwein sich vorzeitig den Meistertitel. (Rallye-Magazin.de am 21. August 2011)
Schwierigkeiten vor der Saison Der Jahresübergang 2010/2011 war von Schwierigkeiten für die Deutsche Rallye-Meisterschaft geprägt und es war zeitweilig unklar, ob die DRM 2011 überhaupt stattfinden könne. Auslöser war, dass der DMSB als Veranstalter der DRM nicht duldete, dass eine Rallye der DRM gleichzeitig auch zur Deutschen Rallye Serie des AvD zählt. Außerdem lehnte der DMSB eine vom AvD vorgeschlagene Fusion von DRS und dem ADAC Rallye Masters zu einer neuen „zweiten Liga“ ab. Als Konsequenz führte der AvD die DRS weiter und zog seine Sachsen-Rallye aus der DRM zurück. Die Veranstalter der Wartburg-Rallye, der Lausitz-Rallye und der Niederbayern-Rallye verzichteten infolgedessen ebenfalls auf die DRM, da sie auch zur DRS gehören wollten. (Rallye-Magazin.de am 15. November 2010)
Die DRM hatte damit nun keinen Lauf in Ostdeutschland mehr, weshalb sie von einigen Teilnehmern nicht mehr als „vollwertige“ deutsche Meisterschaft angesehen wurde. Dies führte zum Ausstieg mehrerer Spitzenpiloten, die sich 2011 nicht in die Meisterschaft einschrieben und allenfalls Gaststarts an den Rallyes der DRM planten. (Rallye-Magazin.de am 9. Dezember 2010) Unter anderem verzichteten Felix Herbold, (Rallye-Magazin.de am 2. Dezember 2010) Ruben Zeltner, Peter Corazza, Olaf Dobberkau, Maik Stölzel, Anton Werner und Rainer Noller auf die DRM. Zudem stieg Škoda Deutschland mit Mark Wallenwein und dem amtierenden Meister Matthias Kahle aus der DRM aus. Kahle konnte seinen Titel somit nicht verteidigen.
Einschreibungen Insgesamt schrieben sich in die wettbewerbsfähigsten, ersten zwei Divisionen nur sieben Teilnehmer ein. Die Favoriten auf den Titel waren der vierfache deutsche Meister Hermann Gassner senior sowie der dreimalige Vizemeister Sandro Wallenwein. Prominentester Neuzugang war der Le-Mans-Sieger Timo Bernhard, der 2011 mit einem Porsche 911 GT3 an der DRM teilnahm. (Rallye-Magazin.de am 24. Januar 2011) Außerdem wurde das HJS Diesel Rallye Masters in die DRM integriert, das dort unter der Division 6 lief. (Rallye-Magazin.de am 26. Oktober 2010)
Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Fahrer, die 2011 in die DRM eingeschrieben waren. Nur eingeschriebene Fahrer waren punkteberechtigt für die Gesamtwertung und konnten damit die DRM gewinnen. An den einzelnen Rallyes der DRM nahmen auch Gaststarter teil, diese erhielten jedoch keine Meisterschaftspunkte.
Nr. Fahrer Beifahrer Fahrzeug Division 1 7 / Porsche 911 GT3 Division 2 1 Subaru Impreza N15 2 / Mitsubishi Lancer Evo X 3 Subaru Impreza N15 4 Mitsubishi Lancer Evo IX 5 Mitsubishi Lancer Evo IX 6 Subaru Impreza N12B 34 Opel Corsa OPC Division 3 8 Renault Mégane RS 35 Peugeot 207 36 Citroën DS3 R3 Division 4 9 Citroën C2 R2 Max 10 Citroën C2 R2 Max 11 Citroën C2 R2 Max 12 Ford Fiesta R2 13 Citroën C2 R2 Max 14 Renault Twingo R2/Citroën C2 R2 Max 33 Citroën C2 R2 Max Division 5 15 Suzuki Swift Sport/Ford Fiesta R2Bei der Rallye Deutschland fuhr Sepp Wiegand einen Ford Fiesta R2 und startete daher in der Division 4. 16 Suzuki Swift Sport 17 Suzuki Swift Sport Division 6 18 Fiat Grande Punto Sport 19 Opel Astra GTC 20 Opel Astra GTC 21 Daniel Schmidt Škoda Fabia RS 22 Opel Astra GTC 23 VW Golf V 24 / Seat Leon FR TDI 25 Škoda Fabia RS 26 Subaru Impreza 27 Seat Leon FR TDI 28 Opel Astra GTC 29 Opel Astra GTC 30 Fiat Grande Punto Abarth 31 Opel Astra GTC 32 VW Golf V
Rallyes und Ergebnisse Am 14. Dezember 2010 veröffentlichte der DMSB den Kalender für die Saison 2011. (Rallye-Magazin.de am 14. Dezember 2010) Nach dem Ausstieg einiger Rallyes vor der Saison blieben von den bisherigen Veranstaltungen nur noch die Wikinger-Rallye, die Hessen-Rallye Vogelsberg und die Saarland-Rallye übrig. Neu hinzu kamen die Rallye Baden-Württemberg und die Pfalz-Westrich-Rallye. Zudem fuhr die DRM 2011 wie vor vier Jahren wieder bei der Rallye Deutschland im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft. Dort wurden zwei Wertungsläufe ausgetragen, wobei die Ergebnisse nach dem ersten Tag und nach dem zweiten Tag getrennt gewertet wurden. (Rallye-Magazin.de am 30. November 2010)
Rallye Platz Fahrer Fahrzeug Gesamtzeit 25.–26. März 2011 1 Ford Fiesta S2000 1:18:58,4 2 Peugeot 207 S2000 + 2:04,0 3 Peugeot 207 S2000 + 2:20,2 15.–16. April 2011 1 Ford Fiesta S2000 1:24:52,0 2 Subaru Impreza N15 + 2:12,0 3 Mitsubishi Lancer Evo VII + 3:31,5 6.–7. Mai 2011 1 Subaru Impreza N15 1:25:43,3 2 Mitsubishi Lancer Evo X + 4,0 3 Subaru Impreza N15 + 3:15,7 22.–23. Juli 2011 1 Subaru Impreza N15 53:43,6 2 Porsche 911 GT3 + 2,0 3 BMW M3 E30 + 1:08,2 18.–21. August 2011 1 Mitsubishi Lancer Evo X 1:28:51,1 2 Subaru Impreza N15 + 40,2 3 Porsche 911 GT3 + 2:07,2 1 Mitsubishi Lancer Evo X 1:36:50,3 2 Subaru Impreza N15 + 59,7 3 Porsche 911 GT3 + 1:56,2 24.–25. September 2011 1 Mitsubishi Lancer Evo X 1:31:34,3 2 Subaru Impreza N15 + 1:27,1 3 Renault Mégane RS + 3:23,1
Meisterschaftsstand 2011 wurde ein neues Punktesystem für die DRM eingeführt. Punkte wurden nun an die ersten zwölf Fahrer im Gesamtergebnis der DRM-Rallyes vergeben, wobei der Sieger 15 anstatt wie vorher 10 Punkte erhielt. Die Punktevergabe für das Divisionsergebnis wurde hingegen beibehalten. Damit war das Gesamtergebnis im Vergleich zum Divisionsergebnis wieder stärker gewichtet als im Vorjahr.
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11 12. Gesamtergebnis 15 12 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 Divisionsergebnis 20 15 12 10 8 6 4 3 2 1
Gaststarter erhielten zwar keine Meisterschaftspunkte, jedoch beeinflusste ihre Platzierung die Punktevergabe für die eingeschriebenen Fahrer. Diese rückten in der Punktewertung nicht für Gaststarter nach und erhielten nur die Punktzahl für ihre Platzierung inklusive Gaststarter. Von dieser Regelung ausgenommen waren Gaststarter mit Fahrzeugen der Divisionen 7 bis 9, für welche die dahinter platzierten eingeschriebenen Fahrer in der Punktevergabe nachrückten.
In den einzelnen Divisionen wurde nur dann die volle Punktzahl vergeben, wenn in ihnen mindestens drei Fahrzeuge genannt wurden, Gaststarter miteinbezogen. Bei weniger als drei Fahrzeugen wurde nur die halbe Punktzahl vergeben.
Bei denjenigen Fahrern, die bei allen sieben Wertungsläufen Meisterschaftspunkte erzielt hatten, flossen nur die besten sechs Ergebnisse in die Punktewertung ein.
Platz Fahrer Wikinger Hessen Pfalz Ba-Wü D-Land I D-Land II Saarland Punkte Ges. Div. Ges. Div. Ges. Div. Ges. Div. Ges. Div. Ges. Div. Ges. Div. 1 9 20 12 20 15 20 15 20 12 15 12 15 12 15 185 2 8 15 9 15 12 15 15 20 15 20 15 20 179 3 7 10 8 20 10 20 6 20 9 20 10 20 162 4 15 20 2 20 20 9 20 8 20 6 15 140 5 4 20 4 20 5 15 7 12 5 15 9 20 136 6 6 8 10 12 9 15 12 6 10 8 12 110 7 1 15 3 15 3 15 2 12 4 8 1 10 89 8 12 12 20 10 2 10 1 10 12 79 9 5 8 5 6 9 10 8 12 4 8 77 9 8 1 10 5 20 8 15 10 77 11 3 10 12 10 10 10 10 10 75 12 Marijan Griebel 20 15 15 6 15 71 13 Björn Mohr 15 15 15 4 20 69 14 Rainer Haulsen 12 12 10 4 8 10 56 15 Benjamin Scheller 6 10 5 10 2 12 45 16 Michael Abendroth 20 20 40 17 Heinz-Otto Sagel 4 8 1 7,5 7,5 10 38 18 Wolf-Dieter Ihle 3 15 3 15 36 18 Leo Wolf 10 10 12 4 36 20 Uwe Gropp 6 8 5 12 31 21 Jörg Broschart 10 2 12 6 30 22 Marvin Jerlitschka 3 8 2 15 28 23 Horst Rotter 7 12 19 24 Daniel Schmidt 6 6 6 18 25 Torben Nebel 6 4 4 14 26 Konstantin Keil 8 8 26 Markus Hösel 1 4 3 8 28 Sven Mangelsen 2 2 4 29 Benjamin Hübner 3 3 29 Florian Wacha 3 3 31 Thomas Hölzlhammer 2 2 32 Reiner Hahn 0 32 Harald Borowski 0 32 Joakko Tapper 0 32 Thomas Rogoß 0 32 Sebastian Schwinn 0
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