Hans Karl Friedrich (* 15. Juli 1904 in Darmstadt; † 28. Juli 1985 in AltenbergeStandesamt Altenberge 1985/71) war ein deutscher Schauspieler, Hörspielsprecher, Regisseur und Theaterintendant.
Leben Friedrich absolvierte seine Schauspielausbildung an der Schauspielschule der Städtischen Bühnen Köln. Nach seinem Bühnendebüt 1925 folgten Engagements in Eisenach, Bielefeld, Münster, Altenburg, am Schauspielhaus Düsseldorf, in Stettin, Darmstadt (1941–1944) und an der Berliner Volksbühne. Am 2. Dezember 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.622.840).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/9720265 1943 wurde Friedrich zum Nachfolger Gustav Rudolf Sellners als Intendant des Deutschen Theaters Göttingen berufen. Als das Theater im Herbst 1944 wegen der Verschärfung der Kriegslage geschlossen wurde, wurde Friedrich Soldat.Thomas Eichner, Barbara Panse, Henning Rischbieter (Hrsgg.): Theater im „Dritten Reich“, Kallmeyer 2000 Nach Freilassung aus britischer Kriegsgefangenschaft arbeitete Friedrich als Theaterschauspieler und Regisseur an Bühnen in Lübeck, Bremen, Krefeld, Essen, München, wiederum Münster und Bielefeld, wo er 1977 auch sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte.Deutsches Bühnenjahrbuch, Bd. 86 (Spielzeit 1977/78), Verlag der Bühnenschriften-Vertriebs-Gesellschaft 1978, S. 693. Darüber hinaus fungierte Friedrich auch als Lehrer für dramatischen Unterricht in Düsseldorf und Darmstadt.Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, , S. 189.
Während Friedrichs künstlerischer Schwerpunkt zeitlebens auf der Bühne lag, war er in Film- und Fernsehproduktionen ein eher seltener Gast. Er spielte neben Carl-Heinz Schroth im Fernsehfilm Cécile … oder Die Schule der Väter, in Adaptionen von Bühnenvorlagen wie Schillers Kabale und Liebe sowie als „Major Horn“ im Antikriegsfilm 08/15 in der Heimat.
Daneben wirkte Friedrich als Sprecher für zahlreiche Hörfunkproduktionen und lieh als Synchronsprecher seine Stimme unter anderem Ferdy Mayne in Der Mann, der sich selbst nicht kannte.
Filmografie 1949: Gefährliche Gäste 1950: Gabriela 1950: Des Lebens Überfluß 1951: Kommen Sie am Ersten 1953: Vergiß die Liebe nicht 1953: Unter den Sternen von Capri 1955: Ingrid – Die Geschichte eines Fotomodells 1955: Kinder, Mütter und ein General 1955: Heldentum nach Ladenschluß 1955: 08/15 in der Heimat 1957: Glücksritter 1959: So weit die Füße tragen (TV) 1960: Am grünen Strand der Spree; Teil 2: Der General 1961: Frédéric Chopin und George Sand (TV) 1961: Cancan und Bakarole (TV) 1961: Du holde Kunst – Szenen um Lieder von Franz Schubert (TV) 1962: Graf Schorschi (TV) 1962: The Communist Threat (Kurzfilm) 1963: Gelegenheitskauf (Kurzfilm TV) 1970: Hauptbahnhof München: Inspektor a. D. Kaminski und der reiselustige Pensionär 1972: Der Radweltmeister (TV)
Hörspiele
Literatur Hermann Kaiser: Vom Zeittheater zur Sellner-Bühne. Reother, Darmstadt 1961.
Weblinks – hier mit dem österreichischen Schauspieler Karl Friedrich vermengt
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Theaterintendant Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1985 Kategorie:Mann