Der Distrikt Lamjung () ist einer von 77 Distrikten in Nepal und gehört seit der Verfassung von 2015 zur Provinz Gandaki.
Sein Hauptort ist Besisahar.
Geschichte Bis zum Jahr 2015 gehörte Lamjung zur Verwaltungszone Gandaki.
Geographie Der 1692 km² große Distrikt liegt im Zentralhimalaya im Zentrum von Nepal. Seine Distriktnachbarn sind Kaski, Manang, Gorkha und Tanahu. Die Topografie wird bestimmt durch den Marsyangdi-Fluss, der im benachbarten Distrikt Manang entspringt und Lamjung in nordsüdlicher Richtung durchfließt.
Bevölkerung Gemäß der Volkszählung 2001Volkszählung Nepal (2001) - bei statoids.com (englisch). Zuletzt abgerufen am 27. April 2011. hatte der Distrikt im Jahr 2001 177.149 Einwohner. Die Alphabetisierungsrate betrug 56 % und die Bevölkerungsdichte 104,7 Personen/km². Die größte ethnische Gruppe in diesem Bezirk sind die Gurung.
Verwaltungsgliederung Städte im Distrikt Lamjung:
Besisahar Madhyanepal Rainas Sundarbazar
Gaunpalikas (Landgemeinden):
Dordi Rural Dudhpokhari Kwhlosothar Marsyandi
Bis zum Jahr 2017 wurde der Distrikt in die folgenden Village Development Committees (VDCs) unterteilt: Archalbot Bahundanda Bajhakhet Balungpani Bansar Bharte Bhoje Bhujung Bhulbhule Bichaur Chandreshwar Chiti Dhodeni Dhuseni Dudhpokhari Duradanda Gaunda Ghanpokhara Ghermu Gilung Hiletaksar Ilampokhari Khudi Kołki Maling Nalma Nauthar Neta Pachok Pasagaun Phaleni Purankot Sri Manjyang Simpani Sindure Taghring Uttarkanya
Infrastruktur In den 61 Village Development Commites (VDCs) betrieben die Bewohner von alters her die traditionelle Landwirtschaft und Viehzucht. Der Distrikt ist aber auch reich an natürlichen Ressourcen, die jedoch wegen mangelnder Straßeninfrastruktur ungenützt bleiben müssen. Die meisten Dörfer sind jedoch an ein gut gepflegtes Netz von Versorgungspfaden angeschlossen. Auf diesen Wegen durchzieht auch die Trekkingroute Annapurna Circuit den Distrikt Lamjung und an dieser Strecke leben mittlerweile viele Bewohner vom Tourismus (Versorgung und Unterbringung der Trekkinggruppen). - bei elamjung.com (englisch). Zuletzt abgerufen am 28. April 2011.
Elektrizität Der Großteil der Dörfer im Distrikt ist an das Stromnetz angeschlossen.
Am 14. Dezember 2008 hat der Betrieb des Mid-Marsyangdi Wasserkraft-Projekt (MMHEP), mit 70 Megawatt das zweitgrößte Wasserkraft-Projekt in Nepal, begonnen. Das Projekt wurde im Juni 2001 mit gemeinsamen Investitionen der Regierung von Nepal, Deutschland und der Nepal Electricity Authority gestartet. Der Staudamm befindet sich etwa 5 km südöstlich von Besisahar. (PDF; 50 kB) - Nepal Case Study (englisch) Zuletzt abgerufen am 28. April 2011.
Gesundheit und Bildung In Lamjung gab es fünf Universitäten (einschl. Zweigstellen), 15 Gymnasien und 40 private and 348 öffentliche Schulen. Im ganzen Distrikt gibt es ein Krankenhaus, jedoch besitzt jedes Dorf mindestens eine Krankenstation.
Lamjung wurde am 16. Juli 2015 zum 17. Distrikt mit vollständiger Alphabetisierung erklärt. Im Jahr 2019 waren laut einer Untersuchung des Distriktes dennoch rund acht Prozent der Einwohner über sechs Jahren noch immer Analphabeten. Die Alphabetisierungsrate für Einwohner zwischen sechs und sechzig Jahren beträgt dabei über 96 %.
Kommunikation Postämter besitzt jedes der 61 VDCs. Fast jedes Dorf ist mit dem Telefonfestnetz verbunden. Ebenfalls bestehen GSM- oder CDMA-Handyverbindungen von Nepal Telecom und Spice Nepal. Als Printmedien stehen z. B. Lamjung Highlights und Antarang zur Verfügung. Derzeit besitzt Lamjung einen Gemeinschafts-UKW-Sender (95 MHz Marsyangdi).
Töchter und Söhne Sabitra Bhandari (* 1996), Fußballspielerin
Bilder
Weblinks
Karte des Distrikt Lamjung – PDF-Dokument (2,48 MB) von Digital Himalaya. Zuletzt abgerufen am 28. April 2011.
Einzelnachweise
Kategorie:Distrikt in Nepal