Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 1960 fand am 15. Mai statt. Den größten Stimmenzuwachs konnte die SPD verbuchen, die aber dennoch als einzige Partei aus der Allparteienkoalition ausschied und fortan als einzige Oppositionspartei fungierte. Am 12. März 1961 fand eine Wiederholungswahl in zwei Wahlkreisen in Waiblingen statt, wonach der CDU ein Überhangmandat zufiel und sich die Gesamtanzahl der Sitze von 120 auf 121 erhöhte.Statistische Berichte des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg, 29. März 1961. Die Wiederholung war wegen des Urteils des Staatsgerichtshofs vom 6. Februar 1961 nötig geworden, weil CDU und FDP die beiden Wahlkreise unter sich aufgeteilt hatten und sich ein nicht aufgestellter FDP-Kandidat dadurch benachteiligt sah.

Ausgangslage Ausgangslage war eine Allparteienkoalition, die bis zum 17. Dezember 1958 von Ministerpräsident Gebhard Müller und danach von Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger geführt wurde.

Ergebnis + Ergebnis der Landtagswahl nach der Wiederholungswahl am 12. März 1961Statistisches Landesamt: Die Wiederholungswahl zum Landtag von Baden-Württemberg am 12. März 1961 in den Wahlkreisen Waiblingen I und II (PDF; 2 MB) Partei Stimmen Anteil Sitze Direkt-mandate Sitze 1956 CDU 1.163.352 39,45 % 52 34 56 SPD 1.040.911 35,30 % 44 33 36 FDP/DVP 466.908 15,84 % 18 3 21 GB/BHE 194.402 6,59 % 7 7 DPWahlbündnis aus Deutscher Partei und Badischer Volkspartei 47.410 1,61 % BdD 15.333 0,52 % VFS 14.918 0,51 % DG 5.326 0,18 % gültige Stimmen   2.948.560   100,00 % 97,37 % 121   70   120   ungültige Stimmen 79.688 2,63 % Wähler Wahlbeteiligung 3.028.248   100,00 %   58,95 % Wahlberechtigte 5.136.768 100,00 % + Ursprüngliches Ergebnis vom 15. Mai 1960Statistisches Landesamt: Das endgültige Ergebnis der Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg am 15. Mai 1960 (PDF; 2 MB) Partei Stimmen Anteil Sitze Direkt-mandate CDU 1.162.206 39,43 % 51 34 SPD 1.044.301 35,43 % 44 33 FDP/DVP 459.320 15,58 % 18 3 GB/BHE 197.349 6,70 % 7 DP 48.416 1,64 % BdD 15.430 0,52 % VFS 14.918 0,51 % DG 5.326 0,18 % gültige Stimmen   2.947.266   100,00 % 97,34 % 120   70     ungültige Stimmen 80.395 2,66 % Wähler Wahlbeteiligung 3.027.661   100,00 %   59,01 % Wahlberechtigte 5.130.406 +Ergebnisse nach Regierungsbezirken nach der WiederholungswahlNordwürttembergNordbadenSüdbadenSüdwürttemberg-Hohenzollern Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Direkt-man-date Sitze Wahlberechtigte2.029.1271.150.9141.047.685909.042 Wähler1.227.45160,5686.28459,6571.72054,6542.79359,7Gültige Stimmen1.201.62397,9664.60796,8552.24696,6530.08497,7CDU371.05730,9615266.84340,2712262.22347,51313263.22949,7812SPD465.37138,71919258.38138,9911169.92130,218150.23828,346FDP/DVP236.01019,62977.77111,7370.13912,7382.98815,713GB/BHE106.1938,8441.6776,3124.1054,4122.4274,21DP8.8900,711.9021,823.5794,33.0390,6BdD5.7370,53.4700,53.7860,72.3400,4VFS6.4680,53.1800,5 —5.2701,0DG1.8970,21.3830,21.4930,35530,1

Liste der Mitglieder des Landtags von Baden-Württemberg (3. Wahlperiode)

Regierungsbildung Die Koalition aller im Landtag vertretenen Parteien wurde nicht fortgesetzt und durch eine Koalition aus CDU, FDP/DVP und GB/BHE ersetzt. Die SPD ging in die Opposition. Die zweite Regierung Kiesinger trat ihr Amt am 23. Juni 1960 an.

Einzelnachweise

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