Minyag Dratshang oder Minyag Dratshang Chöphel Ling (tib.: mi nyag grwa tshang bkra shis chos 'phel glingchin. Miena si 乜纳寺) ist ein für seinen alten Chörten berühmtes Kloster der Gelugpa-Schule des tibetischen Buddhismus. Es liegt in der Nähe des Gelben Flusses in der Großgemeinde Heyin 河阴镇 von Guide (Thrika)chin. Guide 贵德县; tib. khri ka (u. a.) des Autonomen Bezirks Hainan der Tibeter in der nordwestchinesischen Provinz Qinghai.

Das Kloster wurde vom 1. Minyag Trülkuchin. Miena huofo 乜纳活佛 oder Mina huofo 米纳活佛 usw.; auch Minyak Rinpoche Lodrö Dargye (mi nyag blo gros dar rgyaschin. Luozhe Daji 罗哲达吉; 1675–1753) gegründet.

Der 5. Minyag Rinpoche wurde 1802 zum Abtchin. fatai 法台 des Kumbum-Klosterschin. Ta'er si 塔尔寺 ernannt.

Aus dem Kumbum-Kloster gerieten eine Kanjur-Ausgabe, Schriften Tsongkhapas und seiner Schüler und viele Buddhastatuen und Thankhas in den Besitz von Minyag Dratshang. Unter dem 6. Minyag Rinpoche Pelden Tenpe Nyimatib. mi nyag dpal ldan bstan pa'i nyi ma; chin. Beidan Danbei Nima 贝丹丹贝尼玛 bzw. kurz Danbei Nima 丹贝尼玛 (Tenpe Nyima) (1819–1901) erlebte es seine Blütezeit.

Minyag Chörten Direkt neben dem Kloster befand sich der alte berühmte Minyag Chörten (mi nyag mchod rtenchin. Miena ta 乜纳塔, Guide Baita 贵德白塔, Mile ta 弥勒塔 oder Zhenshui ta 镇水塔), ein Bauwerk das zur Zeit der tibetischen Könige im 9. Jahrhundert errichtet worden sein soll und von dem 5. Minyag Trülku Tshülthrim Tenpe Nyima (mi nyag tshul khrims bstan pa'i nyi machin. Cuichen Danbei Nima 崔臣丹贝尼玛; 1755–1817) vergoldet wurde. Es war für lange die Zeit das berühmteste Bauwerk seiner Art in Qinghai.

Neuere Zeit Das Kloster wurde während der Kulturrevolution geschlossen, sein Chörten wurde ebenfalls zerstört, der einzige verbleibende Gebäude war seine große Hauptversammlungshallechin. Dajingtang. 1986 wurde es restauriert wiedereröffnet. Auch sein Chörten wurde wiederhergestellt.

Denkmal der Provinz Qinghai Das Kloster steht seit 1998 auf der Liste Denkmäler der Provinz Qinghai.

Siehe auch Minyag Rinpoche (mi nyag sprul sku) Minyag Gongba Dratshang

Literatur Gyurme Dorje: Footprint Tibet Handbook

Nachschlagewerke Zangzu da cidian. Lanzhou 2003

Weblinks zhongshenw.com: Guide Mena si - Chinesisch qhhn.gov.cn: Guide xian Miena ta jianjie - Chinesisch tibetinfor.com: Miena ta - Chinesisch amdotibet.com: Wo de lao difang - Miena si - Chinesisch

Einzelnachweise und Fußnoten

Kategorie:Buddhistisches Kloster in Qinghai Kategorie:Vajrayana Kategorie:Kloster (18. Jahrhundert) Kategorie:Buddhistische Architektur Kategorie:Kulturdenkmal der Provinz Qinghai