Shottas – Gangster (Originaltitel: Shottas) ist ein jamaikanischer Independent-Thriller des Regisseurs Cess Silvera aus dem Jahre 2002. In diesem Film debütierte der Musiker Wyclef Jean als Produzent und Schauspieler. „Shottas“ ist ein jamaikanischer Slangausdruck und bedeutet übersetzt „Gangster“.

Handlung Biggs und Wayne wachsen als arme Jungen in den Straßen von Kingston auf Jamaika auf und werden schon früh kriminell. Bereits als Kinder überfallen sie einen Lastwagenfahrer mit einer Waffe. Mit dem erbeuteten Geld beschaffen sie sich gefälschte Pässe und fliehen in die USA, nach Miami. Dort setzen sie ihre kriminellen Aktivitäten erfolgreich fort, bis Wayne abgeschoben wird. Biggs bleibt jedoch noch in Miami und steigt langsam an die Spitze der dortigen Unterwelt auf bis auch er wieder nach Jamaika abgeschoben wird. Dort trifft er erneut auf Wayne, der mittlerweile eine verbrecherische Organisation leitet, die Schutzgeld von jamaikanischen Ladenbesitzern erpresst. Ein ehrgeiziger Politiker möchte die Kriminalitätsrate in Kingston senken, um mehr Stimmen zu erhalten und möchte Waynes Organisation daher zerschlagen. Nach einer Schießerei mit der Polizei machen sich Biggs und Wayne erneut nach Miami auf, da sie in Jamaika keine Chancen mehr für sich sehen. Sie nehmen ihren Freund, Mad Max ebenfalls mit. In Miami müssen sie schnell erkennen, dass sich die dortigen Verhältnisse geändert haben, ein Gangster namens Teddy Bruck Shot ist nun an der Macht. Die drei Jamaikaner machen trotzdem ihre illegalen Geschäfte wie Drogenhandel oder Schutzgelderpressung und das mit großem Erfolg. Teddy sieht seine Stellung als Chef der Unterwelt gefährdet und schickt seine Handlanger zum Anwesen der drei Jamaikaner. Dabei kommt es zu Schießerei, bei der Wayne getötet und Mad Max verwundet wird. Nachdem Biggs die Angreifer getötet hat, bringt er Mad Max ins Krankenhaus und fährt anschließend zu Teddy, tötet ihn, seine Männer und seine Frau. Biggs stiehlt Teddys sämtliche Ersparnisse und flüchtet mit einem Boot nach Los Angeles, um dort in Ruhe zu leben.

Kritiken Die Low-Budget-Produktion (Budget: 200.000 $) wurde durchwachsen bewertet. Auf rottentomatoes.com wurde der Film mit einer Bewertung von nur 13 % als „rotten“ bezeichnet, während die Zuschauerbewertung hingegen bei 90 % liegt. Auch die imdb-Bewertung ist mit 5,7 vergleichsweise durchschnittlich.

Das Reggaeportal „Raggaenode.de“ bewertete den Film hingegen ausschließlich negativ:

Soundtrack Der Soundtrack enthält fast ausschließlich Songs aus dem Reggae-Genre, einige von Bob Marley oder seinen Söhnen:

Damian Marley – Welcome to Jamrock Barry Brown – Far East Nitty Gritty – Trial and Crosses Little John – In the ghetto Bob Marley – Coming in from the cold Bounty Killer – Dead this time Hawkeye – Bad Long Time Spragga Benz & Lady Saw – Backshot Damian Marley – Catch a Fire Shaggy and the Big Yard Allstars – Gangster Tonto Irie – It a ring Ky-Mani Marley – Fire Junior Cat – Would A Let You Go Pinchers – Bandelero John Wayne – Call the police Nicky Seizure – Quench the fire Ky-mani Marley – I Believe Ky-Enie – Rain Inner Circle – Discipline child Nicky Seizure – Revelation time Ky-Mani Marley – The March Kenneth Milligan – Shottas Pan Head – Gun Man Tune

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2002 Kategorie:Jamaikanischer Film Kategorie:Thriller Kategorie:Filmdrama Kategorie:Independent-Film Kategorie:Low-Budget-Film Kategorie:Indizierter Film