Whitechapel ist eine britische Kriminalfilm-Fernsehserie, die die Fälle des Detective Inspector Joseph Chandler erzählt. Bisher wurden vier Staffeln gesendet, wobei die ersten beiden Staffeln jeweils von einem größeren Fall ausgefüllt wurden, während die dritte Staffel aus drei getrennten Fällen besteht. Gemeinsam mit seinem Team ermittelt Chandler im Londoner Stadtteil Whitechapel, woraus sich auch der Titel der Serie ergibt. Am 24. September 2012 wurde Whitechapel von ITV um eine vierte Staffel mit sechs Episoden verlängert. Sie wurden ab dem 4. September 2013 gezeigt. Zwei Monate später gab ITV bekannt, dass es die letzte Staffel ist.
Veröffentlichung Die erste Staffel wurde vom 2. bis zum 16. Februar 2009 auf ITV ausgestrahlt und handelt von einem Nachahmungstäter, der sich von den Taten von Jack the Ripper inspirieren lässt. Die deutschsprachige Erstausstrahlung erfolgte auf Arte unter dem Titel Jack the Ripper ist nicht zu fassen am 18. Dezember 2009, wobei alle drei Folgen der Staffel hintereinander gesendet wurden.
Die zweite Staffel wurde vom 11. bis zum 25. Oktober 2010 auf ITV ausgestrahlt und die Handlung dreht sich um Verbrechen, die als Rache für die Inhaftierung der Kray-Zwillinge begangen werden. Die deutschsprachige Erstausstrahlung erfolgte am 15. März 2012 auf Arte unter dem Namen Das Syndikat der Brüder Kray.
Die dritte Staffel wurde vom 30. Januar bis zum 5. März 2012 auf ITV ausgestrahlt und besteht aus sechs Folgen, wobei jeweils zwei Folgen einen Fall umfassen. Die drei Kriminalfälle haben Bezüge zu historischen Verbrechen. Die deutschsprachige Erstausstrahlung erfolgte wiederum auf Arte; dabei wurde jeweils eine Doppelfolge hintereinander gesendet.
Die erste Doppelfolge vom 10. Januar 2013, Neue Morde am Ratcliffe Highway, bezieht sich auf die Ratcliffe-Highway-Morde. Der zweite Fall, Der Giftmörder, wurde am 17. Januar 2013 gesendet.Die Serie „Whitechapel“ bei Arte: Im East End spukt die Historie mächtig, FAZ, 10. Januar 2013 Abgeschlossen wurde die Staffel am 24. Januar 2013 mit dem Fall Wer hat Angst vorm schwarzen Mann, der auf den Bogeyman und den Lon-Chaney-Film Um Mitternacht Bezug nimmt.
Besetzung und Synchronisation Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Synchronbuch und unter der Dialogregie von Frank Wesel durch die Synchronfirma Berliner Synchron AG Wenzel Lüdecke in Berlin. In der dritten Staffel zeichnete Andreas Pollak für Buch und Regie verantwortlich.
Rollenname Schauspieler Hauptrolle(Staffeln) Hauptrolle(Episoden) Synchronsprecher Detective Inspector Joseph Chandler Rupert Penry-Jones 1–4 1–18 Alexander Doering Detective Sergeant Ray Miles Phil Davis 1–4 1–18 Lutz Schnell Edward Buchan Steve Pemberton 1–4 1–18 Joachim Tennstedt Fitzgerald Christopher Fulford 1–2 1–5 Detlef Gieß Detective Constable Sanders Johnny Harris 1 1–3 Frank Röth Detective Constable Kent Sam Stockman 1–4 1–18 Rainer Fritzsche Detective Constable McCormack George Rossi 1–2 1–6 Detlef Bierstedt Commander Anderson Alex Jennings 1–2 1–6 Stephan Benson Doctor Llewellyn Claire Rushbrook 1–4 1–18 Iris Artajo Detective Constable Mansell Ben Bishop 2–4 4–17 Matthias Klimsa Detective Constable Megan Riley Hannah Walters 3–4 7–18 Peggy Sander
Episoden Staffel 1
Staffel 2
Staffel 3
Staffel 4
Rezeption
Whitechapel hatte seine Premiere in Großbritannien am 2. Februar 2009 um 21:00 Uhr und erreichte 8,13 Millionen Zuschauer. Die Serie erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend wohlwollende Besprechungen und ordnet Whitechapel dementsprechend als „Frisch“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.
Eine Kritik im Leicester Mercury besagte, dass die Fernsehserie wie „Life on Mars – Gefangen in den 70ern ohne die Zeitreise“ („Life on Mars without the time-travel“) wäre und fügte hinzu, „was Whitechapel an Originalität fehle, würde durch die Atmosphäre und den Enthusiasmus mehr als wettgemacht“ („what Whitechapel lacked in originality, it more than made up for with atmosphere and enthusiasm.“) Nachdem die 2. Folge am 9. Februar ausgestrahlt worden war, äußerte Andrew Billen in The Times, er hätte sich mehr und mehr für die Fernsehserie erwärmen können und fügte hinzu, dass „die Fernsehserie aus uns allen langsam Ripperologen macht, da die Jack zugeschriebenen Morde von denen getrennt würden, die er tatsächlich begangen habe. Es ist alles im schlechtest möglichen Geschmack und ein blutiges gutes Vergnügen.“ („slowly, the show is making Ripperologists of us all, as Jack's 'canonical' murders are separated from the ones he actually committed. It is all in the worst possible taste and bloody good fun.“) The Daily Telegraph war jedoch weniger beeindruckt und schrieb in seiner Kritik, „Die Prämisse war schwachsinnig, das Skript idiotisch, die schauspielerische Darstellung wie auf Autopilot und die Regie ließ jeden Schimmer von Spannung ermangeln.“ („The premise was feeble, the script imbecilic, the acting on autopilot, the direction lacking in any glimmer of tension.“)
Weblinks
Jack the Ripper ist nicht zu fassen auf TV.com
Einzelnachweise
Kategorie:Kriminal-Fernsehserie Kategorie:Fernsehserie der 2000er Jahre Kategorie:Fernsehserie der 2010er Jahre Kategorie:Fernsehserie (ITV)