mini|Super Cat, 2021 Super Cat, auch bekannt unter dem Namen Wild Apache (* 25. Juni 1963 als William Maragh in Kingston), ist ein jamaikanischer Dancehall-Deejay, der vor allem Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre große Erfolge hatte.

Biografie mini|Super Cat beim Reggae Geel, 2015 Geboren und aufgewachsen ist Maragh im Kingstoner Stadtviertel Seivright Gardens. Seine Mutter ist Afrojamaikanerin und sein Vater Jamaikaner indischer Abstammung. William Maragh begann seine Karriere in den 1970er Jahren als Deejay eines Live-Soundsystems. Er toastete dort unter dem Namen „Cat-A-Rock“. Seine erste Single erschien 1981 beim Label Techniques des Produzenten Winston Riley und trug den Namen "Mr. Walker". Riley war es auch, der die Single produzierte. Nachdem er Anfang der 1980er Jahre eine kurze Gefängnisstrafe verbüßen musste, stieg er 1983 im bekannten Killamanjaro-Soundsystem als Deejay ein. Dort bekam er von seinem Mentor Early B den Spitznamen „Wild Apache“.

1984 erschien Super Cats zweite Single Sit Down Pon It bei dem jamaikanischen Label Powerhouse. Im selben Jahr kam eine Reihe weiterer Singles bei verschiedenen Labels in den Handel. Zwei Jahre später veröffentlichte das jamaikanische Label Skengdon das erste Album des Künstlers, Boops!. Zu dieser Zeit war Super Cat einer der gefragtesten Deejays von Jamaika.

Das zweite Album erschien weitere zwei Jahre später. Nach einigen Single-Erfolgen gründete Maragh 1987 sein eigenes Label, das er nach seinem Spitznamen Wild Apache nannte. 1991 erschien das Album Cabin Stabbin, das er zusammen mit den jamaikanischen Deejays Junior Demus und Nicodemus herausbrachte. Die Platte war das erste Dancehallalbum, das von mehreren Deejays gemeinsam veröffentlicht wurde.

Anfang der 1990er unterzeichnete Super Cat in New York einen Vertrag mit dem Major-Label Columbia Records, bei dem später drei Alben und mehrere Singles erschienen. Nach mehreren TV-Auftritten und weltweiten Tourneen wurde er 1993 von mehreren Seiten zum Dancehall-Deejay des Jahres gekürt. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ging seine Produktivität deutlich zurück. 1997 erschien eine einzelne Single mit dem Namen All These Girls Are Mine in Zusammenarbeit mit dem Roots-Sänger Horace Andy. 1998 folgte das bei Columbia Records verlegte Album The Good, the Better, the Best of Super Cat. 2003 folgte der Longplayer Take Two, ein Feature mit Mad Cobra.

Zwischen 2000 und 2004 erschienen wieder vermehrt Singles, von denen Reggae Matic die vorerst letzte war. Erst 11 Jahre später kam mit Ever Ready eine weitere Single in den Handel. Super Cat inspirierte viele bekannte Deejays, wie z. B. Sean Paul, und blieb einer der legendärsten Dancehall-Deejays von Jamaika. Das lag vor allem daran, dass seine Dubplate in Soundclashes für das jeweilige Soundsystem, das diese Songs spielte, meist einen Sieg zufolge hatte.

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1985: Si Boops Deh (Techniques) 1986: Boops! (Skengdon) 1988: Sweets for My Sweet (Wild Apache) 1990: Cabin Stabbin (mit Neckademus und Junior Demus; VP Records) 2003: Take Two (mit Mad Cobra; Sony Music Entertainment)

Kompilationen 1998: The Good, the Better, the Best of Super Cat 1999: Showcase (mit Early B und Papa Kojak)

Singles

Weitere Singles 1981: Mr. Walker (mit Brok Back) 1982: Dance Inna New York 1984: Walk-a-Ton 1984: Under Pressure 1984: Sid Down Pon It 1984: Me Glad She Gone 1985: Ride and Shut Off 1985: Trash and Ready 1985: Vineyard Party 1986: Boops 1986: Pops 1986: Jah Paradise 1987: Mud Up 1987: Permit Fi Gun 1987: Sweet for My Sweet 1987: Wild Apache 1987: Teach Them Sumuh 1988: Sandokan 1990: Cabin Stabbing (mit Nicodemus und Junior Demus) 1990: Dan Dada 1990: Them No Care 1990: Nuff Man a Dead 1991: Tun It Over 1991: Material World (mit Buro Banton) 1992: A Wa Do Them (mit Tiger) 1993: The Good, the Bad, the Ugly & the Crazy 1994: Crazy Love 1994: Scalp Dem 1994: A Tribute to Early B 1994: Outta Dem Trouble 1994: Scalp Them 1994: Too Greedy 1995: Dance 1995: Turn (Muggs Remix) 1995: Ready Back 1996: Jah Is Real 1996: One Man Alone 1997: De Man Is Alive 1997: All These Girls Are Mine (mit Horace Andy) 1998: Come Down 1998: Word Sound & Power 1998: Long Longi La La 1998: Sexy Go Check It 1999: Chris 1999: Sweet Argument 2000: Jah Run Things 2001: Bass & Treble 2004: Reggae Matic 2015: Ever Ready *Super Cat hat viele Riddims besungen bzw. betoastet und viele Singles mit unbekannten Veröffentlichungsdaten herausgebracht, die hier nicht aufgelistet sind.

Quellen

Weblinks

Kategorie:Dancehall-Sänger Kategorie:Musiker (Jamaika) Kategorie:Pseudonym Kategorie:Jamaikaner Kategorie:Geboren 1963 Kategorie:Mann