In der Saison 1946/47 wurden die ersten Eishockeyspiele in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt. Es gab verschiedene Meisterschaften, die am Ende als offiziell geltende Deutsche Meisterschaft gewann der SC Riessersee.
Inoffizielle Meisterschaften Interzonen-Meisterschaft der Bizone Der Krefelder Eishockeyförderer Willi Münstermann organisierte bis November 1946 eine inoffizielle deutsche Meisterschaft. Nachträglich wurde diese Veranstaltung zur Interzonen-Meisterschaft der Bizone erklärt.
Bekannt sind nur zwei Spielergebnisse.
Sp Punkte 1. Krefelder EV 69:32.SC Riessersee68:43. ESV Füssen64:84. Düsseldorfer EG63:9
Inoffizielle Deutsche Meisterschaft in München Am 3. Dezember 1946 berichtete die Zeitung Sport-Kurier über eine Deutsche Meisterschaft, die in München stattgefunden habe. Was nach dem Bericht in der Süddeutschen ZeitungSüddeutsche Zeitung, Druckausgabe vom 30. November 1946: "Deutsche Meisterklasse im Eishockey" eingesehen am 24. Oktober 2021 über den Benutzerzugang der Bayerischen Staatsbibliothek ein Turnier der Meister war.
Sp S U N Tore Punkte 1. SC Riessersee220019:34:02. Krefelder EV210110:162:23. ESV Füssen 20028:180:4 Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen
Regionale Meisterschaften Hessen Die beiden ersten qualifizierten sich für die Vorrunde West der Deutschen Meisterschaft.
Sp S U N Tore Punkte 1. VfL Bad Nauheim 220015:24:02. SC Forsthausstraße Frankfurt 21019:92:23. SC 1880 Frankfurt 20023:160:4 Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen
Bayern Finale
Nach einem nicht gegebenem Ausgleichstreffer der Füssener wurde das Spiel acht Minuten vor Spielende abgebrochen. Weitere Teilnehmer an den Ausscheidungsspielen im Rahmen der Meisterschaft waren HC Augsburg, SC München, Münchener EV, EV Tegernsee, EV Miesbach, EC Bad Tölz und TG Landshut.
Berlin In Berlin hatten die alliierten Behörden alle bürgerlichen Vereine aufgelöst und zunächst nur die Bildung kommunaler Sportgruppen zugelassen. Drei regionale Mannschaften bildeten sich: West (SG Eichkamp, die im Wesentlichen aus der Mannschaft des Rekordmeisters Berliner Schlittschuhclub bestand), Süd (SG Tempelhof) und Nord (SG Pankow).
SG Eichkamp – SG Pankow 16:3 SG Tempelhof – SG Pankow 5:0 SG Eichkamp – SG Tempelhof 3:1
Sp S U N Tore Punkte 1. SG Eichkamp 2 2 0 0 19:4 42. SG Tempelhof 2 1 0 1 6:3 23. SG Pankow 2 0 0 2 3:21 0
Finale SG Eichkamp – SG Tempelhof 24:8
Gespielt wurde in der Ruine des Berliner Sportpalasts und in Berlin-Pankow. Meister wurde im Februar 1947 die SG Eichkamp nach einem 24:8-Sieg gegen die SG Tempelhof. Tempelhof wurde nach einem 8:4 gegen Pankow Zweiter.
Offizielle Deutsche Meisterschaft Ende Januar wurde die Deutsche Meisterschaft komplett neu ausgeschrieben und alle bisherigen Spiele annulliert. Gespielt werden sollte in drei regionalen Vorrundengruppen, die Sieger qualifizierten sich für die Endrunde.
Vorrunde +Gruppe Nord in KrefeldGruppe Süd-West in Bad NauheimGruppe Bayern in Garmisch-PartenkirchenKrefelder EVStuttgarter ECSC RiesserseeDüsseldorfer EGEC SchwenningenEV FüssenSG Eichkamp BerlinSC Forsthausstraße FrankfurtMünchener EV Die Vorrunde Nord wurde nicht ausgespielt. Düsseldorf und Krefeld lehnten unter Hinweis auf die Bizonen-Meisterschaft ab.
Die Vorrunde Bayern gewann Riessersee
Die Vorrunde Süd-West fand am 16. und 17. Februar 1947 in Bad Nauheim statt. Neben den geplanten Teilnehmern nahm auch Bad Nauheim als hessischer Meister teil, die hessische Meisterschaft war direkt zuvor ausgespielt worden. Das Ergebnis des Spiels der beiden hessischen Mannschaften wurde übernommen. Auf Protest von Stuttgart wurde Bad Nauheim wegen des Einsatzes unberechtigter Spieler disqualifiziert und Stuttgart qualifizierte sich für die Endrunde. Sp S U N Tore Punkte 1. VfL Bad Nauheim 3 3 0 0 28:8 6:0 2. Stuttgarter EC 3 1 1 1 8:14 3:3 3. EC Schwenningen 3 1 0 2 7:15 2:4 4. SC Forsthausstraße Frankfurt 3 0 1 2 3:12 1:5 Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen
Endrunde
Süddeutsche Meisterschaft
Endspiel um die Deutsche Meisterschaft
Meistermannschaft Die Mannschaft des SC Riessersee bestand aus den Spielern Wilhelm Egginger, Franz Dolna, Gustav Jaenecke, Hans Lang, Wolf Röhrl, Philipp Schenk, Walter Schmidinger, Hugo Speth, Franz Stern, Georg Strobl, Karl Wild. Trainer war Franz Kreisel.
Quellen Stephan Müller, Deutsche Eishockey Meisterschaften, Print on Demand, 2000, ISBN 3-8311-0997-4. Steffen Karas, 100 Jahre Eishockey in Berlin, Verlag Jeske / Mader, 2008, ISBN 978-3-931624-57-6.
Weblinks oocities.org, Die Deutschen Eishockeymeister seit 1912 Teil 3: 1947 - 1958
Einzelnachweise
Kategorie:Deutsche Eishockeymeisterschaft Kategorie:Eishockeysaison 1946/47