Hopferstadt ist ein Gemeindeteil der Stadt Ochsenfurt im Landkreis Würzburg (Unterfranken, Bayern). Die Gemarkung Hopferstadt hat eine Fläche von 14,913 km². Sie ist in 996 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 14972,84 m² haben.

Geographie Das Pfarrdorf liegt in der Ochsenfurter Gau. Die gesamte Gemarkung besteht aus Acker- und Grünflächen. Der Thierbach entspringt dort und fließt südöstlich am Ort vorbei. Die Staatsstraße 2269 führt zur Bundesstraße 13 bei Ochsenfurt (5 km nördlich) bzw. nach Oellingen (3,4 km südlich). Die Kreisstraße WÜ 50 führt nach Rittershausen (3,3 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Geißlingen zur Kreisstraße NEA 47 (3,3 km östlich).

Geschichte Hopferstadt hat einen historisch gewachsenen ovalen Dorfgrundriss und ist geprägt von den typisch fränkischen giebelständigen Häusern und Scheunen. Die Landwirtschaft spielt mit fast 50 Betrieben bis heute immer noch eine bedeutende Rolle. Besonders sehenswert ist die denkmalgeschützte St. Peter-und-Paul-Kirche.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) entstand die Ruralgemeinde Hopferstadt. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Ochsenfurt. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 14,897 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 als letzte Gemeinde nach Ochsenfurt eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1791 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 Einwohner 532 572 572 647 664 668 663 630 621 648 645 639 666 683 683HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Häuser bezeichnet und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 108 120 115 116 107 Quelle

Jahr 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2010 2025Einwohner 675 641 663 649 639 883 882 822 631 590 589 672 717Häuser 110 112 116 146 Quelle

Baudenkmäler In Hopferstadt gibt es 34 Baudenkmäler:

Bodendenkmäler In der Gemarkung Hopferstadt gibt es 25 Bodendenkmäler, darunter: Kreisgrabenanlage von Ochsenfurt-Hopferstadt

Persönlichkeiten Johann Michael Pfeuffer (1742–1805), Bildhauer und Bildstockmeister, Pfeuffer wirkte ab 1772 mit einer eigenen Werkstatt in Hopferstadt und starb auch im Ort Johann Eck (1832–1920), Bürgermeister und Mitglied des Deutschen Reichstages

Literatur

Anita Deppisch: 100 Jahre Musikkapelle Hopferstadt, Hopferstadt 1999. Geographische Beschreibung von Hopferstadt, dem ersten Dorfe im Ochsenfurter Gau in Franken., aus: Journal von und für Franken, Nürnberg: Raw 1791, Band 3, S. 681–695.

Hopferstadt. Ein Dorf im Ochsenfurter Gau, Hopferstadt 2006.

Weblinks

Fußnoten

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