Die Deutsche Eishockey-Meisterschaft 1939 war die 23. Austragung dieser Titelkämpfe.

Vorrunde Für die Vorrunde wurden die Sportgaue in fünf Gruppen eingeteilt. Je nach Stärke konnte jeder Bereich unterschiedlich viele Mannschaften in die Zwischenrunde entsenden.Österreichische Nationalbibliothek, Neues Wiener Tageblatt 4. Januar 1939 Seite 27 Die Spiele fanden vom November 1938 bis Januar 1939 statt.

Gruppe Ost Die Gruppe Ost bestand aus dem Sportgau 1, Ostpreußen. Sie konnte einen Teilnehmer entsenden, der in einer Einfachrunde ausgespielt wurde. Sp S U N Tore TD Punkte 1. Rastenburger SV 08 330017:4+136:02. VfK Königsberg 320114:7+74:23.VfB Königsberg 310210:15−52:44.SC Preußen Insterburg30034:19−150:6

Gruppe Nord Die Gruppe Nord bestand aus den Sportgauen 2 bis 8. Die acht Teilnehmer kamen aber alle aus Berlin und Hamburg. Sie spielten in zwei Gruppen. Insgesamt drei Mannschaften qualifizierten sich für die Zwischenrunde: die Gruppensieger und der Sieger des Spiels der beiden Gruppenzweiten.https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vob&datum=19381219&seite=4 Gruppe A Sp S U N Tore TD Punkte 1. Berliner Schlittschuhclub 320144:4+404:22. BFC Preussen Berlin 320120:5+154:23.SC Brandenburg Berlin320118:7+114:24.Harvestehuder THC Hamburg30031:67−660:6 Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen, TD = Tordifferenz Gruppe B Sp S U N Tore TD Punkte 1. Zehlendorfer Wespen Berlin 330018:1+176:02. LTTC Rot-Weiß Berlin 31117:3+43:33.Altonaer SV Hamburg 31112:5−33:34.Hamburger ELV 189130030:18−180:6 Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen, TD = Tordifferenz Spiel um Platz 3

Gruppe West In die Gruppe West waren die Sportbereiche 9 bis 13 (Westfalen, Niederrhein, Mittelrhein, Hessen, Südwest) eingeteilt. Es qualifizierten sich zwei Mannschaften für die Zwischenrunde.

Beim ersten Spiel gegen Dortmund setzte Krefeld unerlaubterweise Kanadier ein, das Spiel wurde daher wiederholt. Das Spiel zwischen Düsseldorf und Krefeld wurde nicht mehr ausgetragen, beide Mannschaften waren für die Zwischenrunde qualifiziert.

Gruppe Süd Die Gruppe Süd bestand aus den Sportgauen 14 bis 16 (Baden, Württemberg-Hohenzollern und Bayern). Es qualifizierten sich: SC Riessersee EV Füssen Weitere Teilnehmer waren: HG Nürnberg EC Bad Tölz TEV Miesbach

Gruppe Süd-Ost Die Gruppe Süd-Ost bestand aus den Mannschaften der Ostmark (Sportgau 17), also des ehemaligen Österreichs nach dem Anschluss an das Deutsche Reich im März 1938. Die drei Teilnehmer spielten in einer Doppelrunde zwei Teilnehmer für die Zwischenrunde aus.Österreichische Nationalbibliothek, Neues Wiener Tageblatt 20. Dezember 1938 Seite 3011 Sp S U N Tore TD Punkte 1. EK Engelmann Wien 422011:3+86:22. Klagenfurter AC 40137:11−43:53. Wiener EV 40136:10−43:5

Zwischenrunde Gruppe A

Sp S U N Tore Punkte 1. EK Engelmann Wien 430111:26:22.Berliner Schlittschuhclub43017:56:23.Rastenburger SV 08 42027:64:44. ESV Füssen 41124:83:55.LTTC Rot-Weiß Berlin 40136:141:7 Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen

Gruppe B

Sp S U N Tore Punkte 1. SC Riessersee 43109:27:12.Düsseldorfer EG421113:55:33.Zehlendorfer Wespen 42027:74:44.Klagenfurter AC 42027:114:45. Krefelder EV 40045:160:8 Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen

Der SC Riessersee wurde nachträglich wegen unsportlichen Verhaltens disqualifiziert, womit der Tabellendritte in die Endrunde aufrückte. Über den Anlass der Disqualifikation geben die Quellen widersprüchliche Auskunft. Karas bezieht sich auf das Spiel gegen die DEG (1:1) und ergänzt noch, dass ein Spieler lebenslang gesperrt worden sei. Müller ordnet das unsportliche Verhalten einem anderen Turnier (Dreistädtewettkampf Berlin-München-Wien) zu.Österreichische Nationalbibliothek, Wiener neueste Nachrichten: Vorbericht zum Spiel am 3. März 1939 in Wien: Ein Spieler der Münchner Auswahl namens "Kögl" erwähnt

Finalturnier Die Halbfinal- und Finalspiele fanden im Berliner Sportpalast statt.

Halbfinale

Spiel um Platz 3

Finale

Das entscheidende Tor erzielte Hans Schneider 17 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit.

Meistermannschaft Die Mannschaft des EK Engelmann Wien bestand aus den Spielern Josef Wurm, Franz Csöngei, Aribert Heim, Hans Tatzer, Oskar Nowak, Hans Schneider, Hubert Tschammler, Otto Voit und Franz Zehetmayer.

Quellen Stephan Müller, Deutsche Eishockey Meisterschaften, Print on Demand, 2000, ISBN 3-8311-0997-4. Steffen Karas, 100 Jahre Eishockey in Berlin, Verlag Jeske / Mader, 2008, ISBN 978-3-931624-57-6.

Weblinks oocities.org, Die Deutschen Eishockeymeister seit 1912 Teil 2: 1933–1945

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsche Eishockeymeisterschaft Kategorie:Eishockeysaison 1938/39