Vladimír Fischer (* 4. Juli 1870 in Fryšták, Österreich-Ungarn; † 28. Oktober 1947 in Brünn) war ein tschechoslowakischer Architekt, Professor an der Tschechischen Technischen Hochschule zu Brünn und 1931–1932 deren Rektor.

Leben miniatur|Rathaus in Tišnov miniatur|hochkant|Neues Rathaus in Ostrau miniatur|hochkant|Kirche St. Augustinus in Brünn Fischers Vater Anton Fischer war ein Baumeister, der in Fryšták und später Holešov eine eigene Firma besaß. Von 1887 bis 1893 studierte Vladimír Fischer an der Tschechischen Technischen Hochschule zu Prag. In den Jahren 1894 bis 1898 erwarb er praktische Erfahrungen bei Emil von Förster, Hermann Helmer und Ferdinand Fellner dem Jüngeren in Wien. Von 1901 bis 1918 arbeitete er im Nationalen Technischen Dienst im Gouverneursbüro in Brünn, Mähren. Er wurde der Oberste Rat und Leiter der Konstruktionsabteilung in der Landesverwaltung in Brünn (1918–1923). 1923 bis 1939 arbeitete er als Professor an der Tschechischen Technischen Universität in Brünn, von 1924 bis 1925 und 1935 bis 1936 war er dort Prorektor für Architektur und Bauwesen und 1931–1932 Rektor der ganzen Schule. Als Konservator für den Bezirk Brünn arbeitete er von 1939 bis 1941.

Ausgewählte Bauwerke 1900–1901: Rathaus Fryšták 1900–1906: Wiederaufbau des Schlosses in Prostejov 1902–1903: Realgymnasium in Brünn, Antoninska Straße 1903–1906: Augustiner Haus Luhačovice 1903: Allgemeine und Mittelschule in Tišnov 1905–1906: Rathaus in Tišnov 1906: Hotel Zu den Heiligen Drei Königen in Prostejov 1906–1910: Erzbischöfliche Residenz in Olmütz 1907: Allgemeine und Mittelschule in Slavkov u Brna 1908: Finanzamt in Olmütz 1910: Schwedenhaus in Brünn, Smetanova Straße 1910–1911: Schule in Veverská Bítýška um 1910: Mietshäuser in Brünn, Merhautova, Štefánikova, Smetanova, Botanicka und Cihlářska 1911: Allgemeine und Mittelschule in Holešov 1912: Mietshaus J. Stava in Prostějov 1913–1915: Cyrill und Methodius Gewerkschaft in Brünn 1915: Militärische Kapelle des Heiligsten Herzens Jesu in Königsfeld (1993–1995 in Oslnovice wiederaufgebaut) 1920: Brauerei in Brünn, Tschechische Straße 1922–1923: Wiederaufbau der Kirche St. Bartholomäus in Brünn-Žebětín 1923–1925: St. Johannes Nepomuk Kirche in Brünn-Lískovec 1924: Studentenwohnheim in der Märtyrer-Straße in Brünn 1924–1930: Neues Rathaus in Ostrau 1925–1926: Maschinen- und Technologie-Pavillon der Tschechischen Technischen Universität in Brünn, Veveri Straße 1924–1925, 1930: Cyrilek Kloster mit Institut für geistig behinderte Kinder in Brünn, Lerchová Straße 1928: Geschäftshaus K. Vagner in Brünn, Tschechische Straße 1930–1933: Unfallkrankenhaus in Brünn, Ponávka Straße (mit Karl Hugo Kepka) 1930–1935: Kirche St. Augustinus in Brünn, náměstí Míru 1931–1934: Onkologische Klinik (Haus des Trostes) Gelber Berg in Brünn (mit Bedřich Rozehnal) 1935: Mädchenschule in Brünn, Lerchová Straße

Weblinks und Quellen Prof. Ing. Vladimír Fischer, Kurzbiographie auf www.brna.cz BAM Brno Brněnský architektonický manuál

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