Das Österreich-Lexikon (auch Österreich Lexikon) ist ein Sachlexikon zu Österreich, in der digitalen Version als Teilbereich von AEIOU – das Kulturinformationssystem, aufgegangen im Austria-Forum.
Das bekannte Akronym A.E.I.O.U. steht hier als AEIOU für Annotierbares Elektronisches Interaktives Oesterreichisches Universal-Informationssystem.
Gedrucktes Österreich-Lexikon Geschichte Richard Bamberger (1911–2007), der Gründer des Österreichischen Buchklubs der Jugend, publizierte Mitte der 1960er-Jahre zusammen mit Franz Maier-Bruck, bekannt als Autor des Großen Sacher Kochbuchs, ein Lexikon, das in der Tradition der Österreichlexika steht, die mit der Oesterreichischen National-Encyklopädie (1835–37 in Wien erschienen) beginnt. In der Redaktion arbeiteten Bambergers Gattin Maria und Otto Langbein (langjähriger Mitarbeiter in der Redaktion des Österreichischen Wörterbuchs) mit. Der erste Band A–K kam 1966, der zweite Band L–Z 1967 heraus. 1968 folgte der Band Ergänzungen und Berichtigungen.Siehe Österreich-Lexikon in zwei Bänden 1966/1967 und Ergänzungs-/Berichtigungsband 1968, Eintrag in der .
In der Neuauflage 1995 umfasste das Österreich-Lexikon ein zweibändiges Werk (1. [A–L] 735 Seiten, 2. [M–Z] 709 Seiten). 1996 wurden die Bände im Auftrag und unter der Ägide des zuständigen Kunst- und Kulturministeriums retrodigitalisiert. Erweitert um neue Themenbereiche wurden die nun Österreich-Alben als frei zugängliche Website aeiou.at online gestellt, technisch betreut und gehostet von der Technischen Universität Graz (Erzherzog-Johann-Universität).
In einer weiteren Neuausgabe im Jahr 2004 enthielt das Lexikon in drei Bänden etwa 14.000 Schlagworte und zahlreiche Abbildungen zu allen Themenbereichen der Austriaka.
Autorenschaft und Verlagsgemeinschaft Im Stand der Neupublikation 2004 umfasst die Autoren- und Verlegerschaft: Begründet von Richard und Maria Bamberger sowie Franz Maier-Bruck Fortgeführt und erweitert von den Herausgebern Richard und Maria Bamberger Ernst Bruckmüller Karl Gutkas Redaktion: Leitung: Johann Lehner Mitarbeit: Herbert Schillinger Textverarbeitung: Irmtraud Weishaupt Lektorat: Brigitte Stammler Brigitte Werner Bildredaktion: Katja Erlach Helmut Maurer Koordination: Brigitte WernerWissenschaftlicher Fachbeirat Theophil Antonicek und Elisabeth Hilscher, Musik Alois Brusatti, Wirtschaft Herbert Dachs, Politik Johannes Divjak, Geschichte, Römerzeit Helmut Engelbrecht, Unterricht und Erziehung Heinz Fassmann, Geographie Walter Fritz, Film Ralph Gretzmacher, Biologie Karl Gutkas, Geschichte Maria Hornung, Sprachwissenschaft Walter Krause, Kunstgeschichte Helmut Lackner, Technik Maximilian Liebmann, Kirchengeschichte Herbert Nikitsch, Volkskunde Otto Obendorfer, Verkehr Werner Ogris, Rechtswesen Christian Schicklgruber, Völkerkunde Wendelin Schmidt-Dengler und Johannes Sachslehner, neuere Literatur Michael Schmolke, Publizistik Manfred Skopec, Medizin Andrea Sommer-Mathis, Theater Franz Stojaspal, Geowissenschaften Johannes Strohmeyer, Sport Klaus Zatloukal, mittelalterliche Literatur
Verlagsgemeinschaft Österreich-Lexikon: Christian Brandstätter Verlagsgesellschaft, Wien Ed. Hölzel, Wien J&V-Edition Wien-Dachs-Verlag, Wien Österreichischer Bundesverlag
2004 wurde das Werk von Ernst Bruckmüller auf Basis des seinerzeit schon erweiterten Onlinebestandes in drei Bänden in Buchform neu publiziert.
Übertragung Österreich-Lexikon in aeiou.at
Anlässlich des Gedenkjahres zu 1000 Jahre Ostarrichi – Millennium 1996. Hrsg.: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr (BMWV): wurde vom zuständigen Bundesministerium für Wissenschaft, Verkehr und Kunst (BMWVK), später Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (BMWFK),vgl. : In: Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMBWK). beschlossen, das Lexikon digitalisieren zu lassen und unter Integration von weiteren Informationsbereichen online zugänglich zu machen. Im Auftrag des Ministerium wurde das Werk unter Mitwirkung zahlreicher namhafter österreichische Wissenschaftler und Experten überarbeitet.. Projektbeschreibung. Hrsg.: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr (BMWV).. Startseite. Hrsg.: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr (BMWV). Die über 13.000 Stichworte des Österreich-Lexikons sind auf Deutsch und auf Englisch abrufbar.. Hrsg.: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr (BMWV).
Als Projektname wählte man AEIOU – das Kulturinformationssystem, dies in Rückgriff auf den habsburgischen Wahlspruch A.E.I.O.U.; die Domain wurde auf aeiou.at delegiert:
Am Institut für Informationssysteme und Computer Medien (IICM) der TU Graz, wo das Internetprojekt auch gehostet wurde, wurde unter Hermann Maurer ein Workflow Management Tool (Hyperwave) entwickelt, das ein ähnliches Prinzip wie die heutigen MediaWiki-Systeme verwendet.Andreas Thaller: Prototypentwicklung eines speziellen Workflow Management Tools für das elektronische Österreich Lexikon (2003): Kap. 5: „Das elektronische Österreich Lexikon und AEIOU“. Hier: „5.1 Geschichte“, S. 24.
Zusammengefasst wurden die Inhalte unter dem Titel Österreich-Alben (Ö-Alben). Neben dem Österreich-Lexikon mit dem von Bamberger begründeten Text-und-Bild-Inhalten auch schon erweiterte Datenmaterialien und Multimedia eingebunden, etwa umfangreiches Bildmaterial vom Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften oder Tonmaterial aus diversen österreichischen Tonarchiven. mit Österreich-Lexikon und den Alben Musik, Bilder, Video, Briefmarken, Foto, Sigmund Freud und Designer-Album. Hrsg.: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr (BMWV).
2003 umfasste der Datenbestand ein Volumen von ca. 3 GigabyteAndreas Thaller: Prototypentwicklung eines speziellen Workflow Management Tools für das elektronische Österreich Lexikon (2003): Kap. 5: „Das elektronische Österreich Lexikon und AEIOU“. Hier: „5.2 IST-Zustand“, S. 28. (Texte meist im RTF- und speziellem XML-Format auf Basis der Doctype Definition/DTD von Xipolis).Andreas Thaller: Prototypentwicklung eines speziellen Workflow Management Tools für das elektronische Österreich Lexikon (2003): Kap. ?, S. 32.
Mit Auslaufen der Fördermittel 2005 war das Weiterbestehen der Webausgabe gefährdet, und einige der Autoren und Betreuer des Websystems gründeten den gemeinnützigen Verein#Österreich#Verein Freunde des Austria-Forums – Verein zur Förderung der digitalen Erfassung von Daten mit ÖsterreichbezugFreunde des Austria-Forums – Verein zur Förderung der digitalen Erfassung von Daten mit Österreichbezug, ZVR-Zahl 319028739. Der Verein ist seit mindestens April 2024 nicht mehr im Zentralen Vereinsregister (ZVR) eingetragen. Dieser hostete, nunmehr ohne ministerielle Beteiligung, die Inhalte über eine Weiterleitung unter der TU-Graz-Subdomain aeiou.iicm.tugraz.at, bevor das AEIOU-Lexikon um die Jahreswende 2008/2009 unter der ursprünglichen Domain aeiou.at wieder online gehen konnte.
Übertragung der Inhalte von AEIOU in das Austria-Forum
Die unter dem Namen Austria-Forum auf austria-forum.org, vormals austria-lexikon.at, online stehende, ständig weiterentwickelte Ausgabe bietet Artikel zum Teil auch in englischer Fassung, und ist mit anderen Datenbanken vernetzt, sowie neben zahlreichen Sachdatenbanken und anderen Online-Schriftwerken eingebunden.Peter Diem: Das Austria-Forum. Die österreichische Internet-Enzyklopädie. (PDF; 3,3 MB) In: Austria-Forum, 12. Februar 2011, abgerufen am 22. September 2026.
Publikationen Richard Bamberger, Franz Maier-Bruck (Hrsg.), Maria Bamberger, Otto Langbein (Red.): Österreich-Lexikon in zwei Bänden. Österreichischer Bundesverlag/Verlag für Jugend und Volk, Wien/München 1966/1967/1968, .
Siehe auch Lexikon für Österreich Liste von Lexika in deutscher Sprache
Literatur Andreas Thaller: Prototypentwicklung eines speziellen Workflow Management Tools für das elektronische Österreich Lexikon. Magisterarbeit am Institut für Informationsverarbeitung und Computergestützte neue Medien bei Prof. Hermann Maurer. TU Graz, Dezember 2003 (Bibliografische Informationen auf online.tugraz.at, abgerufen am 22. September 2022.)
Weblinks
Historie – Projektbeschreibung. Erste Archivversion. Hrsg.: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr (BMWV). – Startseite. Erste Archivversion. Hrsg.: Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr (BMWV). – Startseite. Vorübergehend letzte Archivversion auf aeiou.at. Hrsg.: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMBWK). – Startseite. Erste Archivierung auf der Subdomain aeiou.iicm.tugraz.at. Archivierung auf der Subdomain aeiou.iicm.tugraz.at mit dem Hinweis: – Startseite. Erste Archivierung zurück auf der Domain aeiou.at mit dem Hinweis: . – Startseite. Aktuelle Version von aeiou.at mit dem Hinweis:
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