mini|Otto Brausewetter, gemalt von Max Koner (1894) Otto Karl Brausewetter (* 11. September 1835 in Saalfeld (Ostpreußen); † 9. August 1904 in Berlin) war ein deutscher Maler.

Leben Otto Brausewetter war ein Sohn des Gerichtsassessors und Richters in Saalfeld Wilhelm Brausewetter und seiner Ehefrau Ludwike, geborene Henselsca. Er ging mit 17 Jahren an die Kunstakademie in Königsberg. Seine Lehrer waren Ludwig Rosenfelder, Pietrowski und Hermann Gemmel. Im Jahre 1857 wechselte er nach Frankfurt am Main und München und kehrte 1860 nach Königsberg zurück.

Nach Studienreisen nach Italien, Frankreich und Russland ließ er sich 1869 in Berlin nieder, wo er 1882 Lehrer für figürliches Zeichnen an der Akademischen Hochschule für bildende Künste wurde. Im Jahre 1888 wurde er dort ordentlicher Lehrer und erhielt den Professorentitel. 1891 wurde er Mitglied der Königlichen Akademie der Künste.Otto Brausewetter. In: Mitgliederverzeichnis der Akademie der Künste. Abgerufen am 12. Oktober 2025

Zu seinen Schülern gehörte Paul Wallat. Otto Brausewetter selbst wurde im Jahre 1894 von Max Koner porträtiert.

Brausewetter starb 1904 nach längerer Krankheit (asthmatisches Leiden), die ihn zuletzt an seiner Lehrtätigkeit gehindert hatte, im Alter von 68 Jahren in Berlin.Darstellung nach Deegen (siehe unter Literatur). Er wurde auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Schöneberg beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten.Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 749.

Otto Brausewetter war der Onkel des evangelischen Pfarrers und Schriftstellers Artur Brausewetter.

Werke (Auswahl) miniatur|Brausewetters berühmtestes Gemälde „Ansprache des Grafen Yorck vor den ostpreußischen Ständen in Königsberg am 5. Februar 1813“ wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1860: Dem König Richard II. erscheinen die Geister der gemordeten Söhne Eduards (1905 im Städtischen Museum Danzig) 1868: Edelfrau, bei einem Bildhauer das Grabdenkmal ihres Mannes betrachtend mini|„Die Barke des Charon“1871: Die Barke des Charon 1871: Ritter Blaubart 1874: Herbstmorgen 1874: Gustav Adolf in der Schlacht bei Lützen 1877: Landsknechte auf der Wanderschaft 1888: Yorcks Anrede an die preußischen Stände am 5. Februar 1813 (ehemals im Sitzungssaal des Provinziallandtags in Königsberg (Preußen))

Auszeichnungen 1889: Kleine goldene Medaille für Kunst 1891: Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste

Literatur Ernst Deegen, Geschichte der Stadt Saalfeld Ostpr..Festschrift zur Feier des 600jährigen Bestehens der Stadt im Jahre 1905. Mit einigen Illustrationen, Grundrissen und einem Stadtplan vom Jahre 1833. Saalfeld: Selbstverlag des Verfassers 1905. Hier: Seite 325–326, im Digitalisat Seite 349–350. Eintrag im Katalog der deutschen Nationalbibliothek Albert Czyborra: Das Jahr 1815. In: Ders. (Hrsg.): Zwischen Mauersee und Alle. Ein Heimatbuch. (= Aus deutschem Schrifttum und deutscher Kultur. 256.–258. Band), 3. Auflage. Julius Beltz Verlag, Berlin und Leipzig 1930, S. 41–43. (Betr. das Gemälde Ansprache des Grafen Yorck.)

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Hochschullehrer (Akademische Hochschule für die bildenden Künste) Kategorie:Hochschullehrer (Preußische Akademie der Künste) Kategorie:Künstler (Ostpreußen) Kategorie:Geboren 1835 Kategorie:Gestorben 1904 Kategorie:Mann