mini| (oben) mit Neuseeländische Alpen (Mitte) und (unten) - (Foto von der ISS-Raumstation aufgenommen)

Die ist eine Verwaltungsregion auf der Südinsel von Neuseeland. Sie ist flächenmäßig die größte Region des Landes. Die Regionsverwaltung, die ihren Sitz in hat, gab 1998 der Region mit einen neuen Namen. Der Rat nennt sich seitdem . Regierungsseitig wird die Region aber weiterhin und der Rat genannt.

Geographie Geographische Lage Die bedeckt mit 44.508 km² reiner Landfläche den mittleren östlichen Teil der Südinsel Neuseelands. Mit 599.694 im Jahr 2018 gezählten Einwohnern ist die zweitgrößte Region bezogen auf die Einwohnerzahl und kommt damit auf eine Bevölkerungsdichte von 13,5 Einwohner pro km².

liegt zwischen der Regionen im Südwesten, im Westen und dem im Nordosten der Südinsel. Die östliche bzw. südöstliche Grenze der Region bildet der Pazifische Ozean. Landschaftlich ist der Westen der Region von der alpinen Bergwelt der Neuseeländischen Alpen geprägt, der mittlere Osten dagegen durch die weiten Ebenen der . Der Süden und der Norden der Region liegt ebenfalls in einer Berglandschaft.

Zu den größten Seen der Region gehören von Süd nach Nord: der , der , der , der , der , der und der / . Zu den bedeutendsten Flüssen zählen in gleicher Richtung gelistet: der , der , der , der , der /, der und der / .

In den Grenzen der Region befindet sich auch der höchste Berg Neuseelands, der hohe / sowie die angrenzenden Gletscher, , und . Der und der gehört ebenso zu der Region.

Zu den größten Städten der Region zählen mit Abstand mit 341.469 Einwohnern, gefolgt von Timaru mit 27.051, mit 18.471, mit 15.821, 9555 Einwohnern und mit 9255 Einwohnern. Allesamt liegen sie in den Canterbury Plains.

Klima Die klimatischen Bedingungen der Region ist aufgrund seiner Lage, Ausdehnung und landschaftlichen Gegebenheiten recht unterschiedlich. Während im Westen alpine Witterungsbedingungen vorherrschen, befindet sich der Osten auf der Leeseite der Berge mit entsprechend geringeren Niederschlägen und höheren Temperaturen. So muss in den alpinen Regionen mit jährlichen Niederschlägen oberhalb von 2000 mm gerechnet werden, wogegen die östlichen Regionen mit 400 bis 800 mm entsprechend trocken ausfallen. In einem an der Ostseite der alpinen Berge sich in Nordost-Südwest hinziehendem Band liegen die Niederschläge zwischen 900 und 1400 mm pro Jahr.

Die durchschnittlichen Tagestemperaturen im Sommer liegen in den östlichen Ebenen zwischen 19 °C und 24 °C und in den Bergregionen zwischen 11 °C und 17 °C je nach Höhe und geographischer Lage. Im Winter liegen die Berge allesamt im einstelligen Minusbereich und die Ebenen zwischen 1 °C und 4 °C je nach Lage. Die nordöstliche Seite der Banks Peninsula und die nordöstlichen Küstenstreifen weisen im Winter durchschnittliche Tagestemperaturen um die 4–5 °C auf. Die Sonnenscheindauer liegt im Osten zwischen 1900 und 2100 Stunden pro Jahr und zu den Bergen nach Westen hin bis auf 1500 Stunden abnehmend.

Geschichte Die Kolonisierung der Region wurde im Jahre 1848 durch und im Auftrag der geplant. Ab ca. 1850 begann die Besiedlung durch europäische Einwanderer. In dieser Zeit entstanden viele staatliche und kirchliche Gebäude im neugotischen Stil durch , einen der berühmtesten neuseeländischen Architekten.

1853 wurde Neuseeland in neue Provinzen aufgeteilt und auf der Südinsel die gebildet. Sie erstreckte sich im mittleren Teil der Südinsel von der Westküste bis zur Ostküste und vom im Süden bis zum im Norden. Doch 1868, nach drei Jahren Spannungen zwischen den Siedlungen der West- und der Ostküste, führten diese zur Teilung und der Westen wurde als eigenständig. 1876 wurden die Provinzen aufgelöst und die Provinz Canterbury in verschiedene Counties aufgeteilt. Erst im Jahr 1979 wurde ein gebildet, der bestimmte Aufgaben für die Region übernahm.

Im Zuge der Verwaltungsreform des Jahres 1989 wurde im November des Jahres der aus 33 Räten und Gebietskörperschaften gebildet und neu gegründet. Die politischen Grenzen der Region wurden unverändert von der vorherigen Gebietskörperschaft aus dem Jahr 1876 übernommen. Der so neu gebildete organisierte seine Arbeit zusammen mit den ebenfalls neu gebildeten neun Distrikten und einer City, die als eigenständig und unabhängig vom agieren.

Bevölkerung Bevölkerungsentwicklung Von den 599.694 Einwohnern der Region waren 2018 56.298 Einwohner -stämmig (9,4 %). Damit lebten 7,3 % der -Bevölkerung des Landes in der Region . Das Medianalter betrug 38,7. Das durchschnittliche Einkommen in der Bevölkerung lag 2018 bei 33.700 NZ$ gegenüber 31.800 NZ$ im Landesdurchschnitt.

Herkunft und Sprachen Die Frage nach der Zugehörigkeit einer ethnischen Gruppe beantworteten in der Volkszählung 2018 82,4 % mit Europäer zu sein, 11,1 % gaben an, -Wurzeln zu haben, 3,2 % kamen von den Inseln des pazifischen Raums und 11,1 % stammten aus Asien (Mehrfachnennungen waren möglich). 23,4 % der Bevölkerung gab an, in Übersee geboren zu sein.

96,5 % der Bevölkerung sprach Englisch, während von 1,9 % als zweithäufigste Sprache nach Englisch gesprochen wurde. 14 % der Bevölkerung sprachen nach dem Zensus von 2018 mindestens zwei Sprachen zuhause. Deutsch wird als Alltagssprache von 0,9 % der Bevölkerung in Canterbury gesprochen, was dem Landesdurchschnitt entspricht.

Politik Verwaltung Die Region besitzt einen Verwaltungsrat, genannt, der von einem (Vorsitzenden) geführt wird. In dem sitzen sieben gewählte (Ratsmitglieder), die insgesamt vier sogenannte (Wahlkreise) vertreten. Im Folgenden sind dies der Wahlkreis mit vier und die Wahlkreise , und mit jeweils einem . Die Ratsmitglieder, die aus ihren Reihen den Vorsitzenden bestimmen, werden alle drei Jahre neu gewählt.

Des Weiteren ist die Region in neun Distrikte und einer City mit jeweils eigenem unterteilt:

(teilweise, ca. 55 %)

Während die Regionalverwaltung für die Binnen- und Küstengewässer, für die Häfen, für Land, Luft, Erosion, Katastrophenschutz, Transportplanung und der regionale Entwicklung verantwortlich ist, sind die Verwaltungen der Distrikte für alle anderen Belange der Bürger zuständig und die Angelegenheiten, die in einer Kommune geregelt werden müssen.

Wirtschaft Die gelten als die Kornkammer von Neuseeland und südlich von gibt es ausgedehnte Kern- sowie Stein-Obstplantagen. ist das viertgrößte Anbaugebiet für Wein in Neuseeland. Hier werden vorwiegend und , aber auch Riesling und angebaut. Zusammen mit der Hauptstadt wurde es 2009 in das Netzwerk „“, einer weltweit organisierten Marketingorganisation für Wein und damit verbundene Tourismusangebote, aufgenommen.

Infrastruktur Verkehr Verkehrstechnisch angeschlossen ist die Region durch den , der in an der Südküste beginnt und auf seinem Weg die und mit verbindet und durch die Region an der Küste entlang nach Norden führt. Parallel dazu verläuft die Eisenbahnlinie South Island Main Trunk Railway in gleicher Richtung und verbindet die Region mit den südlichen und nördlichen Landesteilen der Südinsel. Von dem zweigen in westlicher Richtung die , und ab durchqueren die Region in westlicher Richtung und verbinden sie mit der Westküste.

Die Region verfügt über zwei wichtige Häfen, dem und dem , letzterer als Naturhafen bekannt. Neben einigen kleinen Regionalflughäfen in der Region, befindet sich westlich des Stadtzentrums von der einzige der Südinsel, der auch über die Grenzen der Region hinaus Bedeutung hat.

Ereignisse 1991 wurde der Asteroid (3563) Canterbury nach der Region benannt.Minor Planet Circ. 18306

In den Jahren 2010, 2011 und 2016 ereigneten sich drei schwere Erdbeben in der Region: am 4. September 2010 das -Erdbeben, am 22. Februar 2011 das -Erdbeben mit zahlreichen Todesopfern und zuletzt am 14. November 2016 das -Erdbeben, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Verwaltungseinheit als Namensgeber für einen Asteroiden