Die Liste der klassischen Philologen an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main zählt namhafte Hochschullehrer dieses Faches auf, die an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main wirkten und wirken.
Bei der Gründung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (1914) wurden zwei Lehrstühle für Klassische Philologie eingerichtet, die bis heute bestehen. Von 1963 bis 1975 existierte ein dritter Lehrstuhl, den Wolf Steidle innehatte.
Liste der Klassischen Philologen Angegeben ist in der ersten Spalte der Name der Person und ihre Lebensdaten, in der zweiten Spalte wird der Eintritt in die Universität angegeben, in der dritten Spalte das Ausscheiden. Spalte vier nennt die höchste an der Universität Frankfurt am Main erreichte Position. An anderen Universitäten kann der entsprechende Dozent eine noch weitergehende wissenschaftliche Karriere gemacht haben. Die nächste Spalte nennt Besonderheiten, den Werdegang oder andere Angaben in Bezug auf die Universität oder das Institut. In der letzten Spalte stehen Bilder der Dozenten.
Wissenschaftler von bis Funktionen Bemerkungen Bild (1859–1931) 1914 1921 Ordinarius Wilamowitz-Schüler, Spezialist für griechische Philosophie (Platon, Aristoteles), Euripides-Übersetzer (1874–1958) 1914 1934 Ordinarius Religionswissenschaftler, Spezialist für griechische Religion und Mythologie; wechselte nach Königsberg; später Vertreter und Emeritus in Göttingen und Tübingen (1862–1938) 1914 1929 Honorarprofessor Spezialist für lateinische Dichtung und Sprachgeschichte; hielt Lehrveranstaltungen zu Vulgär- und Mittellatein ab (1898–1976) 1921 1936 außerplanmäßiger Professor Arnim-Schüler, zunächst Assistent, 1928 Privatdozent, 1936 apl. Prof.; wechselte nach Halle, später nach Berlin; verfasste historische Monografien (1863–1943) 1921 1927 Honorarprofessor Gymnasiallehrer, Spezialist für römische Fachschriftsteller und griechische Landeskunde; hielt Vorlesungen über griechische Literatur, Landeskunde und Topografie (1886–1958) 1922 1946 1942 1951 Ordinarius Nachfolger v. Arnims; Wilamowitz-Schüler, Spezialist für griechische Philosophie und Tragödie; von 1942 bis 1946 Ordinarius in Leipzig (1894–1976) 1923 1976 Honorarprofessor Lehrbeauftragter, 1954 Honorarprofessor für Didaktik der alten Sprachen; bis 1960 Leiter des Lessing-Gymnasiums, Didaktiker und Systematiker, mit Ernst Risch Verfasser einer griechischen Schulgrammatik (1862–1936) 1928 1936 Honorarprofessor Direktor des Goethe-Gymnasiums, gab kommentierte Ausgaben von Sophokles und Euripides heraus, hielt griechische Lektüreübungen (Tragödie) ab (1888–1950) 1929 1950 Extraordinarius Lehrbeauftragter (1929 habilitiert), 1936 Extraordinarius für historische Hilfswissenschaften (insbesondere mittellateinische Philologie) (1897–1966) 1935 1962 Ordinarius Nachfolger Ottos, bis 1946 Extraordinarius; Spezialist für die platonischen Dialoge (1901–2000) 1938 1943 Professor Mittellateiner; wechselte nach Istanbul, Zagreb und Münster (1902–1945) 1944 1945 Ordinarius Spezialist für Odyssee und Aischylos (1908–1964) 1947(?) 1964 Extraordinarius Privatdozent, 1951 apl. Prof., 1960 Extraordinarius; Spezialist für platonische Philosophie, Herausgeber der Werke des Gregor von Nyssa (1910–2005) 1952 1978 Ordinarius Nachfolger Reinhardts; Spezialist für griechisches Epos und Geschichtsschreibung (1919–2007) 1952 1984 außerplanmäßiger Professor Privatdozent, 1959 apl. Prof.; Spezialist für griechisch-römische Rhetorik und Sophistik (1930–2020) 1956 1995 Professor Lehrbeauftragter, 1960 Assistent, 1968 habilitiert, 1971 Professor; Spezialist für frühgriechische Dichtung, Tragödie, Komödie und Philosophie (1927–2019) 1960(?) 1992 außerplanmäßige Professorin Spezialistin für griechische Philosophie und christliche Theologie; beteiligte sich an der Edition des Gregor von Nyssa (1910–2003) 1963 1975 Ordinarius Latinist, Spezialist für Geschichtsschreibung, Poetik, Rhetorik, Tragödie und Komödie (* 1929) 1964 1970 Ordinarius Nachfolger Wolffs; Spezialist für griechische und römische Tragödie und Komödie und lateinische Literatur bis zur Neuzeit; wechselte an die Columbia University, später nach Hamburg (1928–2006) 1964 1993 Professor Fachdidaktiker, zunächst Akademischer Rat, 1973 Professor, 1982 habilitiert (1928–2012) 1965 1996 Professor Kunsthistoriker (* 1943) 1968 1985 Privatdozent Assistent, 1978 habilitiert; Spezialist für lateinische Literatur der Antike und der Frühen Neuzeit; wechselte nach Würzburg (1942–2013) 1968 1991 Professorin Assistentin, 1977 habilitiert, 1980 C3-Professorin; Spezialistin für Philosophiegeschichte des Rechts; wechselte nach Louvain-la-Neuve (* 1933) 1972 2002 Ordinarius Nachfolger Ludwigs; Spezialist für römische Rhetorik und Geschichtsschreibung (1933–2024) 1981 1999 Ordinarius Nachfolger Patzers; Spezialist für antike Philosophie, Drama, Epik und Literaturtheorie (1942–2022) 1986 2008 Oberstudienrat im Hochschuldienst Gräzist und Fachdidaktiker (* 1961) 1990 2000 Hochschuldozent Wissenschaftlicher Mitarbeiter, 1994 promoviert (Assistent), 1997 habilitiert (Hochschuldozent); Spezialist für Aristoteles; wechselte nach München (* 1963) 1999 2003 Ordinarius Nachfolger Seecks; Spezialist für griechische Lyrik und Sophistik sowie moderne Literaturtheorie; wechselte nach Bonn (1948–2003) 2001 2003 Dozent lehrte alte Sprachen an der Theologischen Fakultät; Abaelard-Übersetzer (* 1965) 2003 Ordinarius Nachfolger Neumeisters; Spezialist für griechische und römische Literatur, besonders Lyrik, Bukolik und Roman (* 1959) 2004 Ordinarius Nachfolger Schmitz’, bis 2005 Vertreter; Spezialist für griechische Komödie, Rhetorik und Geschichtsschreibung (* 1963) 2004 Lehrbeauftragter Romanist, Professor in Bremen; hält latinistische Lehrveranstaltungen ab (* 1964) 2006 Akademischer Rat 2009 apl. Prof. (* 1961) 2009 Wissenschaftlicher Angestellter Philologe und Theologe, apl. Prof. an der Universität Konstanz
Literatur Tilman Krischer: Die Gräzistik in Frankfurt/M. zu Beginn der 50er Jahre: Karl Reinhardt und Hermann Langerbeck. In: Włodzimierz Appel (Hrsg.): „Magistri et discipuli“. Kapitel zur Geschichte der Altertumswissenschaften im 20. Jahrhundert. Tórun 2002 (Xenia Toruniensia, VII). Roland Färber, Fabian Link (Hrsg.): Die Altertumswissenschaften an der Universität Frankfurt 1914–1950. Schwabe Verlag, Basel / Berlin 2019 (= Studien und Dokumente).
Weblinks Derzeitige Mitarbeiter am Institut für Klassische Philologie. uni-frankfurt.de
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