Die Frauenfußball-Abteilung des SC Freiburg besteht seit 1975 und umfasst vier Mannschaften. Die erste Mannschaft spielt seit dem Jahr 2011 wieder in der Bundesliga. Die zweite Mannschaft stieg in der Saison 2024/25 aus der 2. Frauen-Bundesliga ab. Darüber hinaus gibt es eine B-Juniorinnen-Mannschaft (U17) und eine C-Juniorinnen-Mannschaft (U15).

Geschichte Eine Frauenfußball-Abteilung wurde erstmals im Jahr 1975 ins Leben gerufen. Vorausgegangen war der Vereinswechsel der Spielerinnen der SpVgg Wiehre 04, in der abgelaufenen Spielzeit noch Gewinner der Meisterschaft im Regionalverband Südbaden. Erste Abteilungsleiterin wurde Doris Klein, die als Spielführerin von Wiehre zuvor auch den möglichen Übertritt ihrer Mannschaft beim damaligen Freiburger Präsidenten Achim Stocker angefragt hatte. Zunächst spielte man auf Bezirksebene, ab 1978 gehörte man dann der neu gegründeten Südbadischen Damenliga an. Die Mannschaft wurde fünfmal südbadischer Meister, kam in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft allerdings nie über das Viertelfinale hinaus. Bedingt durch den Wechsel eines Großteils der Mannschaft zurück zur SpVgg Wiehre, die sich ihrerseits für die Damenliga qualifiziert hatte, wurde die Abteilung 1985 aufgelöst. Als der Vorstand der Spielvereinigung sechs Jahre später bereits vor Beginn der Aufstiegsrunde zur Bundesliga, für die man sich qualifiziert hatte, den Verzicht auf einen möglichen Aufstieg bekannt gab, wechselten die Spielerinnen von Wiehre abermals zum SC, der am 1. Juli 1991 seine Frauen- und Mädchenfußball-Abteilung neu gründete.

Nach mehreren vergeblichen Anläufen gelang 1998 der Sprung in die Bundesliga, doch konnte die Klasse dort nicht gehalten werden. Zwei Jahre später schaffte man den Wiederaufstieg. Seitdem konnten sich die SC-Frauen in der Bundesliga etablieren und belegten in der Regel sichere Mittelfeldplätze. 2002 wurde die deutsche U-19-Nationalmannschaft mit der Freiburgerin Alexandra Stegmann Europameister, 2004 mit der Freiburgerin Melanie Behringer Weltmeister, 2006 mit der Freiburgerin Juliane Maier und 2007 mit Susanne Hartel wieder Europameister. 2007 wurde Melanie Behringer mit der deutschen A-Nationalmannschaft Weltmeisterin. Am Ende der Saison 2009/10 stiegen die Sport-Club-Frauen mit nur vier Siegen aus 22 Partien und drei Punkten Rückstand in die Zweite Bundesliga ab. In der folgenden Spielzeit der 2. Bundesliga Süd war der direkte Wiederaufstieg bereits nach dem 19. Spieltag und dem 18. Saisonsieg sicher.

In der Folge gelang es den Freiburgerinnen erneut sich in der Bundesliga zu etablieren, wobei sie viermal nacheinander einen soliden Mittelfeldplatz erreichten. Nach zwei vierten Plätzen in den beiden vorangegangenen Spielzeiten wurde die Saison 2017/18 schließlich auf Rang drei beendet, was die bisher beste Platzierung in der Geschichte darstellt. In der Folgesaison gelang der Einzug ins Finale des DFB-Pokals, wo man dem VfL Wolfsburg mit 0:1 unterlag.

Nach mehreren Platzierungen im Mittelfeld der Tabelle erreichte das Team in der Saison 2022/23 unter der neuen Trainerin Theresa Merk erneut das Pokalfinale, wo man dem VfL Wolfsburg mit 1:4 unterlag. Im Eröffnungsspiel der Saison 2023/24 gegen den FC Bayern München setzte der Sport-Club mit 13.234 Zuschauern einen neuen vereinsinternen Rekord.Svenja Fölmli krönt den Freiburger Party-Abend, SWR, 15. September 2023

Die Saison 2024/25 schlossen die SC-Frauen mit 38 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz ab und erreichten damit ihre beste Platzierung seit sieben Jahren. Ende März 2025 wurde bekannt, dass Trainerin Theresa Merk den Verein zum Saisonende verlassen würde. Mit ihrem Nachfolger Edmond Kapllani schloss der SC die Saison 2025/26 auf dem achten Tabellenplatz ab. Ende Juni 2026 trennten sich der Verein und Kapllani mit sofortiger Wirkung.

Stadien Die SC-Frauen spielten bis Mitte der 1990er auf dem Hartplatz neben dem Dreisamstadion und zogen anschließend auf das Gelände der FT 1844 Freiburg um. Von der Saison 2000/01 an spielte die Mannschaft im Stadion am Bergmattenhof in Sexau und ab der Saison 2006/07 zwei Jahre im Freiburger Weststadion. Zur Saison 2008/09 zog man in das vereinseigene Möslestadion um, das das viertkleinste Stadion der Frauen-Bundesliga war. Als Trainingsstätte diente bis Februar 2022 das Schönbergstadion des SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg; die zweite Frauenmannschaft (U-20), die U-17-Juniorinnen und die U-15-Juniorinnen tragen hier ihre Heimspiele aus. Die U-20 wich in den Zweitligasaisons 2022/23 und 2024/25 in das Möslestadion aus.

Seit der Saison 2021/22 spielt und trainiert die erste Mannschaft im Dreisamstadion. Der Sport-Club plant langfristig, auch die Juniorinnenabteilungen in das Dreisamstadion zu verlagern.Dreisamstadion: SC steht vor langfristigem Pachtvertrag mit der Stadt, kicker.de, 13. September 2023 Für die hierfür notwendigen Umbaumaßnahmen, unter anderem an der Infrastruktur sowie für einen weiteren Rasenplatz, investierte der Verein rund zehn Millionen Euro. Die Umbauarbeiten sollen im Herbst 2026 abgeschlossen sein.

Personalien Kader der Saison 2026/27 (Stand: 1. August 2026)Kader Frauen, scfreiburg.com, abgerufen am 1. August 2026. Tor Abwehr Mittelfeld Angriff 1 Laura Benkarth 21 Lina von Schrader 33 Lorena Barth 38 Anna Reimann 2 Lisa Karl 3 Alina Axtmann 5 Julia Stierli 18 Mia-Lena Maas 19 Nia Szenk 20 Jana Vojteková 24 Ingibjörg Sigurðardóttir 27 Zoe Schick 32 Emma Memminger 4 Meret Felde 6 Nicole Ojukwu 7 Tessa Blumenberg 8 Alena Bienz 9 Sabah Seghir 10 Selina Vobian 15 Maj Schneider 16 Johanna Hebben 25 Weena Simmen 30 İlayda Açıkgöz 13 Nora Scherer 14 Carina Brunold 17 Amira Arfaoui 22 Lisa Kolb 23 Luca Birkholz 29 Borbála Vincze

Trainer FunktionsteamFunktionsteam. In: Teams › Frauen. SC Freiburg, 2026. Auf scfreiburg.com, abgerufen am 1. Juli 2026.Cheftrainer Marco Konrad Co-Trainer Sandrino Braun-Schumacher Sebastian Grunert Torwarttrainer Dominik Bergdorf Athletiktrainer Tobias GalliMannschaftsärztin Lisa Bode Physiotherapeut Nils Afflerbach Leiterin Physiotherapie Carolin Schneider Teambetreuerin Silke Heckel Datenanalyst Malte Neumann Teammanagerin Annika Miller Sportlicher Leiter André Malinowski Abteilungsleiterin Birgit Bauer-Schick

Zu- und Abgänge zur Saison 2026/27 Stand: 1. August 2026 Zugänge Nat. Name abgebender Verein Transferperiode İlayda Açıkgöz Eintracht FrankfurtSC verpflichtet İlayda Açıkgöz, 2. Juli 2026 Sommerpause 2026 Amira Arfaoui Werder BremenArfaoui wechselt von Bremen nach Freiburg, 17. April 2026 Lorena Barth Red Boots AarauSport-Club verpflichtet Lorena Barth, 8. April 2026 Carina Brunold SKN St. Pölten Johanna Hebben SC Freiburg IIVier U20-Spielerinnen in Bundesliga-Kader berufen, 19. Mai 2026 Emma Memminger Eintracht Frankfurt IIEmma Memminger wechselt zum SC, 22. Mai 2026 Anna Reimann SC Freiburg II Zoe Schick SC Freiburg II Lina von Schrader RB LeipzigSC verpflichtet Lina von Schrader, 30. April 2026 Sabah Seghir FC Basel Frauen Weena Simmen SC Freiburg II Jana Vojteková FC Basel Frauen Borbála Vincze FC Zürich Frauen August 2026 Abgänge Nat. Name aufnehmender Verein Transferperiode Rebecca Adamczyk 1. FC NürnbergRebecca Adamczyk wechselt nach Nürnberg, 30. März 2026 Sommerpause 2026 Sarah-Lisa Dübel SK Sturm GrazSarah-Lisa Dübel komplettiert das Torfrauenteam, 8. Juli 2026 Leela Egli 1. FC Union BerlinLeela Egli wechselt zu Union Berlin, 2. Juli 2026 Svenja Fölmli TSG 1899 HoffenheimSvenja Fölmli wechselt zur TSG Hoffenheim, 8. Mai 2026 Ally Gudorf KarriereendeAlly Gudorf beendet ihre Karriere, 4. Mai 2026 Sophie Nachtigall 1. FC KölnAus Freiburg zum Effzeh: Nachtigall wird Kölnerin, Kicker, 16. Juni 2026 Greta Stegemann VfB StuttgartGreta Stegemann verlässt den Sport-Club, 15. April 2026

Ehemalige Spielerinnen (Auswahl)

Trainer Zeitraum Name 1. Juli 1999 – 30. Juni 2003 Michael Bellert 1. Juli 2003 – 30. Juni 2005 Thomas Reger 1. Juli 2005 – 31. Oktober 2007 Dietmar Sehrig 1. November 2007 – 31. Dezember 2007 Thomas Schweizer 1. Januar 2008 – 5. September 2008 Alexander Fischinger 6. September 2008 – 21. September 2008 Michael Haas 22. September 2008 – 17. November 2009 Günter Rommel 18. November 2009 – 30. Juni 2010 Edgar Beck 1. Juli 2010 – 30. Juni 2013 Milorad Pilipović 1. Juli 2013 – 30. Juni 2015 Dietmar Sehrig 1. Juli 2015 – 30. Juni 2019 Jens Scheuer 1. Juli 2019 – 30. Juni 2022 Daniel Kraus 1. Juli 2022 – 30. Juni 2025 Theresa Merk Juli 2024 – Dezember 2024 Nico Schneck (interim)Nico Schneck vertritt Theresa Merk, scfreiburg.com, 23. April 2024 1. Juli 2025 – 26. Juni 2026 Edmond Kapllani 26. Juni 2026 – Marco Konrad

Statistik und Erfolge Rekordspielerinnen Hasret Kayikçi ist mit 195 Einsätzen Bundesligarekordspielerin des SC Freiburg und mit 61 Toren zugleich Bundesligarekordtorschützin des Vereins. Zuvor waren in dieser Reihenfolge Alexandra Kury, Kerstin Boschert und Juliane Maier Bundesligarekordspielerinnen. Bundesligarekordtorschützinnen waren zuvor Katja Bornschein (zeitweise gemeinsam mit Melanie Behringer) und Juliane Maier.

Die Ermittlung der Gesamtzahl der Pflichtspieleinsätze und -tore ist aufgrund von Lücken in der historischen Datenlage des Frauenfußballs, insbesondere bei Spielen im DFB-Pokal und in der zweiten Liga, teilweise nur annäherungsweise möglich. Alexandra Kury und Alexandra Schwald absolvierten nach eigenen Angaben in ihrer jeweils 16-jährigen Karriere rund 350 Pflichtspiele und sind damit für den Zeitraum seit 1991 die Rekordspielerinnen des Vereins.

Eine Sonderstellung nimmt Ute Willaredt ein, die dem Verein von 1975 bis 1993 angehörte, davon allerdings sechs Jahre unter dem Dach von SpVgg Wiehre. Da ihre vollständigen Karrierestatistiken nicht bekannt sind, ist es möglich, dass sie im Zeitraum seit 1975 die Rekordspielerin des Vereins ist.

Nach der derzeit rekonstruierbaren Datenlage sind für den Zeitraum seit 1991 bei folgenden Spielerinnen mehr als 200 Pflichtspieleinsätze belegt: Juliane Maier (ca. 240), Hasret Kayikçi (225), Kerstin Boschert (ca. 220), Anja Hegenauer (ca. 215) und Lisa Karl (215, Stand: 6. September 2026, aktiv).

Eine verlässliche Rangliste der Pflichtspieltorschützinnen ist wegen der unvollständigen Datenlage nicht möglich. Hasret Kayikçi wird mit 80 Pflichtspieltoren geführt; ob dies im Zeitraum seit 1991 der Vereinsrekord ist, ist nicht bekannt.

Freiburgs Spielerinnen mit den meisten Einsätzen im DFB-Pokal sind Hasret Kayikçi, Juliane Maier und Anja Hegenauer (je 30).

Ligaplatzierungen