Schweinbach (fränkisch: Säubach) ist ein Gemeindeteil von Pommersfelden im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Schweinbach liegt in der Gemarkung Sambach.
Geografie Durch das Dorf fließt der Rannengraben, ein rechter Zufluss der Reichen Ebrach. Südlich des Ortes speist er die Schweinbacher Teiche. Im Osten grenzt das Waldgebiet Ottental an. Dort befindet sich der Kratzberg (). Ansonsten ist der Ort unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Etwa einen Kilometer westlich liegt das Waldgebiet Weich, etwa einen Kilometer südlich befinden sich die Waldgebiete Gewächtelholz, Sechsmorgenschlag und Lindig.
Die Kreisstraße BA 24/ERH 17 verläuft nach Wind (1,7 km nordwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2254 bei Zentbechhofen (1,7 km südöstlich). Die Kreisstraße BA 55/ERH 16 verläuft nach Aisch (5,5 km südlich).
Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1109 als „Sûinaha“. 1296 hatte das Bamberger Stift St. Theodor Besitz in Schweinbach erworben. 1363 erwarben die Truchseß von Pommersfelden dort ein Gut und die Vogtei. 1545 besaßen sie einen großen Hof und drei Güter. 1733 war das Kloster Fulda Lehnsherr von Schweinbacher Gütern. Belehnt wurden damit die Herren von Schönborn.
Bei Schweinbach gab es eine Burg der Ministerialen von Cratz. Im Lehenbuch des Stifts St. Theodor, das zwischen 1556 und 1576 entstanden ist, wurde die Burg noch erwähnt. Nach deren Zerstörung verlegten sie ihren Sitz nach Sambach.G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 120.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schweinbach aus 16 Anwesen und einem Gemeindehaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Bechhofen aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Schlüsselau. Grundherren waren das Hochstift Bamberg (Kastenamt Bechhofen (Theodorische Verwaltung): 4 Höfe, 1 Tropfhaus; Kastenamt Schlüsselau: 2 Hufen, 1 Gut, 1 Gütlein; Domkapitel Bamberg: 1 Hof), die Schönborn’sche Herrschaft Pommersfelden (3 Sölde).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 83. 1802 gab es im Ort 17 Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 260. 1804 gingen die Schönborn’schen Güter an die Grafen von Nassau über.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schweinbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sambach und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Sambach zugewiesen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden drei Anwesen dem Patrimonialgericht Pommersfelden (bis 1848).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 134.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schweinbach am 1. Mai 1978 in Pommersfelden eingegliedert.
Baudenkmäler mini|hochkant|Kruzifix In Schweinbach gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 25: Katholische Kapelle Sankt Valentin Haus Nr. 28: Bauernhaus Kruzifix
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2018 2021 Einwohner 121 108 116 115 117 119 163 109 106 112 158 145 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden sie als Wohngebäude bezeichnet. 22 22 21 23 23 26 Quelle auf der Website pommersfelden.de
Religion Schweinbach ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Schnaid) gepfarrt, jetzt gehört er zur neu gebildeten Pfarrei St. Leonhard (Zentbechhofen). Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Maria und Johannes (Pommersfelden) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Pommersfelden) Kategorie:Ersterwähnung 1109