mini|400px|Reichskreiseinteilung am Anfang des 16. Jahrhunderts. Die kreisfreien Territorien sind weiß dargestellt.

Neben den zu Reichskreisen zusammengefassten übergeordneten, territorialen Einheiten bestand im Heiligen Römischen Reich eine Vielzahl von nicht eingekreisten Territorien und Ständen. Diese waren:

Die Territorien in Reichsitalien

25px Herzogtum Mantua 25px Herzogtum Mailand 25px Herzogtum Modena und Reggio 25px Markgrafschaft Montferrat 25px Herzogtum Parma 25px Großherzogtum Toskana

Die Länder der Böhmischen Krone mini|400px|Die Länder der Böhmischen Krone

25px Königreich Böhmen 25px Markgrafschaft Mähren (zu Böhmen) 25px Markgrafschaft Oberlausitz (bis 1635 unmittelbares Nebenland der böhmischen Krone, seit dem Prager Frieden (1635) als Lehen an das Kurhaus Sachsen) 25px Markgrafschaft Niederlausitz (bis 1635 unmittelbares Nebenland der böhmischen Krone, seit dem Prager Frieden als Lehen an das Kurhaus Sachsen) 25px Herzogtum Schlesien (ab 1742 größtenteils preußisch) 25px Grafschaft Glatz (bis 1742 Teil Böhmens, ab 1742 preußisch)

Die Territorien der Alten Eidgenossenschaft

Bereits 1521, bei Einrichtung der Kreiseinteilung, hatten sich die 13 Orte der Eidgenossen aus den Strukturen des Reichs weitgehend gelöst. 1648 wurde die Alte Eidgenossenschaft im Westfälischen Frieden auch formell unabhängig vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

Dreizehn Souveräne Orte bzw. Kantone Die Reihenfolge entspricht der traditionellen Zählung. In Klammer die Jahreszahl des Beitritts zur Eidgenossenschaft: mini|400px|Die Dreizehn Alten Orte und das direkt von ihnen beherrschte Gebiet im 18. Jahrhundert

25px Stadt Zürich (1351) 25px Stadt Bern (1353) 25px Stadt Luzern (1332) 25px Land Uri (1291) 25px Land Schwyz (1291) 25px Land Unterwalden (Ob- und Nidwalden) (1291) 25px Land Glarus (1352/1386) 25px Stadt und Land Zug (1352) 25px Stadt Freiburg (1481), seit 1454 Zugewandter Ort 25px Stadt Solothurn (1481), seit 1353 Zugewandter Ort 25px Stadt Basel (1501) 25px Stadt Schaffhausen (1501), seit 1454 Zugewandter Ort 25px Land Appenzell (1513), seit 1411 Zugewandter Ort

Zugewandte Orte (Verbündete) Hinter der Jahreszahl des Bündnisses die bündnisschliessenden eidgenössischen Orte: mini|400px|Die Zugewandten Orte der Alten Eidgenossenschaft im 18. Jahrhundert

25px Fürstabtei St. Gallen (1451); Zürich, Luzern, Glarus und Schwyz 25px Stadt Biel (1353); Bern, Freiburg, Solothurn, nominell unter der Oberhoheit des Hochstifts Basel 25px Stadt St. Gallen (1454); Zürich, Bern, Luzern, Schwyz, Zug, Glarus 25px Republik Wallis (1416/1417); Luzern, Uri, Unterwalden; 1475 Bern; 1529 Schwyz, Zug, Freiburg; 1533 Solothurn 25px Stadt Mülhausen (1515/1586); XII Orte; 1586 nur noch Zürich, Bern, Glarus, Schaffhausen, Basel 25px Stadt Genf (1519/36); Bern, Freiburg; 1558 nur noch Bern; 1584 Zürich, Bern 25px Fürstentum/Grafschaft Neuenburg (1406/1529); Bern, Solothurn; 1495 Freiburg; 1501 Luzern 25px Talschaft Ursern (1317–1410); Uri; 1410 zu Uri 25px Weggis (1332–1380); Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern; 1480 zu Luzern 25px Stadt Murten (1353–1475); Bern; 1475 Gemeine Herrschaft 25px Stadt Payerne (1353–1536); Bern; 1536 zu Bern 25px Talschaften Saanen und Château-d’Oex (1403–1555) (Hochgreyerz, Teil der Grafschaft Greyerz); Bern; 1555 zu Bern 25px Bellenz (1407–1419); Uri, Obwalden; 1419–22 Gemeine Herrschaft 25px Grafschaft Sargans (1437–1483); Schwyz, Glarus; 1483 Gemeine Herrschaft 25px Freiherrschaft Sax-Forstegg (1458–1615); Zürich; 1615 zu Zürich 25px Stadt Stein am Rhein (1459–1484) Zürich, Schaffhausen; 1484 zu Zürich 25px Grafschaft Greyerz (Niedergreyerz) (1475–1555); 1555 zu Freiburg 25px Grafschaft Werdenberg (1493–1517); Luzern; 1517 zu Glarus 25px Stadt Rottweil (1519–1689); XIII Orte; nach 1632 nur noch Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Solothurn, Freiburg – hatte jedoch als Reichsstadt und Sitz des kaiserlichen Hofgerichts Sitz und Stimme im Schwäbischen Reichskreis 25px Hochstift Basel (1579–1735); Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Solothurn, Freiburg 25px 25px 25px Freistaat der Drei Bünde (1497/1499); Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus; 1600 Wallis; 1602 Bern; nach 1618 eigentlich nur noch Bern und Zürich. Die drei Teilstaaten waren: 25px Gotteshausbund 25px Oberer oder Grauer Bund 25px Zehngerichtebund

Gemeine Herrschaften (Kondominate) Neben der Jahreszahl der Erwerbung der Herrschaft stehen die regierenden Orte: mini|400px|Karte der Gemeinen Herrschaften in der Alten Eidgenossenschaft im 18. Jahrhundert

25px Freie Ämter (1415); VII Orte (ohne Bern), nach 1712 Oberes Freiamt: VIII Orte, Unteres Freiamt: Zürich, Bern, Glarus 25px Grafschaft Baden (1415); VII Orte (ohne Uri), nach 1443–1712 VIII Orte, danach nur Zürich, Bern, Glarus 25px Grafschaft Sargans (1460/1483); VII Orte (ohne Bern), nach 1712 VIII Orte 25px Landgrafschaft Thurgau (1460); VII Orte (ohne Bern), nach 1712 VIII Orte 25px Herrschaft Rheintal (1490); VIII Orte (ohne Bern mit Appenzell), nach 1712 VIII Orte und Appenzell 25px Bollenz (Blenio) (1477–1480, 1495) 25px Reffier (Riviera) (1403–1422, 1495) 25px Bellenz (Bellinzona) (1500) 25px Maiental (Val Maggia) (1512) 25px Lauis (Lugano) (1512) 25px Luggarus (Locarno) (1512) 25px Mendris (Mendrisio) (1512) 25px Herrschaft Grasburg/Schwarzenburg (1423) 25px Murten (1475) 25px Grandson (1475); Bern, Freiburg 25px Orbe und Echallens (1475); Bern, Freiburg 25px Grafschaft Uznach (1437) 25px Herrschaft Windegg/Gaster (1438) 25px Herrschaft Hohensax/Gams (1497) 25px Hurden (1712) 25px Herrschaft Tessenberg/Montagne de Diesse (1388) 25px Val Travaglia (1512–1515) 25px Val Cuvia (1512–1515) 25px Eschental (1512–1515)

Schirmherrschaften (Protektorate) Neben der Jahreszahl der Einrichtung des Protektorats sind die Schirmorte (Protektoren) angegeben:

25px Dorf Gersau (1332); Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden 25px Abtei Einsiedeln (1357); Schwyz 25px Abtei Bellelay (1414); Bern, Biel, Solothurn. Steht unter der Hoheit des Hochstifts Basel 25px Fürstabtei Engelberg (1425); Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden 25px Fürstabtei St. Gallen (1451); Zürich, Luzern, Schwyz, Glarus. Gleichzeitig ist die Fürstabtei Zugewandter Ort 25px Herrschaft Rapperswil (1458); bis 1712: Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus, ab 1712 Zürich, Bern, Glarus 25px Grafschaft Toggenburg (1436); bis 1718: Schwyz, Glarus, dann Zürich, Bern. Gleichzeitig ist das Toggenburg Untertanengebiet der Fürstabtei St. Gallen 25px Abtei Pfäfers (1460–1483); Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Glarus; 1483 zur Grafschaft Sargans 25px Propstei Moutier-Grandval (1486); Bern. Steht unter der Hoheit des Hochstifts Basel und gilt bis 1797 als Reichsgebiet 25px Stadt Neuenstadt/La Neuveville (1388); Bern. Steht unter der Hoheit des Hochstifts Basel 25px Erguel (1335); Biel (Militärhoheit). Steht unter der Hoheit des Hochstifts Basel

Einzelörtische Untertanen von Länderorten und Zugewandten 25px Livinen (Leventina) (1403, 1439) 25px Ursern (1440) 25px Küssnacht (1402) 25px Fürstabtei Einsiedeln (1397/1424) 25px March (1405/1436) 25px Höfe (1440) 25px Werdenberg (1485/1517); 1485 zu Luzern; 1517 zu Glarus 25px St-Maurice (1475/1477); VII Zenden 25px Monthey (1536); VII Zenden 25px Lötschental (15. Jh.); V obere Zenden 25px Evian (1536–1569); VII Zenden 25px Worms (Bormio) (1512) 25px Cleven (Chiavenna) (1512) 25px Maienfeld (Bündner Herrschaft) (1509–1790); gleichzeitig Mitglied im Zehngerichtebund 25px Drei Pleven (1512–1526) mit den folgenden drei Gemeinden und mit 21 zugehörigen Dörfern: 25px Dongo 25px Sorico 25px Gravedona 25px Veltlin (Valtellina) (1512) mit den Gemeinden: 25px Livigno 25px Morbegno 25px Sondrio 25px Teglio 25px Tirano

Die folgenden weiteren Territorien 25px Herrschaft Asch 25px Reichsstift Burtscheid 25px Reichskarthause Buxheim 25px Propstei Cappenberg 25px Herrschaft Dreis 25px Reichsherrschaft Dyck 25px Frauenstift Elten 25px Grafschaft Fagnolle (Herrschaft, seit 1770 Grafschaft, 1787/1788 zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis) 26px Herrschaft Franckenstein 25px Herrschaft Freudenburg 25px Land Hadeln 30x30px Reichsherrschaft Homburg 25px Herrschaft Jever (als Lehen Brabants, bis 1588, zuvor und später kreisfrei) 25px Herrschaft Kniphausen 25px Reichsherrschaft Landskron 25px Herrschaft Lebach 25px Reichsherrschaft Mechernich 25px Grafschaft Mömpelgard 25px Herrschaft Oberstein 25px Reichsstift Ottobeuren 25px Herrschaft Pyrmont 25px Herrschaft Rhade 25px Herrschaft Rheda 25px Herrschaft Richold (Herrschaft Rijckholt) 25px Herrschaft Saffenburg 25px Reichsherrschaft Schauen 25px Herrschaft Schaumburg 25px Herrschaft Schmalkalden 25px Herrschaft Schönau 25px Abtei Schönthal 25px Herrschaft Schwarzenholz 25px Herrschaft Stein (Rheingrafschaft Stein) 25px Herrschaft Wasserburg 25px Herrschaft Wildenberg 25px Herrschaft Wylre (Herrschaft Wijlre) 25px Bauernrepublik Dithmarschen (bis zur Inkorporation durch Holstein 1559) 25px Herrlichkeit Hoerstgen nebst 25px Rittersitz Frohnenburg 25px reichslehenbare Herrschaft Waldeck mit 25px Miesbach 25px Wallenburg (ursprünglich Waldenberg) 25px Freiherrschaft Haldenstein (1424 bis 1803) 25px Herrschaft Nalbacher Tal (auch Hochgericht Nalbacher Tal) mit den Orten 25px Nalbach 25px Piesbach 25px Bettstadt 25px Bilsdorf 25px Körprich 25px Diefflen 25px Kirchspiel Winden (unmittelbares Gebiet der Prämonstratenser-Abtei Arnstein) mit den Dörfern bzw. Wüstungen 25px Winden 25px Weinähr 25px Schirpingen 25px Eschenau 25px Kodingen (oder auch Ködingen genannt) 25px Hohental 25px Dies (arnsteinischer Teil) 25px und die Burg Langenau 25px Ingelheimer Grund (bis zum 14. Jahrhundert Ingelheimer Reich) mit den damaligen Orten und Gemarkungen von 25px Nieder-Ingelheim mit dem 25px Weiler Sporkenheim 25px Ober-Ingelheim 25px Frei-Weinheim (heute zu Ingelheim) 25px Großwinternheim (heute zu Ingelheim) 25px Bubenheim 25px Elsheim (heute: Stadecken-Elsheim) 25px Sauer-Schwabenheim (Schwabenheim an der Selz) 25px Wackernheim 25px Daxweiler 25px Die Freien auf Leutkircher Heide (Amt Gebrazhofen) (Freie Bauern auf dem Gebiet folgender heutiger Ortsteile der Stadt Leutkirch im Allgäu)Catherine De Kegel-Schorer: (PDF) ISBN 978-3-928471-50-3, 384 S.Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der Deutschen Länder. C. H. Beck, 2007, ISBN 978-3-406-54986-1, S. 373 (). 25px Reichenhofen (diese behielten ihre Rechte bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches) 25px Wuchzenhofen (diese behielten ihre Rechte bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches) 25px Gebrazhofen (diese behielten ihre Rechte bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches) 25px Tautenhofen 25px Herlazhofen (diese behielten ihre Rechte bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches) mit folgenden Wohnplätzen: 25px Heggelbach 25px Weipoldshofen

Das Reichsland (Reichsgut) 25px Herrschaft Vogtsberg (Herrschaft Voigtsberg) 25px Das reichslehenbare Gut Streit 25px Reichswald Schönbuch 25px Hasli im Wyssland, ab 1345 zu Bern 25px Nürnberger Reichswald 25px Klever Reichswald 25px Reichswald (Pfalz) 25px Kaufunger Wald 25px (und weitere)

Die Reichsdörfer Im 14. Jahrhundert gab es mehr als 100 Reichsdörfer, deren Zahl nach und nach durch Verpfändung, Schenkung und Unterwerfung abnahm. mini|400px|Lage der Reichsdörfer auf einer Karte des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1618

Die folgenden Reichsdörfer im Elsass 25px Batzendorf 25px Bernolsheim 25px Berstheim 25px Bilwisheim 25px Bitschhoffen 25px Bossendorf 25px Dangolsheim 25px Eschbach 25px Ettendorf 25px Forstheim 25px Grassendorf 25px Gunstett 25px Hegeney 25px Hochstett 25px Huttendorf 25px Kindwiller 25px Kriegsheim 25px Kuttolsheim 25px Lixhausen 25px Minversheim 25px Mittelschäffolsheim 25px Mommenheim 25px Morschwiller 25px Mutzenhausen 25px Niederschäffolsheim 25px Ohlungen