Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 1964 fand am 26. April statt. Die CDU konnte große Zugewinne verzeichnen und verfehlte um zwei Sitze die absolute Mehrheit. Die GDP konnte nicht an die Erfolge ihrer Vorgängerpartei GB/BHE anknüpfen und verfehlte den (Wieder-)Einzug in den Landtag deutlich. Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger ging darauf eine Koalition aus CDU und FDP/DVP ein. Alleinige Oppositionspartei blieb die SPD.

Ausgangslage Ausgangslage war eine von Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger geführte Koalition aus CDU, FDP/DVP und GDP (GB/BHE). Als Oppositionspartei im Landtag fungierte allein die SPD.

Ergebnis

+ Ergebnis der Landtagswahl vom 26. April 1964 Partei Stimmen Anteil Sitze Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-mandate Sitze 1960 CDU 1.671.674 46,18 % 59 70 44 52 SPD 1.350.314 37,30 % 47 70 25 44 FDP/DVP 472.492 13,05 % 14 70 1 18 GDP 65.759 1,82 % 70 7 (GB/BHE) DFU 49.191 1,36 % 69 DG 10.322 0,29 % 44 Einzelbewerber 149 0,00 % 1 gültige Stimmen   3.619.901   100,00 % 97,68 % 120   394   70   121   ungültige Stimmen 85.890 2,32 % Wähler Wahlbeteiligung 3.705.791   100,00 %   67,74 % Nichtwähler 1.765.211 32,26 % Wahlberechtigte 5.471.002 100,00 %

+Ergebnisse nach RegierungsbezirkenStatistisches Landesamt: Endgültige Ergebnisse der Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg am 26. April 1964 (PDF; 6,7 MB)NordwürttembergNordbadenSüdbadenSüdwürttemberg-Hohenzollern Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Wahlberechtigte2.162.8251.216.8621.118.706972.609 Wähler1.507.14069,7799.47465,7719.47964,3679.69869,9Gültige Stimmen1.480.39798,2776.52997,1695.85596,7667.12098,1CDU582.71539,4271019363.11546,816913361.00051,9141314364.84454,7131213SPD591.23239,9271619314.52040,516712241.32134,71419203.24130,51317FDP/DVP245.55216,6271867.4808,716275.26810,814284.19212,6132GDP34.9262,42715.5622,0167.5541,1147.7171,213DFU22.5281,52611.9971,5168.8991,3145.7670,913DG3.2950,2143.8550,5161.8130,381.3590,26Einzelbewerber1490,01 — — —

Folgen Kurt Georg Kiesinger setzte die Koalition mit der FDP ohne die aus dem Landtag ausgeschiedene GDP fort. Die SPD verblieb in der Opposition. Nach seiner Wahl zum Bundeskanzler folgte ihm Ende 1966 Hans Filbinger als Ministerpräsident nach und bildete entsprechend zum Geschehen auf Bundesebene eine Große Koalition.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Landtags von Baden-Württemberg (4. Wahlperiode) Kabinett Kiesinger III Kabinett Filbinger I

Einzelnachweise

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