Als Belagerung von Autun wird ein Gefecht zwischen Römern und Alamannen im Jahre 356 bezeichnet.
Vorgeschichte Der römische Feldherr Julian war im Winter 355 aus Italien nach Norden gereist und lagerte mit seinem Heer in der Gegend um Vienna, heute Vienne. Aufgrund der schlechten klimatischen Bedingungen und des harten Winters beschloss er, mit seinem Feldzug gegen die Alamannen bis zum Sommer zu warten.
Eine Armee der Alamannen nutzte dieses Zögern aus und griff die nicht weit entfernte römische Stadt Augustodunum an. Die Stadtmauer war in schlechtem Zustand und viele der Mauerabschnitte waren schon verfallen, was es der Garnison sehr schwer machte, die anstürmenden Germanen auf Dauer zurückzudrängen. Sie schickten daher Boten zu Julian.
Verlauf Als Julian die Nachricht von der Belagerung erhielt, war er überrascht, da er nicht mit einem Angriff so weit südlich der Siedlungsplätze der Germanen gerechnet hatte. Er kam mit seiner Armee am 21. Juni 356 in Autun an. Dort besiegte er das alamannische Heer, das aufgrund der römischen Übermacht die Belagerung aufgab.
Folgen Dieser Vorfall ließ Julian in seiner Kriegsführung vorsichtiger werden. In den Folgejahren führte er einen Kriegszug gegen die Alamannen.
Literatur Julius Ferdinand Alphons Mücke: Flavius Claudius Julianus. 1867, Seite 12 f.
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