Der Avenbach – [], im Dialekt [], das V ist also stimmlos zu sprechen – ist ein Bach im nordöstlichen Baden-Württemberg von 4,5 km Länge, der bei Bühlertann-Kottspiel von rechts in die Bühler mündet. Sein bedeutenderer linker Oberlauf ist der Sauerbach.

Geographie Quelle und Verlauf Der Avenbach entsteht unter dem Oberlaufnamen Sauerbach ungefähr 0,8 km südöstlich der Ortsmitte des Weilers Bühlertann-Fronrot. Hier fließt er auf etwa aus dem Auslauf einer Drainageröhre des zwischen der L 1060 und dem Spitalwald liegenden Wiesengewannes Bühl, das Teil der Hochfläche der Ellwanger Berge östlich von Fronrot ist.LUBW-FG10 und TK25 lassen ihn erst etwa 100 m weiter talab in der beginnenden Talmulde entstehen. Auf der kleinmaßstäblichen ist jedoch zu erkennen, dass der Sauerbach-Lauf noch östlich der Trasse des von Norden her den Spitalwald erschließenden Feldweges in einem Grundstück beginnt. Die ersten etwa 400 m seines Laufes zieht er nach Westen und tieft sich dabei schnell ein.

Dann erreicht er die Flurgrenze zu einem breiteren Wiesental südlich von Fronrot und fließt von hier an in Richtung Südwesten. Dabei läuft er zunächst auf dem linken Hangfuß zum Sauerberg deutlich über der Taltiefenlinie, zwischen dem Waldrand links und rechts einem Damm gegen sein Tal zu. Unmittelbar nachdem er so in etwa 50 Metern Abstand die eingezäunten drei Teiche der Fronroter Oxidationskläranlage in der Muldenmitte passiert hat, wird er steil in sein natürliches Bett zurückgeführt, auf diesem Gefällestück und auch schon etwas oberhalb hat er sich mehrere Meter tief ins Gelände eingegraben und dabei Baumwurzeln freigespült. Auf dem nächsten Viertelkilometer folgt dem linken Ufer in wenigen Schritten Abstand weiter dicht der Hangwaldrand, der hier Gemeindegrenze zwischen Bühlertann und Bühlerzell ist.

Nach über einem Kilometer ab der Quelle nimmt er von links seinen ersten größeren Zufluss auf, den Sauerbergbach, der etwa in der Mitte des namengebenden Bergwaldes entsteht. Danach wendet sich der vereinte Bach nach Westen auf Bühlerzeller Gebiet und läuft zwischen Ufergehölz mäandrierend durch ein Wiesental, zwischen dem Bühlerzell-Holensteiner Ulrichsberg im Süden, dessen steile Partien am oberen Hang heute meist der Weide dienende Fallobstwiesen und Grünland bedecken, und dem bewaldeten Tollberg im Norden.

Nach etwa 2,5 km, eben wieder auf Bühlertanner Gemeindegebiet gewechselt, fließt ihm von rechts aus einer kleinen Klinge zwischen dem Tollberg und der dahinterliegenden großen Hochebene des Schloßbaus der Tollberggraben zu, in einer feuchten Niederung etwa 300 m südwestlich von Bühlertann-Blashof, wonach er nurmehr Avenbach heißt. Darauf teilt er sich in zwei Äste, der rechte, der sich nach Südwesten wendet, fließt dabei gleich in einen 0,9 ha großen See östlich des Kirchbühls ein,Derzeit (April 2011) abgelassen. der linke Hauptast südwärts am Seerand vorbei zur Vereinigung mit dem aus Richtung Holenstein von links nahenden Braunen Bach, dem längsten der Avenbach-Zuflüsse. Im Mündungswinkel liegt ein weiterer, kleinerer See, unterhalb dreht dieser linke Zweig nach Westen. An der Avenmühle vereint er sich etwas über drei Kilometer unterhalb des Ursprungs wieder mit dem rechten.

Dann überquert ihn die Dorfverbindungsstraße von Bühlertann-Halden in Richtung Holenstein. Der restliche Bachlauf führt mäandrierend zwischen Ufergehölzen nach Westsüdwesten. Rechts von ihm liegt hier der lange Hang des Laberichs, anfangs liegt in dessen unterem Teil eine große Ackerfläche, dann folgen vor allem Wiesen, die zum Teil durch Hecken und Buschwerk getrennt sind. Oben geht dieser Hang über in eine mittlere Geländestufe um den Bühlertanner Heuhof herum, die beackert wird. Noch weiter zurückgesetzt erhebt sich über Bühlertann-Halden der lange Sporn, auf dem die Tannenburg steht.

Auf der linken Talseite ist am Unterlauf der Hang flacher und die erste Geländestufe niedriger, auch sie wird stark ackerbaulich genutzt. Von dieser Seite her naht hier noch aus seiner eponymen Waldklinge zwischen den hinter den Äckern sich erhebenden Waldbergen von Anzenberg und Eichberg der linke Zufluss Sperberklingenbach, der etwa 3,7 km unterhalb der Avenbach-Quelle mündet. Schließlich erreicht der Avenbach die östliche Ortsgrenze des Bühlertanner Weilers Kottspiel, unterquert die Bühlertalstraße L 1072 und läuft dann an deren Südrand bis zur Brücke im Weiler, wo er nach 4,5 km auf etwa von rechts in die Bühler mündet.

Einzugsgebiet Der Avenbach hat ein Einzugsgebiet von 8,4 km² Größe, das naturräumlich gesehen im Unterraum Ellwanger Berge der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge liegt. Es erstreckt sich von seinem mit höchsten Punkt auf dem bewaldeten Sauerberg an der K 2628 nach Kammerstatt bis zur Mündung etwa 4,3 km weit nach Westen, quer dazu hat es eine Breite von bis zu 2,5 km.

Seine Nordgrenze zieht sich von der Tannenburg (Bühlertann) an der Nordwestecke auf dem Tannenberg genannten Westsporn der Ellwanger Berge über dem Bühlertal ostwärts durch die lange Spornhochfläche des Schlossbaus und durch den größtenteils innerhalb liegenden Weiler Fronrot bis zu einem Waldeck am Zimmerbühl östlich des Bühlertanner Ortes, bis zu dem der Dammbach den jenseitigen Spornabfall ebenfalls westwärts und etwas weiter abwärts zur Bühler entwässert, während östlich des Weilers auf der weiten Hochfläch dann außerhalb der Forellenbach in Gegenrichtung zum Kocher-Zufluss Blinde Rot läuft.

Im Zimmerbühl knickt die Grenze ab und folgt recht getreu der K 2628 erst südlich und dann westlich bis nach Kammerstatt. Hier sind rechte Zuflüsse zur Blinden Rot vom Höllholzbach bis hinunter zum Dollesbach die jenseitigen Konkurrenten. Von Kammerstatt aus zieht die weitere Südgrenze, nun der K 2627 folgend, bis zum Waldrand und dann in gerader Fortsetzung auf einem dort beginnenden Waldweg am Bühlerzeller Gehöft Eichberg vorbei bis auf den zentralen Eichberg. Auf diesem Abschnitt konkurrieren nacheinander jenseits die Bühler-Bäche Gruppenbach, Pfaffenbach und Dietenbach.

Danach zieht die Grenze des Avenbach-Einzugsgebietes nordwestlich über den Kamm des Sefflensrains und durch die Kottspieler Taubenäcker bis zur Mündung in die Bühler an der dortigen Brücke; auf diesem Stück konkurrieren jenseits keine bedeutenden Wasserläufe zur Bühler. Von Kottspiel aus besteigt die Wasserscheide über den Weinberg beim Bühlertanner Weiler Heuhof eine erste Geländestufe, biegt dann südöstlich um die Talbucht des Bühlerzuflusses Elsäßerbach herum, durchquert anschließend nördlich den Weiler Halden und erreicht in steilem Anstieg wieder die Tannenburg auf dem vorderen Tannenberg.

Der größere Teil des Einzugsgebietes liegt auf Bühlertanner Gemarkung, der kleinere auf der von Bühlerzell. Von Bühlertann liegen die Weiler Fronrot (der größere Südteil), Halden (Ostteil), Blashof (ganz) und Kottspiel (ein kleiner Ostsektor) im Einzugsgebiet sowie die Gehöfte und Einzelhäuser Kreidelhaus und Avenmühle. Die einzigen Bühlerzeller Siedlungsplätze darin sind die Weiler Holenstein (ganz) und Kammerstatt (mit dem kleineren Nordteil). Unmittelbar am Lauf des Avenbaches liegen nur die Avenmühle am Unterlauf und Kottspiel an der Mündung, der Oberlauf Sauerbach ist ganz unbesiedelt.

Zuflüsse und Seen miniatur|rechts|Der Sauerbach am eigenen Talhang zum Sauerberg über den Klärteichen in der Talmitte miniatur|rechts|Mündung des Sauerbergbachs (von rechts) in den Sauerbach miniatur|rechts|Die Reutebachklinge an ihrer tiefsten Stelle miniatur|rechts|Der Hügel des Burgstalls Holenstein ist ein niedriger Mündungssporn im Reutebachtal vom Frühmeßholz her miniatur|rechts|Wiesenabschnitt des Sperberklingenbachs vor seiner Mündung, Lauf von rechts unten nach der hinteren Bildmitte, hinten von rechts nach links die Avenbach-Galerie.

Hierarchische Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Zusammenfluss des Avenbachs aus seinen Quellbächen auf etwa etwa 0,4 km südöstlich des Weilers Blashof von Bühlertann. Gegenüber dem hier eben aus dem Gemeindegebiet von Bühlerzell zugeflossenen linken Oberlauf Sauerbach ist der rechte Tollberggraben nach augenscheinlicher Wasserführung, Länge und Einzugsgebiet übereinstimmend der unbedeutendere Oberlauf.Der Avenbach fließt von hier an etwa südwestlich.

Sauerbach, linker und ostnordöstlicher Hauptstrang-Oberlauf, 2,3 km und ca. 2,6 km². Entsteht auf etwa ca. 0,8 km südöstlich von Bühlertann-Fronrot im Nordrand des Gewanns Spitalwald des Sauerbergwaldes zur Wiesenflur bei einem eintretenden Feldweg und etwa unter einer Hochspannungstrasse.Der Sauerbach fließt anfangs westlich und dann vor und neben den Klärteichen in einem gegrabenen Lauf am linken Hang südwestlich. 10px Passiert ca. 0,4 km südlich von Fronrot die drei in der Talmitte auf um liegenden Klärteiche der Oxidationskläranlage der Weilers, zusammen 0,3 ha. (Feldweggraben), von rechts auf etwa und rechts am Klärwerk vorbei unmittelbar danach, ca. 0,4 km und ca. 0,4 km². Entsteht auf etwa am Fuß neben der Talsteige des Wegs zur Kläranlage, dem er folgt.Nach diesem Zufluss tritt der Sauerbach ins Gemeindegebiet von Bühlerzell ein und fließt ab nun natürlich und in der Talmitte zunächst südwestlich. Sauerbergbach, von links und Osten auf etwa an der Westspitze des Sauerbergwaldes, 1,3 km und ca. 0,9 km². Entsteht auf etwa im Sauerbergwald in einer Lehm­klinge neben dem ausgebauten Waldweg von der K 2628 zu seiner Mündung.Nach Länge wie Einzugsgebiet dem Sauerberg bis hierher (1,2 km und ca. 1,1 km²) vergleichbar.Von diesem Zufluss an zieht der Sauerbach in Wiesenmäandern westwärts. 10px Passiert am Unterlauf vier Teiche am Waldrand zum linken Wiesenhang Hochmahd auf etwa , zusammen ca. 0,2 ha. Tollberggraben, rechter und nordöstlicher Nebenstrang-Oberlauf, 1,1 km und ca. 0,7 km². Entsteht auf etwa am nördlichen Rand des Waldes um den Tollberg nahe der Flurhochebene Schlossbau, bei feuchter Witterung noch etwa 100 m weiter nördlich in einer gehölzbestandenen, sehr flachen Mulde auf dieser Hochebene. (Hanggraben), von rechts und Norden auf etwa bei MÜNDUNGSORT, ca. 0,1 km und unter 0,1 km². Entsteht am Südhang Erbishalde der Hochebene Schlossbau auf etwa ungefähr unterhalb eines Wasserreservoirs. 10px Speist auf etwa drei kleine Fischteiche rechts am und über dem Ufer vor der Unterquerung des Feldwegs Blashof–Fronrot, zusammen 0,2 ha. (Abgang eines Zweigs zur Seespeisung), nach rechts nur etwa zehn Meter nach dem Zusammenfluss zum Avenbach, 0,6 km und ca. 0,6 km².Der Hauptlauf folgt am linken Rand der Aue zunächst dem Rand des Sees. 10px Der linke Zweig durchfließt nach weniger als dreißig Metern auf etwa einen Fischsee östlich-unterhalb des Kirchbühls bei Halden, 0,9 ha. (Wiesengraben), von rechts und Nordwesten an dessen Nordspitze in den See am Kirchbühl, ca, 0,2 km und ca. 0,3 km². Entsteht auf etwa etwa 0,1 km südlich des Blashofs. 10px Der linke Hauptzweig passiert gleich nach dem vom rechten Abzweig durchflossenen einen weiteren See links im Mündungswinkel mit dem folgenden Braunen Bach auf über , 0,5 ha. Brauner Bach, von links und Westsüdwesten auf etwa in den linken Hauptzweig etwa 0,2 km östlich der Avenmühle an der K 2626 Holenstein–Kottspiel, 2,9 km und ca. 2,2 km². Entsteht auf etwa etwa 0,8 km nordöstlich des Bühlerzeller Weilers Kammerstatt am südlichen Flurrand des Waldgewanns Schmierofen. (Waldklingenbach), von links und Süden auf etwa nahe dem Wasserwerk im Wald östlich von Holenstein, für das oberhalb in der Talmulde ein Wasserschutzgebiet eingerichtet ist, ca. 0,1 km und ca. 0,1 km². (Bach aus dem Rappensturz), von rechts und Nordosten auf , ca. 0,3 km und ca. 0,1 km². Entsteht auf etwa am Beginn seiner gehölzbewachsenen Klinge. 10px Speist auf über einen Fischteich rechts am Lauf etwa 0,1 km vor dem ersten Haus Holensteins am Lauf, unter 0,1 ha.