mini|Palais Brühl Festsaal 1876 mini|Im Rahmen des „Führerauftrages Monumentalmalerei“ geschaffenes Fotodokument. 1944. mini|Brühlsches Palais, Deckengemälde im Ballsaal im zweiten Obergeschoss

Das 1742 von Louis de Silvestre für den Premierminister Graf Heinrich von Brühl geschaffene Deckengemälde im Festsaal des Brühlschen Palais in Dresden besteht nicht mehr, da es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.Harald Marx: Die Gemälde des Louis de Silvestre. Staatl. Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden 1975, S. 35f.Abbildung 10: Deckengemälde im Festsaal des Brühlschen Palais in Dresden. 1747. Kriegsverlust. In: Harald Marx: Die Gemälde des Louis de Silvestre. Staatl. Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden 1975.Harald Marx: Louis de Silvestres Deckengemälde für den Festsaal im Brühlschen Palais. In: Dresdener Kunstblätter. Vierteljahresschrift der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Heft 5, 1971, , S. 147–154. Das Gemälde in Öl auf Gipsgrund stellte den Sieg des Bellerophon über die Chimäre dar.

Beschreibung Gustav Otto Müller schildert das Bild so:

Ausführlicher wird der Plafond im Inventar der sächsischen Bau- und Kunstdenkmäler beschrieben:

Otto Eduard Schmidt deutet die im Bild enthaltene Botschaft wie folgt:

Geschichte des Bildes Als im Jahre 1899 das Palais abgebrochen wurde, konnte das Deckenbild dadurch gerettet werden, dass man einzelne Teile sorgfältig abnahm. Es wurde zusammen mit den übrigen Dekorationen in die Aula der 1901/1909 erbauten Kunstgewerbeschule in der Güntzstraße übertragen. Die Details der Rettung des Deckenbildes schildert Paul Schumann im „Dresdner Anzeiger“ vom 24. September 1900.vgl. Paul Schumann, Dresden. Leipzig 1909, S. 286f. (Berühmte Kunststätten, Band 46) Ursprünglich hatte sich das Sächsische Finanzministerium gegen eine Bergung ausgesprochen, da die mit 45.000 Mark berechneten Kosten als zu hoch erschienen. Hofrat Professor Ermenegildo Antonio Donadini (1847–1936) schlug dann eine andere Methode der Bergung vor, die nur 5000 bis 7000 Mark kosten sollte. So konnte „buchstäblich in letzter Minute“,Harald Marx: Der Plafond im Brühlschen Palais in Dresden. In: ders.: Zur dekorativen Malerei des 18. Jahrhunderts in Sachsen. Kunstgeschichtliche Dissertation. Halle/Saale 1971, S. 88. als bereits mit dem Abbruch begonnen wurde, das Bild abgenommen werden. Das „17,77 m lange und 12,92 breite Deckengemälde wurde auf der Bildseite mit Leinwand verklebt und – ohne die Figurengruppen zu berühren – in 51 große Blöcke zersägt, von denen jeder 18 - 24 Zentner wog“.Harald Marx: Der Plafond im Brühlschen Palais in Dresden. In: ders.: Zur dekorativen Malerei des 18. Jahrhunderts in Sachsen. Kunstgeschichtliche Dissertation. Halle/Saale 1971, S. 88. Professor Donadini vollzog dann auch die Wiederherstellung des Deckengemäldes in der Kunstgewerbeschule.

Bei den Luftangriffen auf Dresden wurde das Deckengemälde zusammen mit dem Festsaal am 13./14. Februar 1945 zerstört. Ein Deckfarbenblatt von J. H. Aßmann aus dem Jahre 1876, das im Dresdner Kupferstichkabinett aufbewahrt wird, zeigt eine vollständige – wenn auch perspektivisch stark verzerrte – Wiedergabe des Deckengemäldes.

Vier Fotografien aus dem Institut der Denkmalpflege Dresden zeigen einige Hauptgruppen der Komposition: 1.) Bellerophon im Kampf mit der Chimäre. 2.) Cybele auf ihrem Löwenwagen. 3.) Die Personifikationen des Spiels, der Trunksucht, des Geizes und der Wollust. 4.) Zwei geflügelte Genien mit Fackel und Dolch.

Im Rahmen des sogenannten „Führerauftrages Monumentalmalerei“ erfolgte noch 1944 eine fotografische Dokumentation des kurze Zeit später zerstörten Deckengemäldes.Eintrag im Historischen Farbdiaarchiv zur Wand- und Deckenmalerei

Einzelnachweise

Literatur Harald Marx: Der Plafond im Brühlschen Palais in Dresden. In: ders.: Zur dekorativen Malerei des 18. Jahrhunderts in Sachsen. Kunstgeschichtliche Dissertation. Halle/Saale 1971, S. 87–91.

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