Oberröslau ist ein Wohnplatz der Gemeinde Röslau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Oberröslau liegt in der Gemarkung Oberröslau.

Geographie Das Pfarrdorf Oberröslau liegt nördlich der Eger und bildet mit dem Dörfern Unterröslau im Süden und Ludwigsfeld im Westen den Gemeindeteil Röslau. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Unterröslau zur Staatsstraße 2177 (0,3 km südöstlich) bzw. nach Thusmühle (1 km westlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Reicholdsgrün (4,4 km nördlich).

Geschichte Oberröslau wurde 1398 erstmals urkundlich erwähnt.J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 221f. 1499 bestand der Ort aus 1 Schloss, 12 Höfen, 1 wüstes Gut, 1 Badstube und 1 Gemeindehirtenhaus. Der Ort hatte Marktrecht. Das Rittergut Oberröslau der Herren von Schirnding zu Röthenbach war Dorf- und Grundherr des Ortes. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Sechsamt Wunsiedel aus. 1787 bestand Oberröslau aus 1 Schloss mit Brauerei, 1 Kirche, 1 Pfarrhof, 1 Schäferei, 4 Ganzhöfe, 4 Gütlein, 8 Herbergen und 40 Tropfhäuser.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 187. Die Baumwollweberei spielte im 18. Jahrhundert eine große Rolle.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 216.

Von 1797 bis 1810 unterstand Oberröslau dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Röslau zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Oberröslau, zu der Schafhaus gehörte. Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf dem Gemeindegebiet die Siedlung Bödlas (Oberröslau). 1925 wurde Ludwigsfeld eingemeindet, 1956 Dürnberg mit Bödlas (Dürnberg) und Thusmühle. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 9,170 km². Am 1. Januar 1966 wurde Oberröslau in die neu gebildete Gemeinde Röslau eingegliedert.

Baudenkmäler In Oberröslau gibt es elf Baudenkmäler: Dürnberger Straße 2: Hirtenhaus Hauptstraße 16: Gasthof Ludwigsfelder Straße 1: Wohnstallhaus Ludwigsfelder Straße 4: St. Johannis, evangelisch-lutherische Pfarrkirche Ludwigsfelder Straße 7: Pfarrhaus Marktplatz 1: Rathaus Marktplatz 6: Ehemaliges Schloss Neue Straße 9: Villa Kellergasse mit ehemals 39 Felsenkellern Ein-Mann-Beobachtungsbunker Schafhaus

Bodendenkmäler In der Gemarkung Oberröslau gibt es zwei Bodendenkmäler.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Oberröslau Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961Einwohner 609 854 897 897 901 951 993 1211 990 971 905 924 970 973 1125 1177 1472 1542 1540 1655 1725 1699 2005HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1961 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 112 105 104 106 180 261 352Quelle

Ort Oberröslau Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961Einwohner 609 888 986 956 945 1222 1725 1781Häuser 102 103 142 261 313 Quelle

Religion Oberröslau ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei St. Johannis. Die Katholiken sind nach gepfarrt St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Röslau) Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ersterwähnung 1398 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1965