Die Durandal-Klasse war eine Klasse von zwei Torpedobootszerstörern der französischen Marine, die von 1899 bis 1920 in Dienst stand.
Einheiten # Name Bestellung Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib M1 Durandal 5. August 1896 25. August 1896 11. Februar 1899 Oktober 1899 Nach ihrer Indienststellung gehörte das Boot bis Februar 1903 zur Atlantikflotte. 1904 wurde sie Bereitschaftsboot in Dünkirchen auch für Unterseeboote. 1913 wurde sie der 2. Flottille von Torpedo- und Unterseebooten in Calais zugewiesen, die dem 2. Leichten Geschwader unterstand. Nach der Mobilmachung wurde die Durandal Divisionsboot der vorgenannten 2. Flottille in Calais innerhalb des 2. Leichten Geschwaders mit Hauptquartier in Cherbourg. Sie wurde zur U-Boot-Jagd eingesetzt und verblieb während des Krieges im Kanal zuletzt in der für die Normandie zuständigen Flottille. Am 12. Oktober 1914 entdeckte sie ein Sehrohr drei Meilen nördlich von Cap Gris-Nez, das U-Boot (vermutlich U 20) wurde mit drei Booten bis zum Abend vergeblich gesucht. 1915 bis 1916 war Dünkirchen Basis der Durandal, die am 10. Juni 1915 mit einem britischen Frachter kollidierte. Am 7. April 1919 wurde die Durandal aus dem Bestand der Flotte gestrichen und am 22. Februar 1921 zum Abbruch nach Cherbourg verkauft. M’1 Hallebarde 12. August 1896 25. August 1896 8. Juni 1899 12. September 1899 Am 4. Februar 1903 rettete sie die Besatzung des Schwesterbootes Espingole, das sank, nachdem es einen Felsen bei Kap Lardier gerammt hatte. In den Jahren 1904 bis 1912 war die Hallebarde meist in der Reserve in Toulon. 1913 wurde sie Divisionsschiff der 1. Unterseeboots-Escadrille. Im Weltkrieg begleitete sie U-Boote zwischen der Adria, Malta und Bizerta. 1918 kam sie zur 8. Zerstörer-Escadrille vor der Provence. Am 4. März 1920 wurde die Hallebarde gestrichen und am 20. April 1921 zum Abbruch nach Rochefort verkauft.
Technische Beschreibung Rumpf und Antrieb Der Rumpf der beiden Boote der Durandel-Klasse war über alles 56,8 Meter lang, 6,3 Meter breit und hatte bei einer Einsatzverdrängung von 364,593 Tonnen einen Tiefgang von 3,2 Metern. Der Antrieb erfolgte durch drei kohlebefeuerte Dampferzeuger und zwei Dampfmaschinen, mit denen eine Gesamtleistung von 5.200 PS (3.825 kW) erreicht wurde. Diese gaben ihre Leistung an zwei Wellen mit je einer Schraube ab. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 26 Knoten (48 km/h). Es wurden normalerweise 37,6 Tonnen Kohle gebunkert, dieses konnte aber bis auf 100 Tonnen erhöht werden.
Bewaffnung mini|Deck der Durandal im Jahr 1904, deutlich erkennbar die Position von zwei der 4,7-cm-Geschütze Die Bewaffnung bestand aus einem 6,5-cm-L/50-Geschütz auf einer Plattform auf der Back und sechs 4,7-cm-L/40-Geschützen, je drei auf jeder Rumpfseite. Des Weiteren gab es zwei einzelne 38,1-cm-Torpedorohre auf Drehkränzen zwischen den Schornsteinen bzw. hinter dem hinteren Schornstein.
Besatzung Die Besatzung hatte eine Stärke von 66 Mann (4 Offiziere und 62 Unteroffizieren bzw. Mannschaften).
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Stephen S Roberts: French Warships in the Age of Steam 1859–1914., S. 374ff.
Kategorie:Militärschiffsklasse (Frankreich) Kategorie:Zerstörerklasse