Die FIH Champions Trophy war – nach den Olympischen Spielen und den Weltmeisterschaften – das prestigeträchtigste Hockeyturnier für Nationalmannschaften. Es wurde erstmals 1978 von der Pakistan Hockey Federation ausgerichtet und fand von 1980 bis 2010 jährlich an abwechselnden Orten statt. ab 2012 wurde das Turnier nur noch alle zwei Jahre ausgetragen, und zwar in den geraden Jahren, in denen auch die Olympischen Spiele bzw. die Weltmeisterschaften stattfanden. Im Jahr 2018 fand es zum letzten Mal statt und wurde ab 2019 durch die FIH Pro League ersetzt. Ausrichter war die Fédération Internationale de Hockey (FIH).
1987 wurde auch eine Champions Trophy für Damen ins Leben gerufen. Zunächst fand dieses Turnier im zweijährlichen Rhythmus statt. Von 1999 bis 2012 wurde es jährlich ausgetragen.
Modus Teilnahmeberechtigt waren sechs Nationalmannschaften: der gastgebende Verband, der Titelverteidiger, der amtierende Olympiasieger, der amtierende Weltmeister sowie die bei den jeweils letzten Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften bestplatzierten Verbände. Ab 2001 musste der am schlechtesten platzierte Verband aussetzen und wurde durch den Gewinner der Champions Challenge ersetzt.
Bis 1991 wurde der Sieger in einem Jeder-gegen-jeden-Turnier ermittelt. Von 1992 bis 2010 sowie 2016 und 2018 bestritten im Anschluss an dieses der Fünfte gegen den Sechsten das Spiel um Platz fünf, der Dritte gegen den Vierten das Spiel um Platz drei und der Erste gegen den Zweiten das Finale.
In den drei Turnieren von 2011 bis 2014 wurde das Turnier mit acht Teilnehmern in zwei Gruppen gespielt. Teilnahmeberechtigt waren der Gastgeber, die fünf Besten der vorangegangenen Trophy und der Sieger der Champions Challenge. Die verbleibenden Plätze wurden von der FIH über Wildcards vergeben. 2011 gab es vor den Finalspielen eine Zwischenrunde, 2012 und 2014 ging es nach der Vorrunde im K.o.-System weiter.
Champions Trophy der Herren Nur fünf Länder konnten bei den 37 ausgetragenen Turnieren die Champions Trophy entgegennehmen. Rekordgewinner ist Australien mit 15 Siegen vor Deutschland mit zehn und den Niederlanden mit acht Siegen. Pakistan gewann dreimal, Spanien konnte sich 2004 die Trophy sichern.
Nr. Jahr Austragungsort Dauer Sieger Zweiter Dritter Details 1. 1978 17. November – 24. November Details 2. 1980 3. Januar – 11. Januar Details 3. 1981 9. Januar – 16. Januar Details 4. 1982 6. Juni – 13. Juni Details 5. 1983 28. Oktober – 4. November Details 6. 1984 7. Dezember – 14. Dezember Details 7. 1985 16. November – 24. November Details 8. 1986 4. April – 11. April Details 9. 1987 19. Juni – 28. Juni Details 10. 1988 25. März – 1. April Details 11. 1989 10. Juni – 18. Juni Details 12. 1990 17. November – 25. November Details 13. 1991 13. September – 22. September Details 14. 1992 20. Februar – 28. Februar Details 15. 1993 3. Juli – 11. Juli Details 16. 1994 17. März – 25. März Details 17. 1995 23. September – 1. Oktober Details 18. 1996 7. Dezember – 15. Dezember Details 19. 1997 11. Oktober – 19. Oktober Details 20. 1998 31. Oktober – 28. November Details 21. 1999 10. Juni – 20. Juni Details 22. 2000 27. Mai – 4. Juni Details 23. 2001 3. November – 11. November Details 24. 2002 31. August – 8. September Details 25. 2003 16. August – 24. August Details 26. 2004 4. Dezember – 12. Dezember Details 27. 2005 10. Dezember – 18. Dezember Details 28. 2006 22. Juli – 30. Juli Details 29. 2007 29. November – 9. Dezember Details 30. 2008 21. Juni – 29. Juni Details 31. 2009 28. November – 6. Dezember Details 32. 2010 31. Juli – 8. August Details 33. 2011 3. Dezember – 11. Dezember Details 34. 2012 1. Dezember – 9. Dezember Details 35. 2014 6. Dezember – 14. Dezember Details 36. 2016 10. Juni – 17. Juni Details 37. 2018 23. Juni – 1. Juli Details
Champions Trophy der Damen Bei den 23 ausgetragenen Turnieren der Damen gab es sechs verschiedene Sieger. Rekordgewinner sind die Niederlande und Argentinien mit jeweils sieben Siegen vor Australien mit sechs Erfolgen. Deutschland, die Volksrepublik China und Südkorea waren je einmal Gewinner des Turniers.
Nr. Jahr Austragungsort Dauer Sieger Zweiter Dritter Details 1. 1987 21. Juni – 28. Juni Details 2. 1989 3. September – 10. September Details 3. 1991 14. September – 21. September Details 4. 1993 22. August – 29. August Details 5. 1995 9. September – 17. September Details 6. 1997 1. Juni – 8. Juni Details 7. 1999 10. Juni – 19. Juni Details 8. 2000 26. Mai – 3. Juni Details 9. 2001 18. August – 26. August Details 10. 2002 24. August – 1. September Details 11. 2003 29. November – 7. Dezember Details 12. 2004 6. November – 14. November Details 13. 2005 26. November – 4. Dezember Details 14. 2006 8. Juli – 16. Juli Details 15. 2007 13. Januar – 21. Januar Details 16. 2008 17. Mai – 25. Mai Details 17. 2009 11. Juli – 19. Juli Details 18. 2010 10. Juli – 18. Juli Details 19. 2011 25. Juni – 3. Juli Details 20. 2012 28. Januar – 5. Februar Details 21. 2014 29. November – 7. Dezember Details 22. 2016 18. Juni – 26. Juni Details 23. 2018 17. November – 25. November Details
Medaillenspiegel Herren Damen RF Land Gold Silber Bronze Gesamt1 15 10 5 302 10 7 7 243 8 6 9 234 3 7 7 175 1 2 3 66 bzw. 0 2 2 47 0 2 1 38 0 1 2 39 0 0 1 1 RF Land Gold Silber Bronze Gesamt1 7 5 9 212 7 3 2 123 6 6 2 144 1 5 4 105 1 2 1 46 1 1 1 37 bzw. 0 1 1 28 0 0 2 29 0 0 1 1
Anmerkung: Eigentlich nimmt Großbritannien nur an den Olympischen Spielen teil, aber zur Vorbereitung auf die Spiele dürfen sie in einem Zeitraum von 12 Monaten davor anstelle von England, Schottland oder Wales auch an anderen internationalen Turnieren teilnehmen.
Weblinks Homepage der FIH, Events
Quellen
Kategorie:Erstveranstaltung 1978 Kategorie:Letzte Veranstaltung 2018