Das Leegmoor ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Gemeinde Surwold in der Samtgemeinde Nordhümmling im Landkreis Emsland.
Allgemeines Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG WE 136 ist rund 450 Hektar groß. Es ist vollständig Bestandteil des rund 461 Hektar großen, gleichnamigen FFH-GebietesLeegmoor, Natura-2000-Gebiete, Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 14. März 2022. sowie des rund 6.441 Hektar großen EU-Vogelschutzgebietes „Esterweger Dose“.Esterweger Dose, Natura-2000-Gebiete, Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 14. März 2022. Im Osten grenzt es direkt an das Naturschutzgebiet „Melmmoor/Kuhdammoor“. Das Gebiet steht seit dem 19. März 1983 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Emsland.
Beschreibung mini|hochkant|links|Aussichtsturm am Leegmoor Das Naturschutzgebiet liegt südöstlich von Papenburg in einer Moorniederung südlich des Küstenkanals am Rande der Esterweger Dose. Es wird von unterschiedlichen Moorlebensräumen geprägt. Im Süden des Naturschutzgebietes befindet sich ein nicht abgetorftes Hochmoorgebiet („Timpemoor“). Hier sind Hochmoorgrünland und Hochmoorheide zu finden. Der Norden des Naturschutzgebietes wird von einem abgetorften Hochmoor geprägt, das im Rahmen des ersten Teils des niedersächsischen Moorschutzprogramms (aus dem Jahr 1981) vollständig renaturiert wurde. Nach dem Ende des industriellen Torfabbaus im Leegmoor wurde hierfür das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Wiedervernässung abgebauter Schwarztorfflächen im Leegmoor“ aufgelegt, mit dem erstmals die Wiedervernässung von Schwarztorfabbauflächen untersucht werden sollte. Bis dahin war nur die Wiedervernässung von Weißtorfabbauflächen durchgeführt worden. Für das Vorhaben wurde ein etwa 60 Hektar großes Gebiet vorbereitet, das nach der Abtorfung zunächst völlig vegetationsfrei war. Es wurde in den Jahren 1983 und 1984 wiedervernässt. Bis 1996 wurde die Entwicklung des Gebietes wissenschaftlich begleitet.Beiträge zur Wiedervernässung abgebauter Schwarztorfflächen – Ergebnisse eines Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens im Leegmoor, Landkreis Emsland, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Heft 29. Abgerufen am 7. April 2011. In: Moore in Deutschland – Schutz und Nutzung zwischen Anspruch und Wirklichkeit, S. 9–12, Bundesamt für Naturschutz (PDF, 1 MB).
Im südlichen Teil des Moors steht ein stählerner, etwa 10 MeterHöhe nach Foto und Treppenstufenzahl geschätzt hoher Aussichtsturm, der einen sehr guten Blick in das Schutzgebiet erlaubt.Aussichtsturm im Leegmoor, Gemeinde Surwold. Abgerufen am 3. November 2017.
Das Naturschutzgebiet ist größtenteils von landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben. Es wird von mehreren Gräben zum Küstenkanal entwässert.
Literatur Karl-Josef Nick u. a.: Beiträge zur Wiedervernässung abgebauter Schwarztorfflächen., Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen, Heft 29, Niedersächsisches Landesamt für Ökologie, 1993.
Weblinks
, Faltblatt des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (PDF, 412 kB)
Einzelnachweise
Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Emsland Kategorie:Moor in Niedersachsen FLeegmoor Kategorie:Surwold Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Schutzgebietsgründung 2009