Das Benthullener Moor ist ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Gemeinde Wardenburg im Landkreis Oldenburg.

Geographie Das etwa 270 Hektar große Moor befindet sich nördlich des Dorfes Benthullen und südlich von Harbern II und wird westlich vom Saarländerweg und östlich vom Dortmunderweg begrenzt. Die Stadt Oldenburg ist etwa 15 km von Benthullen entfernt.

Wenige hundert Meter nördlich des Naturschutzgebietes „Benthuller Moor“ befindet sich das Naturschutzgebiet „Harberner Heide“.

Geschichte mini|Eingangsbereich des Moor- und Bauernmuseums in Benthullen (2026) Über die Geschichte des Moores sowie die Entwicklung der Landwirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens in der Region seit der Mitte des 20. Jahrhunderts informiert das in Benthullen ehrenamtlich betriebene Moor- und Bauernmuseum.

Am 10. Februar 1955 stürzte ein britischer Düsenjäger über dem Benthullener Moor ab. Der 21-jährige Pilot der Royal Air Force Frank Rickwood, welcher auf dem Fliegerhorst Oldenburg stationiert war, kam dabei ums Leben.

Die Frage nach einer Unterschutzstellung des Benthullener Moores wurde in den 1970er Jahren vor dem Hintergrund verschiedener Nutzungskonflikte in der Gemeinde Wardenburg ausführlich diskutiert. Die kommunalpolitische Initiative zur Unterschutzstellung ging 1977 von der Wardenburger SPD aus. Die Ausweisung als Naturschutzgebiet erfolgte schließlich sieben Jahre später.

Im Jahr 2017 wurden Teile des sensiblen Hochmoorbodens unwiederbringlich zerstört, als ein lokaler Landwirt mit einem Bagger den Boden umbrach.

Naturschutz Das Naturschutzgebiet besitzt das Kennzeichen „NSG WE 156“ und steht seit dem 22. Dezember 1984 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Oldenburg.

Das Benthullener Moor ist als Teil des ehemals ausgedehnten Vehnemoorkomplexes in der Hunte-Leda-Moorniederung geschützt. Das Hochmoor wurde weitgehend im Laufe der Jahrzehnte abgetorft, anschließend aber nicht kultiviert, sodass es heute weitgehend verbuscht und bewaldet ist.

Daneben finden sich auch verlandende Handtorfstiche und feuchte Heideflächen. Ein Teil des Naturschutzgebietes besteht aus Grünland, das landwirtschaftlich genutzt wird. Die Entwässerung erfolgt über den Östlichen Vorfluter zum Küstenkanal.

Weblinks

Website des Moor- und Bauernmuseums

Einzelnachweise

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