Die Landesliga Burgenland oder auch kurz Burgenlandliga ist die Fußball-Landesliga des österreichischen Bundeslands Burgenland. Sie ist im Fußball-Ligasystem in Österreich die vierthöchste Liga.
Geschichte Anfänge bis zum Zweiten Weltkrieg SaisonFranz Just: Der Fußballsport im Burgenland. Band I (1907–1970); Burgenländischer Fußballverband (Hrsg.), Eisenstadt 1970 Meister Eisenstädter Kreis 1922 SV Oberwart 1922/23 keine Meisterschaft 1924 ASV Neufeld (zu wenig Runden) Finalturnier 1925 SC Parndorfer Sturm 1925/26 ASV Neufeld 1926/27 ASV Neufeld 1927/28 ASV Neufeld 1928/29 ASV Neufeld 1929/30 ASV Neufeld 1930/31 SC Pinkafeld 1931/32 SC Pinkafeld 1932/33 Oberwarter Athletiksportverein 1933/34 SC Pinkafeld 1934/35 SC Pinkafeld 1935/36 SC Pinkafeld 1936/37 SC Pinkafeld 1937–1945 keine Meisterschaft Zwischen den zwei Weltkriegen wurde die Meisterschaft im Burgenland in drei regionale Gruppen eingeteilt: Kreis Parndorf, Kreis Eisenstadt und Kreis Oberwart. Die Meister von diesen Gruppen ermittelten am Saisonende den burgenländischen Landesmeister. Den ersten Titel konnte 1922 der SV Oberwart erobern. In der Saison 1923/24 wurde keine Meisterschaft ausgetragen und im Jahr 1924 wurde die Meisterschaft, der ASV Neufeld in Führung liegend, gar nicht zu Ende gespielt. 1925 gewann der SC Parndorf Sturm. Ab 1925/26 konnte sich der ASV Neufeld fünf Mal hintereinander Meister nennen, Pinkafeld von 1931 bis 1937 sechs Mal. Unterbrochen wurde die Siegesserie von Pinkafeld nur von dem Oberwarter Athletiksportverband.
1945–1950 Neugründung und erste Jahre des BFV Saison Meister 1. Klasse Burgenland 1945/46 ASV Neufeld 1946/47 SC Oberwart 1912 1947/48 SC Oberwart 1912 1948/49 SC Oberwart 1912 Landesliga Burgenland 1949/50 ASV Siegendorf In der 1. Klasse Burgenland, die von 1945 bis 1949 als erste Leistungsstufe im Burgenland bestand, konnte der ASV Neufeld gleich die die erste Meisterschaft 1945 gewinnen, bevor der SC Oberwart drei Mal in Serie gewann. 1949/50 wurde die Liga in Landesliga Burgenland umbenannt und als zweite Spielstufe in Österreich eingestuft, die Meisterschaft holte sich ASV Siegendorf.
1950–1959 Landesliga Burgenland (3. Spielklasse) Saison Meister Landesliga Burgenland 1950/51 SC Oberwart 1912 1951/52 ASV Neufeld 1952/53 SV Mattersburg 1953/54 ASV Siegendorf 1954/55 SC Oberwart 1912 1955/56 SV Mattersburg 1956/57 SV Mattersburg 1957/58 ASV Neufeld 1958/59 SC Eisenstadt Ab 1950 wurde die Landesliga Burgenland zur dritten Spielstufe, da die Staatsliga B als zweite Spielklasse eingeführt wurde. Bis 1960 trugen sich folgende Mannschaften in die Siegesliste ein: SV Mattersburg dreimal, SC Oberwart und ASV Neufeld zweimal und ASV Siegendorf und SC Eisenstadt einmal.
1959–1974 Landesliga Burgenland (3. Spielklasse) Saison Meister Landesliga Burgenland 1959/60 SC Pinkafeld 1960/61 ASV Neufeld 1961/62 SC Eisenstadt 1962/63 SV Mattersburg 1963/64 SV Deutschkreutz 1964/65 SC Pinkafeld 1965/66 SV Loipersbach 1966/67 SC Pinkafeld 1967/68 SC Oberwart 1912 1968/69 UFC Frauenkirchen 1969/70 USV Rudersdorf 1970/71 ASV Siegendorf 1971/72 SV Rechnitz 1972/73 ASV Siegendorf 1973/74 ASV Kittsee In der Saison 1959/60 wurde die zweite Liga, die Staatsliga B, in Regionalliga Ost umbenannt und es spielten nur mehr Vereine aus dem Burgenland, Niederösterreich und Wien mit. Die Vereine aus Oberösterreich und Steiermark agierten ab nun in der neuen Regionalliga Mitte. In den nächsten Jahren gab es zwölf verschiedene Meister: Pinkafeld wurde dreimal Meister, ASV Siegendorf zweimal, ASV Neufeld, SC Eisenstadt, SV Mattersburg, SV Deutschkreutz, SV Loipersdorf, SC Oberwart, UFC Frauenkirchen, USV Rudersdorf, SV Rechnitz und ASV Kittsee einmal.
1974–1980 Landesliga Burgenland (4. Spielklasse) SaisonRupert Löschnauer: Der Fußballsport im Burgenland – Band II (1970–1983); Burgenländischer Fußballverband (Hrsg.), Eisenstadt 1983 Meister Landesliga Burgenland 1974/75 SC Oberwart 1912 1975/76 SC Neusiedl am See 1976/77 USV Rudersdorf 1977/78 SV Leithaprodersdorf 1978/79 SV Güssing 1979/80 SC Oberwart 1912 In der Saison 1974/75 wurde die Bundesliga als neue erste Spielklasse eingeführt. Die Nationalliga, die bisher als erste Klasse fungierte, war die neue zweite Spielklasse. Durch diese Reform wurde die Landesliga Burgenland nach der Regionalliga Ost die vierte Spielklasse. 1974/75 und 1979/80 gewann der SC Oberwart die Meisterschaft. Dazwischen gab es mit SC Neusiedl am See, USV Rudersdorf, SV Leithaprodersdorf und SV Güssing und vier verschiedene Meister.
1980–1984 Landesliga Burgenland (3. Spielklasse) SaisonRupert Löschnauer und Georg Gesellmann: Der Fußballsport im Burgenland – Band III (1983–1995); Burgenländischer Fußballverband (Hrsg.), Eisenstadt 1995 Meister Landesliga Burgenland 1980/81 SV Oberwart 1981/82 UFC Purbach 1982/83 SV Neuberg 1983/84 SV Oberwart 1980 wurde die Regionalliga Ost abgeschafft und die Landesligameister aus Burgenland, Niederösterreich und Wien spielten ein Aufstiegsplayoff. 1981 und 1984 gewann der SV Oberwart den Meistertitel. Die restlichen Meistertitel in dieser Zeit gewannen der UFC Purbach und SV Neuberg.
1984–1995 Landesliga Burgenland (4. Spielklasse) SaisonRupert Löschnauer und Georg Gesellmann: Der Fußballsport im Burgenland – Band III (1983–1995); Burgenländischer Fußballverband (Hrsg.), Eisenstadt 1995 Meister Landesliga Burgenland 1984/85 USV Rudersdorf 1985/86 ASK Baumgarten 1986/87 SC Pinkafeld 1987/88 SV Güssing 1988/89 SV Gols 1989/90 SV Sigleß 1990/91 ASK Baumgarten 1991/92 SC Eisenstadt 1992/93 ASKÖ Klingenbach 1993/94 SV Mattersburg 1994/95 ASK Baumgarten Seit der Saison 1984/85 ist die Landesliga Burgenland die vierthöchste Spielklasse unterhalb der wiederbelebten Regionalliga Ost. Der ASK Baumgarten konnte in dieser Zeit drei Mal den Meistertitel gewinnen: 1986, 1991 und 1995. Die restlichen Meistertitel gewannen USV Rudersdorf, SC Pinkafeld, SV Güssing, SV Gols, SV Sigleß, SC Eisenstadt, ASKÖ Klingenbach und SV Mattersburg.
Seit 1995 Burgenlandliga (4. Spielklasse) SaisonFranz Just: Der Fußballsport im Burgenland. Band I (1907–1970); Burgenländischer Fußballverband (Hrsg.), Eisenstadt 1970 MeisterReinhard Wenzl: Der Fußballsport im Burgenland – Band IV (1995–2008); Burgenländischer Fußballverband (Hrsg.), Eisenstadt 2008 BVZ Burgenlandliga 1995/96 SC Eisenstadt 1996/97 SV Neuberg 1997/98 SV Deutschkreutz 1998/99 SV Rohrbach 1999/2000 SC Eisenstadt 2000/01 SV Rohrbach 2001/02 SV Oberwart 2002/03 SC-ESV Parndorf 1919 2003/04 SC Ritzing 2004/05 SC Neusiedl am See 2005/06 ASK Baumgarten 2006/07 SV Mattersburg II 2007/08 SV Stegersbach 2008/09 ASK Baumgarten 2009/10 SC Ritzing 2010/11 SV Stegersbach 2011/12 SV Oberwart 2012/13 SV Neuberg 2013/14 SC-ESV Parndorf 1919 II 2014/15 SV Oberwart 2015/16 SV Eberau 2016/17 SV Mattersburg II 2017/18 SV Mattersburg II 2018/19 ASV Draßburg Burgenlandliga 2019/20 wegen COVID-19-Pandemie in Österreich abgebrochen 2020/21 wegen COVID-19-Pandemie in Österreich abgebrochen 2021/22 ASV Siegendorf 2022/23 SV Oberwart 2023/24 ASV Siegendorf 2024/25 SC-ESV Parndorf 1919 2025/26 Mattersburger SV 2020 Ab 1995 wurde die BVZ Burgenlandliga das erste Mal ausgespielt, erster Meister wurde der SC Eisenstadt. Bis zum Jahr 2000 konnten sich SV Neuberg, SV Deutschkreutz, SV Rohrbach und zum zweiten Mal der SC Eisenstadt Meister nennen.
Ein Jahr drauf wiederholte der SV Rohrbach nach 1999 sein Meisterstück. In den nächsten sieben Jahren gab es ebenso viele verschiedene Meister: SV Oberwart, SC-ESV Parndorf 1919, SC Ritzing, SC Neusiedl am See, ASK Baumgarten, die 2. Mannschaft des SV Mattersburg und der SV Stegersbach. So wie 2006 wurde auch 2009 der ASK Baumgarten Meister.
Den Meistertitel seit 2010 konnte SV Oberwart zweimal und SC Ritzing, SV Stegersbach, SV Neuberg, die 2. Mannschaft von SC-ESV Parndorf 1919 gewinnen. In der Saison 2015/16 trat der Fall ein, dass der Meister SV Eberau aus finanziellen Erwägungen auf den Aufstieg verzichtete, der SV Mattersburg II aufgrund der Statuten nicht aufsteigen durfte und sich auch sonst kein Verein der Landesliga bereit erklärte. Die Meisterschaft der Saison 2016/17 entscheidete die 2. Mannschaft des SV Mattersburg für sich. Mattersburg musste eine Relegation gegen die 2. Mannschaft des SKN St. Pölten spielen um einen Platz in der Regionalliga Ost spielen, da nur vier Amateurmannschaften in der Regionalliga erlaubt sind. Das Relegationsspiel ging mit einem Gesamtergebnis von 4:2 verloren.
Bezeichnung (Sponsor) Die Landesliga im Burgenland wird seit 1995 mit einem Sponsor im Namenszug ausgetragen. Davor wurde die oberste Liga Landesliga Burgenland genannt. Folgende Sponsoren beziehungsweise Namensänderungen hat die Landesliga in ihrer Namensgebung gehabt. Eisenstädter Kreis (Finalturnier): 1922–1936/37 1. Klasse Burgenland: 1945/46–1948/49 und 1960/61–1969/70 Landesliga Burgenland: 1949/50–1959/60 und 1970/71–1994/95 Burgenlandliga: seit 1995/96 der Sponsor ist im Namenszug in Verbindung mit 'Burgenlandliga': BVZ Burgenlandliga: 1995/96–2017/18 (Namensgeber: BVZ Burgenländische Volkszeitung GmbH) Burgenlandliga: seit 2018/19
Spielmodus Die Liga umfasst sechzehn Teams, wobei jeder Verein gegen jeden andere je ein Heim- und ein Auswärtsspiel bestreitet. Eine Saison umfasst insgesamt also 30 Spieltage. Der nach Saisonende Tabellenerste ist zum Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Ost berechtigt. Die Anzahl der Vereine, die in die fünftklassige II. Liga Burgenland absteigen, hängt von der Anzahl an Burgenländischen Absteigern in der Regionalliga Ost zusammen und variiert. Aus den drei II. Ligen Nord, Mitte und Süd steigt jeweils ein Verein in die Landesliga auf.
Titelträger Die Titelträger bis zur Saison 1944/45
6 Meistertiteln SC Pinkafeld (1931, 1932, 1934, 1935, 1936, 1937)
5 Meistertiteln ASV Neufeld (1926, 1927, 1928, 1929, 1930)
2 Meistertiteln SC Oberwart 1912 (1922, 1933)
1 Meistertitel SC Parndorfer Sturm (1925)
Die Titelträger seit der Saison 1945/46
14 Meistertiteln SC Oberwart 1912 (1947. 1948. 1949, 1951, 1955, 1968, 1975, 1980, 1981, 1984, 2002, 2012, 2015, 2023)
8 Meistertiteln SV Mattersburg (1953, 1956, 1957, 1963, 1994, 2007, 2017, 2018)
6 Meistertiteln ASV Siegendorf (1950, 1954, 1971, 1973, 2022, 2024)
5 Meistertiteln ASK Baumgarten (1986, 1991, 1995, 2006, 2009) SC Eisenstadt (1959, 1962, 1992, 1996, 2000)
4 Meistertiteln SC Pinkafeld (1960, 1965, 1967, 1987) ASV Neufeld (1946, 1952, 1958, 1961)
3 Meistertiteln SC-ESV Parndorf 1919 (2003, 2014, 2025) SV Neuberg (1983, 1997, 2013) USV Rudersdorf (1970, 1977, 1985)
2 Meistertiteln SV Stegersbach (2008, 2011) SC Ritzing (2004, 2010) SC Neusiedl am See (1976, 2005) SV Rohrbach (1999, 2001) SV Deutschkreutz (1964, 1998) SV Güssing (1979, 1988)
1 Meistertitel Mattersburger SV 2020 (2026) ASV Draßburg (2019) SV Eberau (2016) ASKÖ Klingenbach (1993) SV Sigleß (1990) SV Gols (1989) UFC Purbach (1982) SV Loipersbach (1966) UFC Frauenkirchen (1969)
Weblinks Burgenländischer Fußballverband (BFV) oefb.at: BFV, BVZ Burgenlandliga, BVZ Burgenlandliga, Saison 2024/25
Einzelnachweise
Landesliga, Burgenland Kategorie:Sportveranstaltung im Burgenland