Freiherr Carl von der Goltz (* 26. März 1794 in Zuchow; † 3. Juli 1865 in Berlin) war ein preußischer Landrat.
Er entstammte der uradligen Familie von der Goltz, diente in der preußischen Armee und avancierte bis zum Premier-Leutnant. Am 29. Juni 1830 wurde er als Landrat des Kreises Schivelbein vereidigt, als Nachfolger von Ludwig von Briesen. In seiner Amtszeit wurde das Kreisgebiet verkehrlich erschlossen. So wurde die erste Chaussee im Kreisgebiet von 1846 bis 1848 zwischen Schivelbein und Polzin gebaut, 1859 erhielt das Kreisgebiet Bahnanschluss mit der Bahnstrecke Stargard–Danzig. 1856 wurde als erste Zeitung des Kreises das Schivelbeiner Kreisblatt, zunächst mit dem Charakter eines amtlichen Bekanntmachungsorgans, gegründet.
Von der Goltz war Eigentümer des Rittergutes in Kreitzig.Der Kreis Belgard. Eigenverlag Heimatkreisausschuss Belgard-Schivelbein, Celle 1989, S. 530. 1836 erwarb er zusätzlich das benachbarte Rittergut in Zietlow im Kreis Belgard.Der Kreis Belgard. Eigenverlag Heimatkreisausschuss Belgard-Schivelbein, Celle 1989, S. 480. Er war verheiratet mit einer von Arnim.
Carl Freiherr von der Goltz wirkte als Landrat bis zu seinem Tode 1865. Ihm folgte im Amt sein einziger SohnJürgen W. Schmidt: Die Landräte des Kreises Schivelbein (1865–1932). In: Baltische Studien Band 98 N.F., 2012, , S. 84. Rüdiger Freiherr von der Goltz.
Literatur Karl-Eberhard Albinus: Der Altkreis Schivelbein und seine Landräte von 1816 bis 1932. In: Der Kreis Belgard. Eigenverlag Heimatkreisausschuss Belgard-Schivelbein, Celle 1989, S. 210–215.
Einzelnachweise
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