Ernst Sattler, eigentlich Ernst Roth,Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1469 (* 14. Oktober 1887 in München; † 3. Januar 1974 in Berlin)filmportal.de gibt als Sterbeort Berlin an, IMDb.de hingegen München. war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben Nach dem Abitur studierte Ernst Sattler Philologie an der Universität München und nahm Schauspielunterricht bei Ludwig Heller. Ab 1910 spielte er erste Rollen an Theatern in München, Graz und Zürich. Anschließend hatte er Engagements am Lessingtheater in Berlin und am Theater in Nürnberg. Von 1919 bis 1926 gehörte er dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg an. Es folgten Gastspiele an den Städtischen Bühnen Frankfurt und dem Alten Theater in Leipzig. Von 1935 bis 1944 war er Ensemblemitglied an der Volksbühne Berlin. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs folgte von 1945 bis 1951 ein Engagement am Deutschen Theater in Berlin. Danach war er am Schillertheater und am Schloßparktheater in Berlin tätig. mini|225x225px|Grabstelle Ernst Sattler wirkte in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen mit. Darunter befanden sich auch die nationalsozialistischen Propagandafilme Pour le Mérite und Ich klage an, die heute als Vorbehaltsfilme nur unter strengen Voraussetzungen aufgeführt werden können. Er spielte aber auch in Unterhaltungsfilmen wie Glückliche Reise mit Paul Hubschmid und Paul Klinger und Liebe, Jazz und Übermut mit Peter Alexander und Bibi Johns. Sattler stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Sattler, Ernst, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 510

Ab dem Jahr 1948 war Sattler auch in zahlreichen Hörspielen als Sprecher tätig. In dem Hörspiel Das Haus Erinnerung von Erich Kästner in der Regie von Ulrich Lauterbach sprach er neben Hans Caninenberg, Friedrich Schönfelder und Hans Söhnker.Das Haus Erinnerung auf ARD-Hörspieldatenbank; abgerufen am 9. Juli 2015

Zudem war Ernst Sattler als Synchronsprecher zu hören.Ernst Sattler in der Synchrondatenbank von Arne Kaul; abgerufen am 29. Juli 2016

Sattler wurde auf dem Waldfriedhof Heerstraße in Berlin-Westend (Grablage: 4 B-Böschung) beigesetzt.

Filmografie (Auswahl) 1917: Wer küßt mich? 1922: Strandgut der Leidenschaft 1936: Schlußakkord 1937: Fanny Elßler 1937: Der Lachdoktor 1938: Drops wird Flieger 1938: Schatten über St. Pauli 1938: Ikaruskinder 1938: Pour le Mérite 1938/50: Preußische Liebesgeschichte 1939: Das Lied der Wüste 1940: Der Sündenbock 1940: Bal paré 1940: Links der Isar – rechts der Spree 1941: Der laufende Berg 1941: Über alles in der Welt 1941: Die schwedische Nachtigall 1941: Ich klage an 1942: Der Fall Rainer 1943: Damals 1943: Der Ochsenkrieg 1943: Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher 1944: Der Majoratsherr 1944: Der große Preis 1944: Das Hochzeitshotel 1949: Die Brücke 1953: Der Onkel aus Amerika 1954: Glückliche Reise 1957: Die Unschuld vom Lande 1957: Liebe, Jazz und Übermut 1958: Gestehen Sie, Dr. Corda! 1960: Sabine und die 100 Männer 1962: Das Vergnügen, anständig zu sein (Fernsehfilm) 1970: Eli – Mysterienspiel vom Leiden Israels (Fernsehfilm)

Hörspiele (Auswahl)

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1469–1470.

Weblinks

Ernst Sattler Kurzbiografie auf cyranos.ch Ernst-Sattler-Sammlung im Archiv der Akademie der Künste, Berlin

Einzelnachweise

Anmerkungen

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