mini|Bernd Hüttemann, 2021

Bernd Hüttemann (* 8. Dezember 1970 in Paderborn) ist seit 2003 Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland. Hüttemann ist zudem Vorstandsmitglied von Transparency International Deutschland und europapolitischer Berater der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und Lehrbeauftragter am Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Politik der Universität Passau.

Ausbildung Bernd Hüttemann besuchte das Gymnasium Theodorianum in Paderborn und studierte an der Universität Bonn Politikwissenschaften, Geschichte und Europarecht.

Berufliche Laufbahn Seit 2003 ist Hüttemann hauptamtlicher Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD), ein institutionell vom Auswärtigen Amt gefördertes europapolitisches Netzwerk in Berlin.vgl. zur Aufgabe und Entwicklung der EBD seit 2003 Parallel ist er seit 2011 als Lehrbeauftragter an der Universität Passau am Joan-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Politik tätig. Von 2015 bis 2018 lehrte Hüttemann zudem regelmäßig an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.campus4u.hwr-berlin.de Er ist auch Lehrbeauftragter an der Quadriga Hochschule Berlin.

In seinen vorherigen beruflichen Stationen war Hüttemann als Mitarbeiter in der Robert Bosch Stiftung, als PR-Berater und als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Europäische Politik tätig. Von 2000 bis 2003 führte er Programme des Auswärtigen Amts zur EU-Heranführung der Slowakei und Kroatien durch, unter anderem als Berater des slowakischen Regierungsamtes in Bratislava.

Europapolitik

Seine europapolitische Karriere begann Hüttemann bei den Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) und war u. a. 1997 bis 1998 Bundessekretär der JEF Deutschland. Er war in diesem Rahmen unter anderem als Büroleiter in Bonn und Brüssel tätig. Von 2003 bis 2013 engagierte sich Hüttemann als ehrenamtlicher Generalsekretär für die Europa-Union Deutschland unter Peter Altmaier. Von 2014 bis 2020 war er zudem als Vizepräsident der Europäischen Bewegung International tätig. Er wirkt ebenfalls als Koautor in der „Bischöflichen Arbeitsgruppe Europa“ der Deutschen Bischofskonferenz mit., S. 62

2010 wurde Bernd Hüttemann vom Wirtschaftsmagazin Capital als einer von 160 deutschen Top-Nachwuchsführungskräften unter 40 Jahren benannt. Laut dem Tagesspiegel ist „seine Rolle als europäischer Netzwerker in der Regierungsmeile nicht zu unterschätzen“.„Hüttemann versuchte (..) den Lobbyismus zu rehabilitieren.“ Der Deutschlandfunk bezeichnet ihn als hauptberuflichen Lobbyisten für die EU. Laut Table Media 2024 ist er einer der 100 entscheidenden Köpfe der deutschsprachigen EU-Szene. Er sei der am besten vernetzte Europa-Lobbyist in Berlin.

Hüttemanns inhaltliche Schwerpunkte liegen u. a. in der europäischen Interessenvertretung, der Politischen Kommunikation und der Koordinierung zur Europapolitik in Deutschland.Vgl. Dabei vertritt er die These, dass Lobbyisten im Brüsseler Politikbetrieb zu Unrecht einen schlechten Ruf genössen.„Hüttemann versuchte (..) den Lobbyismus zu rehabilitieren.“ Er gilt als Politikwissenschaftler mit besonderer Expertise für andere Mitgliedstaaten der EU, insbesondere Italien.

Schriften

#PublicDiplomacyEU statt diplomatischer Etatismus! Beitrag zum Review Prozess Auswärtiges Amt, 10. September 2014.

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Einzelnachweise

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