Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 1984 fand am 25. März statt. Die CDU unter Ministerpräsident Lothar Späth konnte trotz leichter Stimmenverluste ihre absolute Mehrheit verteidigen. Auch SPD (unter ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Lang) und FDP/DVP mussten Stimmenverluste hinnehmen. Lediglich die Grünen verzeichneten Stimmengewinne und lösten damit die FDP/DVP als drittstärkste Kraft im Landtag ab. Die sonstigen Parteien blieben bedeutungslos, sie vereinnahmten nur ein halbes Prozent aller Wählerstimmen.
Ausgangslage Bei der Landtagswahl 1980 hatte die alleinregierende CDU unter Führung des Ministerpräsidenten Lothar Späth die absolute Mehrheit der Wählerstimmen und der Mandate verteidigt.
Ergebnis
+ Ergebnis der Landtagswahl vom 25. März 1984 Partei Stimmen Anteil Sitze Kreis-wahl-vor-schläge Erst-mandate Zweit-mandate Sitze 1980 CDU 2.412.085 51,87 % 68 70 67 1 68 SPD 1.507.088 32,41 % 41 70 3 38 40 GRÜNE 372.374 8,01 % 9 67 9 6 FDP/DVP 333.386 7,17 % 8 70 8 10 DKP 13.620 0,29 % 70 EAP 1.632 0,04 % 15 FAP 338 0,00 % 2 Einzelbewerber 9.663 0,21 % 6 gültige Stimmen 4.650.186 100,00 % 98,79 % 126 370 70 56 124 ungültige Stimmen 56.055 1,21 % Wähler Wahlbeteiligung 4.706.241 100,00 % 71,21 % Wahlberechtigte 6.609.204 100,00 %
+Ergebnisse nach RegierungsbezirkenStatistisches Landesamt: Endgültige Ergebnisse der Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg am 25. März 1984 (PDF; 7,1 MB) RegierungsbezirkStuttgartRegierungsbezirkKarlsruheRegierungsbezirkFreiburgRegierungsbezirkTübingen Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Anzahl/Stimmen % Kreis-wahl-vor-schläge Direkt-man-date Sitze Wahlberechtigte2.444.7611.736.9881.354.0501.073.405 Wähler1.772.75272,51.219.43770,2943.80669,7770.24671,8Gültige Stimmen1.754.03398,91.202.47698,6932.02398,8761.65498,9CDU861.33149,1262626605.60750,4191717493.28552,9141313451.86259,3111112SPD606.10934,62618423.55435,219211284.51130,51417192.91425,3115Grüne128.1127,323494.5407,919286.8209,314262.9028,3111FDP/DVP151.8498,726474.4846,219260.6976,514146.3566,1111DKP5.0010,3263.7720,3192.8350,3142.0120,311EAP8550,075190,061750,01830,01FAP930,01 — —2450,01Einzelbewerber6830,01 —3.7000,445.2800,71Überhang- undAusgleichsmandateCDU: 3 ÜberhangmandateSPD: 2 AusgleichsmandateCDU: 1 Überhangmandat
Die CDU gewann 67 ihrer 68 Sitze als Direktmandate. Im Landtagswahlkreis Biberach gewann die CDU erneut sowohl das Direktmandat als auch ein Zweitmandat. Bei keiner späteren Landtagswahl gelang es einer Partei, zwei Sitze in einem Wahlkreis zu erringen. Die Wahl war die letzte Landtagswahl vor 2016, bei der die CDU ein Zweitmandat erhielt. Die SPD konnte – wie schon 1980 – drei Direktmandate erringen; ihre übrigen Abgeordneten zogen wie sämtliche Abgeordneten von FDP und Grünen über Zweitmandate in den Landtag ein. Das baden-württembergische Landtagswahlrecht kennt keine Listen. Die Grünen traten wegen Fristversäumnis in den drei Wahlkreisen im Landkreis Esslingen nicht an.Der Spiegel 11/1984 vom 12. März 1984: Schafft alle - Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Grünen ihre Kandidaten alle ausgetauscht.
Siehe auch Kabinett Späth III Liste der Mitglieder des Landtags von Baden-Württemberg (9. Wahlperiode)
Einzelnachweise
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