Dai-Sua (Daisua, Daisula) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Same (Gemeinde Manufahi).

Geographie

mini|links|Am Ufer des Caraulun

Dai-Suao liegt im Osten des Verwaltungsamts Same. Nördlich befinden sich die Sucos Letefoho und Babulo, südöstlich der Suco Betano und im Nordosten die Sucos Grotu und Rotuto. Im Südwesten grenzt Dai-Sua an das Verwaltungsamt Hato-Udo (Gemeinde Ainaro) mit seinem Suco Foho-Ai-Lico. Der Grenzfluss zwischen Manufahi und Ainaro ist der Aiasa, ein Nebenfluss des Caraulun, der durch den Südosten des Sucos fließt. Dai-Sua hat eine Fläche von 47,57 km² und teilt sich in fünf Aldeias Dai-Sua, Leço-Ai, Leço-Lau, Loti und Ria-Tu. (portugiesisch; PDF; 323 kB)

Der Ort Dai-Sua liegt im Südosten des Sucos, auf einer Meereshöhe von , zwischen den Flüssen Aiasa und Caraulun, kurz vor ihrem Zusammenfluss. Hier trifft die Überlandstraße aus der Gemeindehauptstadt Same auf die hier weit im Inselinneren verlaufende südliche Küstenstraße. In Dai-Sua befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Primaria Dai-Sua. (PDF; 523 kB)

Über zwei Brücken überquert die südliche Küstenstraße die Flüsse Aiasa und Caraulun. An ihr liegen auch die Orte Ria-Tu (Riatu), Loti (Lotin), Babulu und Leço-Lau (Lesulau). An der sehr abgelegenen Nordwestgrenze gibt es einen weiteren Ort namens Ria-Tu (Riatu), in dem es ebenfalls eine weitere Grundschule gibt, und das Dorf Aidaludo. Außerdem gibt es im Suco eine Polizeistation. In Luak befindet sich der Dom-Boaventura-Park und ein Friedhof für die Helden und Märtyrer des Befreiungskriegs gegen Indonesien.

In Loti befindet sich am Fluss Aiasa mit der Felswand von Haot Meta eine geologische Besonderheit. Natürliche, sechseckige Basaltsäulen haben hier eine Wand gebildet, die an Bienenwaben erinnert. An einem Felsen im Fluss, dem Haot Meta Mane, finden sich Petroglyphen.

Einwohner In Dai-Sua leben 2.771 Einwohner (2022), davon sind 1.398 Männer und 1.373 Frauen. Im Suco gibt es 618 Haushalte. Fast 74 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. 15 % sprechen Tetum Prasa, 8,5 % Bunak (um Loti), Minderheiten Tetum Terik oder Kemak.Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Dai-Sua (tetum; PDF; 8,4 MB)

Geschichte mini|Heldenfriedhof in Dai-Sua

Am Ende der Rebellion von Manufahi wurden am Berg Leolaco (), nordwestlich des heutigen Ortes Dai-Sua, mehr als 12.000 aufständische timoresische Männer, Frauen und Kinder von den portugiesischen Kolonialtruppen in einem 35 km² großen Gebiet eingekreist. Beim Ausbruchsversuch zwischen dem 8. und 10. August 1912 konnte der Rebellenführer Boaventura mit Tausenden seiner Anhänger entkommen. Mehr als 3000 zurückgebliebene Kämpfer und Zivilisten sollen aber in den zwei folgenden Tagen und Nächten von den Portugiesen abgeschlachtet worden sein. Es war eines der größten Massaker in der portugiesischen Kolonialgeschichte.Steve Sengstock, Faculty of Asian Studies, Australian National University, Canberra (englisch; PDF; 824 kB)

Während der indonesischen Besetzung Osttimors (1975 bis 1999) wurden Einwohner des Berglandes des Sucos aus ihrer Heimat vertrieben und im Ort Dai-Sua und in benachbarten Sucos angesiedelt, wohin sie familiäre Beziehungen hatten. (PDF; 330 kB) Man wollte sie damit besser von den Widerstandskämpfern der FALINTIL trennen und kontrollieren. (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)

Politik mini|Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum des Unabhängigkeitsreferendums (2019)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Alexandrinho Tilman zum Chefe de Suco gewählt und 2009 in seinem Amt bestätigt. Bei den Wahlen 2016 gewann Amorin da C. Sarmento.

Persönlichkeiten Antoninho Doutel Sarmento (* 1975), Politiker

Weblinks

Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Dai-Sua (tetum; PDF; 8,4 MB) Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Dai-Sua (tetum; PDF) Seeds of Life: Suco information sheets Same (tetum)

Einzelnachweise

Kategorie:Suco in Manufahi Kategorie:Same (Verwaltungsamt)