Lothar Raucamp (* 27. Oktober 1905 in Ronsdorf; † 7. November 1985) war ein deutscher Transportunternehmer.
Werdegang Raucamp wurde als Sohn eines Brauereidirektors geboren. 1930 machte er sich mit der internationalen Spedition Lothar Raucamp & Co. in Düsseldorf selbständig. In den Anfangsjahren der Bundesrepublik war er Präsident, später auch Ehrenpräsident, des Arbeitsgemeinschaft Güterfernverkehr (AGF) und seiner Nachfolger, Präsident der International Road Transport Union sowie Verwaltungsratsvorsitzender der Bundesanstalt für den Güterfernverkehr.
1954 sprach er bei einem öffentlichen Auftritt von einer „absolut korrupten Bundesbahn“, worüber unter anderem der Hessische Rundfunk und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichteten. Die Deutsche Bundesbahn (DB) stellte daraufhin gegen ihn einen Strafantrag wegen Verleumdung.Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): Sonder-Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 14. Mai 1954, Nr. 21, S. 129. Lothar Raucamp behauptete im Strafverfahren, sich nicht daran erinnern zu können, eine solche Aussage gemacht zu haben. Nach seinem in diesem Verfahren abgegebenen „vorsorglichen Widerruf“ nahm die DB den Strafantrag zurück.Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 21. Oktober 1955, Nr. 45, S. 281.
Bei der Bundestagswahl 1957 kandidierte er für die FDP.
Ehrungen 1966: Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland 1972: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
Literatur Wer ist wer?, Band 17 – Schmidt-Römhild, 1971
Einzelnachweise
Kategorie:Unternehmer (Düsseldorf) Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:FDP-Mitglied Kategorie:Mitglied der Logistics Hall of Fame Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1905 Kategorie:Gestorben 1985 Kategorie:Mann