Struthiocephalus ist eine ausgestorbene Gattung primitiver Therapsiden ("frühe Säugerverwandte") aus der Familie der Tapinocephalidae. Die Überreste dieses ca. 3 Meter großen Pflanzenfressers stammen aus der Beaufort-Gruppe in Südafrika und werden in die Stufe des Capitanium (Mittelperm) datiert.

Körperbau und Ökologie Struthiocephalus ist von mehreren bis zu 50 cm langen Schädeln sowie einigen postkranialen Elementen bekannt. Charakteristisch für die Gattung ist die für Tapinocephaliden ungewöhnlich lange Schnauze. Wie bei allen Dinocephalier besaßen die männlichen Vertreter von Struthiocephalus die charakteristische Verdickung des Schädeldaches (Pachyostose). Diese wurde wahrscheinlich zu Paarungs- und Revierkämpfen eingesetzt.

Es wird vermutet, dass Struthiocephalus in oder am Wasser nach Nahrung suchte, die aus weichem Pflanzenmaterial bestandA. S. Brink: Struthiocephalus kitchingi sp. nov. In: Palaeontologia Africana, Jg. 5 (1956), , S. 39–56.. Auch die Möglichkeit, dass Struthiocephalus an das Leben in einem von Marschland geprägten Ökosystem angepasst war, wird in Betracht gezogenLieuwe D. Boonstra: The Skull of Struthiocephalus kitchingi. In: Annals of the South African Museum, Bd. 48 (1965), Heft 14, , S. 251–265..

Synonyme Struthiocephalus whaitsi stellt die einzige gültige Art der Gattung Struthiocephalus dar. Es existieren jedoch zahlreiche Synonyme, bei denen es sich vermutlich um Funde juveniler oder weiblicher Exemplare handelt und die auf Geschlechtsdimorphismus zurückzuführen sind. Struthiocephalellus parvus ist ebenso wie der von Haughton ursprünglich einer eigenen Gattung zugeschriebene Moschosaurus longiceps ein Juniorsynonym von Struthiocephalus whaitsi. Weitere Synonyme sind: Moschosaurus whaitsi Haughton, 1915 Struthiocephalus rheederi Broom, 1937 Struthiocephalus milleri Olson & Broom, 1937 Struthiocephalus akraalensis Boonstra, 1952 Struthiocephalus kitchingi Brink, 1958

Literatur Everette C. Olson, Robert Broom: New genera and species of tetrapods from the Karroo Beds of South Africa. In: Journal of Paleontology, Bd. 11 (1937), Heft 7, S. 613–619. Lieuwe D. Boonstra: The Fauna of the Tapinocephalus Zone (Beaufort Beds of the Karoo). In: Annals of the South African Museum, Jg. 56 (1969), Heft 1, , S. 1–73.

Einzelnachweise

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