Die Metropolitana di Brescia ist die U-Bahn in der norditalienischen Stadt Brescia. Sie verkehrt mit einer zentralen Steuerung fahrerlos, wurde am 2.März 2013 eröffnet, ist das zweite U-Bahn-System in der Region Lombardei und das siebente in Italien.

Geschichte Erste Planungen für eine Alternative zum bestehenden Stadtbussystem in Brescia begannen 1986, um dem stark steigenden Kfz-Verkehr entgegenzuwirken. Eine erste Ausschreibung, an der sich fünf Konsortien beteiligten, wurde 1989 begonnen. Diese Ausschreibung wurde aufgrund von Planänderungen jedoch 1996 abgebrochen.

Bis ins Jahr 2000 wurden die Pläne noch einmal überarbeitet und erneut eine Ausschreibung durchgeführt, bei der Ansaldo STS im Jahr 2003 den Zuschlag mit dem System einer fahrerlosen U-Bahn, das unter anderem bereits in Kopenhagen verwendet wird, bekam. (abgerufen am 26. März 2011)

Die Baukosten sollten 750 Millionen Euro betragen. (abgerufen am 26. März 2011) Diese wurden von der Stadt Brescia (67 Millionen), der Region Lombardei (72,3Millionen), Brescia Mobilità S.p.A. (86 Millionen), dem Staat (284,4 Millionen) und durch ein 30-jähriges Darlehen (240,3 Millionen Euro) finanziert.

Linie mini|Schildvortriebsmaschine in der Baugrube des Bahnhofs Brescia Due (2007) Das System besteht aus einer Linie mit einer Länge von 13,1km und 17 Stationen (abgerufen am 26. März 2011). 9,7km der Linie verlaufen im Tunnel, 1,7km ebenerdig und 1,7km auf Viadukten.

Stationen Die Bahnsteigebenen aller Stationen sind mit Bahnsteigtüren ausgestattet, wie bei den meisten U-Bahnen mit fahrerlosem Betrieb. Die Bahnsteigtüren öffnen sich, wenn der eingefahrene Zug seine vorgesehene Halteposition erreicht hat. Alle Stationen sind frei zugänglich, Zugangssperren gibt es nicht. Fahrkartenautomaten befinden sich in den jeweiligen Verteilerebenen.

Prealpino (Tunnel) Casazza (Tunnel) Mompiano (Tunnel) Europa (Tunnel) Ospedale (Tunnel) Marconi (Tunnel) S. Faustino (Tunnel) Vittoria (Tunnel) Stazione FS (Tunnel) Brescia Due (Tunnel) Lamarmora (Tunnel) Volta (Tunnel) Poliambulanza (Oberfläche) San Polo Parco (Oberfläche) San Polo Cimabue (Tunnel) Sanpolino (Viadukt) Sant’Eufemia – Buffalora (Viadukt)

Betrieb Für die erste Phase der Metro wurden 18 dreiteilige Gelenkzüge von AnsaldoBreda bestellt, von denen zwei als Reserve vorgesehen sind. Die Züge können bei einem Dreiminutentakt bis zu 8500 Personen pro Stunde und Richtung transportieren. Bei positiver Entwicklung soll der Bestand auf 40 Zugeinheiten erhöht (sechs davon als Reserve) und das Intervall auf 90Sekunden verkürzt werden, wodurch 17000 Personen pro Stunde und Richtung transportiert werden könnten. Die Triebwageneinheiten mit einer Länge von 39m und vier Drehgestellen bestehen aus drei Wagenkästen, die mit Gelenkverbindungen durchgängig begehbar sind. (abgerufen am 9. Mai 2011)

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