Ursula Schönberger (* 14. April 1962 in München) ist eine deutsche Politikerin und Politologin. Von 1994 bis 1998 war sie für Bündnis 90/Die Grünen Mitglied des Deutschen Bundestages.

Werdegang Nach dem Abitur 1981 in München studierte Schönberger Politikwissenschaften zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München, später an der Technischen Universität Braunschweig. 1991 absolvierte sie ihr Magisterstudium. Ab 1986 war sie als Bauzeichnerin in einem Braunschweiger Bauingenieurbüro tätig.

Von 1994 bis 1998 war sie für Bündnis 90/Die Grünen Mitglied des Deutschen Bundestages. 1999 bis 2002 und 2005 bis 2013 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Abgeordneten des Deutschen Bundestages, zuerst bei Annelie Buntenbach, dann bei Ulla Lötzer.

Mit der "Bestandsaufnahme Atommüll" gab Schönberger 2013 erstmals einen kompletten Überblick über den Atommüll in Deutschland. In Fortsetzung dieser Arbeit wurde die Online-Plattform atommuellreport.de aufgebaut, mit Schönberger als Projektleiterin. In dieser Funktion war sie unter anderem 2015 als Sachverständige im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages geladen.

Mitgliedschaften Von 1980 bis 1985 gehörte Schönberger der Friedensbewegung an, sie war von 1980 bis 1986 Mitglied der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen München. 1985 stieg sie in die Anti-Atomkraft-Bewegung ein und wurde 1986 Mitglied der GRÜNEN. 2002 trat sie vor allem wegen deren Zustimmung zu militärischen Einsätzen aus der Partei aus. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e. V., des Deutschen Alpenvereins und in der IG Bauen-Agrar-Umwelt. Im 2018 von ihr mit gegründeten Verein Archiv Deutsches Atomerbe ist Ursula Schönberger Vorstandsmitglied.Vorstand archiv-atomerbe.de

Literatur Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 2: N–Z. Anhang. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 773–774. Becker-Schaum, C., & Surkov, A. (2017). Die zweite Generation der Grünen: Ein Gruppenportrait. BIOS - Zeitschrift für Biographieforschung, Oral History und Lebensverlaufsanalysen, 30 (1-2), 130-165. PDF

Einzelnachweise

Weblinks Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. Bestand Ursula Schönberger im Archiv Deutsches Atomerbe

Fachportal Atommüllreport

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