Georg Heinrich Bruno Kerl (* 24. März 1824 in St. Andreasberg; † 25. März 1905 in Groß-Lichterfelde) war ein deutscher Hochschullehrer für Berg- und Hüttenkunde.

Leben Bruno Kerls Vater August Wilhelm Kerl war Markscheider in Clausthal. Kerl besuchte das Clausthaler Gymnasium von 1833 bis 1840 und studierte anschließend bis 1843 an der Bergschule Clausthal. Währenddessen erhielt er eine praktische Ausbildung in Silber- und Eisenhütten, die er 1844 abschloss. 1844 und 1985 studierte Kerl Chemie bei Friedrich Wöhler und Mineralogie bei Friedrich Hausmann in Göttingen.

1846 wurde Kerl zunächst Hilfslehrer an der Bergschule Clausthal, im folgenden Jahr übernahm er interimsmäßig das Lehrgebiet der Chemie, Hüttenkunde und Probierkunst als vollwertige Lehrkraft, ab 1853 konnte er seine Lehrtätigkeit auf Hüttenkunde und Probierkunst beschränken. 1862 wurde er zum Professor ernannt. Enge Zusammenarbeit hatte er mit dem gleichzeitig ernannten Adolph Streng. Daneben machte er auch in der Unterharzer Bergverwaltung Karriere, so wurde er 1853 Hüttenmeister und 1857 Bergamtsassessor. 1867 wurde er als Professor für Metallhüttenkunde und chemische Technologie an die Bergakademie Berlin berufen. In Berlin war er auch Mitglied der Technischen Deputation für Gewerbe (1868–1892) und des Patentamtes (1877–1885). 1889 wurde er zum Geheimen Bergrat ernannt. 1897 ging er in den Ruhestand.

Werke Metallurgische Probirkunst. Zum Gebrauche bei Vorlesungen und zum Selbststudium. Felix, Leipzig 1866. ()

Literatur Wilhelm Bornhardt: Ursprung und Entwicklung der Bergakademie. In: Die Preußische Bergakademie zu Clausthal 1775/1925. Festschrift zur 150-Jahrfeier. Clausthal 1925, S. 20.

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