270px|mini|Zwischen Möckenau und Oberdachstetten, Freileitungsmaste im Panorama
Möckenau (fränkisch: Megn-aabE. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 134. Dort folgendermaßen transkribiert: „megnāb“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Oberdachstetten im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Möckenau liegt in der Gemarkung Mitteldachstetten.
Geografie Nördlich des Weilers fließt der Stockbach, südwestlich entspringt der Wasengraben. Beide sind rechte Zuflüsse der Fränkischen Rezat. 0,5 km nordwestlich liegt die Flur Eckertslohe, 0,5 km nordöstlich das Heimatsfeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mitteldachstetten (1,4 km östlich) bzw. die Bundesstraße 13 kreuzend nach Spielberg (1 km westlich).
Geschichte Möckenau ist durch die Deutschordenskommende Virnsberg als Rodungssiedlung angelegt worden. Im 13. Jahrhundert wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bestimmungswort der Personenname Meko ist. Im Salbuch der Kommende von 1574 wurden für „Möckenaib“ drei Anwesen angegeben (2 Höfe, 1 Gut).R. Krusche: Am Ursprung der Rezat. Historisches von und um Oberdachstetten, S. 206.Nach E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 134, Ersterwähnung im 17. Jahrhundert als „Mökhenaib“.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Möckenau zwei Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Schultheißenamt Markt Bergel aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Obervogteiamt Virnsberg. Die beiden Halbhöfe hatten die Deutschordenskommende Virnsberg als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 113.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1000f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Möckenau dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteldachstetten und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Mitteldachstetten zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964. Am 1. Januar 1972 wurde Möckenau im Zuge der Gebietsreform nach Oberdachstetten eingemeindet.
Baudenkmal Haus Nr. 1: eine Fachwerkscheune mit Krüppelwalm (wohl aus dem 18. Jahrhundert) mit Gartenummauerung
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006 2015 2019Einwohner 28 29 39 38 30 27 29 43 30 31 13 25 15 13HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 5 5 5 5 5 5 5 5 Quelle In: oberdachstetten.de, abgerufen am 9. März 2018. (Stand: Juni 2007)
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Oberdachstetten) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Oberdachstetten) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert