Die Generaldiözese Hoya-Diepholz war ein kirchlicher Leitungs- und Aufsichtsbezirk im Bereich der heutigen Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Errichtet wurde sie 1743 für den Bereich der Grafschaften Hoya und Diepholz. Die Amtsinhaber waren Mitglieder des Konsistoriums in Hannover, die ihren Amtssitz dort behielten. Sie waren meist Pastoren an der Schloßkirche oder Neustädter Kirche in Hannover.
1885 wurde die Generaldiözese um den Bezirk Osnabrück erweitert und seither als Generaldiözese Osnabrück-Hoya-Diepholz bezeichnet. 1903 wurde sie aufgelöst. Der größte Teil des Gebiets kam an die Generalsuperintendentur Stade, die Inspektionen Nienburg und Stolzenau an die Generalsuperintendentur Hannover.
Bei der Neuorganisation der Landeskirche unter Landesbischof August Marahrens 1936 wurde das Gebiet der ehemaligen Generaldiözese den Sprengeln Verden-Hoya und Osnabrück-Diepholz zugewiesen.
Generalsuperintendenten 1743–1746: Heinrich Eberhard König (1696–1746) 1746–1758: Laurentius Hagemann 1758–1762: Gabriel Wilhelm Goetten 1762–1774: Georg Heinrich Riebow 1775–1781: Wilhelm Lesemann 1781–1787: Johann Adolf Schlegel 1788–1791: Johann Benjamin Koppe 1791–1793: Gottfried Less 1794–1798: August Georg Uhle 1798–1804: Heinrich Philipp Sextro 1805–1816: Johann Conrad Gericke (1750–1816) 1816–1840: Achaz Holscher 1841–1868: Friedrich Leopold 1871–1881: Friedrich Eickenrodt 1882–1885: Georg Kahle 1885–1900: Friedrich Düsterdieck 1901–1902: Philipp Meyer (1854–1927)
Literatur Philipp Meyer: Die Pastoren der Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippes seit der Reformation, Band 1, Göttingen 1941, S. 411.
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