mini|Stadtkirche St. Marien in Celle, die Predigtkirche des Generalsuperintendenten Die Generaldiözese Lüneburg-Celle war ein kirchlicher Aufsichtsbezirk im Bereich der heutigen Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Errichtet wurde sie 1531 mit der Einsetzung des Reformators Urbanus Rhegius als Superintendent der lüneburgischen Landeskirche mit Sitz in Celle. Der Titel eines Generalsuperintendenten für den Amtsinhaber wurde allerdings erst später eingeführt. Die Generalsuperintendenten waren Inhaber der ersten Pfarrstelle an der Stadtkirche in Celle. Sie waren Mitglied des Konsistoriums in Celle und nach dessen Aufhebung (1705) des Konsistoriums in Hannover.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ging ein Teil des Gebietes an die neu begründete Generaldiözese Harburg (Harburg, Lüchow, Bardowick, Dannenberg, Fallersleben und Klötze).
1903 ging die Generaldiözese Lüneburg-Celle in der neugegründeten Generaldiözese Hannover auf.
Bei der Reorganisation der kirchlichen Verwaltung unter Landesbischof August Marahrens 1936 wurde als Nachfolger der früheren Generaldiözese der Sprengel Celle gebildet.
Generalsuperintendenten 1531–1541: Urbanus Rhegius 1542–1569: Martin Ondermark 1571–1583: Georg Bonsack 1583–1598: Christoph Fischer 1598–1610: Christoph Silbermann 1611–1621: Johann Arndt 1621–1641: Johann Wetzel 1642–1662: Michael Walther der Ältere 1662–1691: Joachim Hildebrand 1691–1707: Franz Eichfeld 1708–1725: Polycarp Leyser 1726–1735: Philipp Ludwig Böhmer 1735–1742: Philipp Guden 1743–1757: Meinhard Plesken 1758–1791: Johann Friedrich Jacobi 1792–1803: Georg Christoph Dahme 1805–1814: Johann Conrad Eggers 1815–1830: August Ludwig Hoppenstedt 1831–1849: Karl Georg Schuster 1850–1867: Friedrich Wilhelm Theodor Meyer 1868–1879: Karl Erck 1880–1890: Max Frommel 1890–1903: Georg Hartwig
Literatur Philipp Meyer: Die Pastoren der Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippes seit der Reformation, Band 1, Göttingen 1941, S. 159.
Kategorie:Religion (Celle) Luneburg LuneburgCelle Kategorie:Christentum im Landkreis Celle