Stockholms tunnelbana 150px|Logo Stockholms tunnelbana300pxBasisinformationenStaat Stadt StockholmEröffnung 1950Betreiber Connecting Stockholm ABBesitzer Stadt StockholmInfrastrukturStreckenlänge 105,7 kmSpurweite 1435 mm (Normalspur)Stromsystem 650 V =Stationen 100BetriebLinien 7Kürzester Takt <2 MinutenStatistikFahrgäste 898.630 pro Tag,328 Mio. pro JahrWebseitesl.se300pxStreckenplan

mini|Station Rådhuset mini|Ein Zug der Stockholmer Tunnelbana in der Station Hötorget Die Stockholmer U-Bahn, , ist die einzige U-Bahn in Schweden.

Eigentümer ist AB Storstockholms Lokaltrafik (SL). Der Betreiber wird von SL per Ausschreibung ermittelt: Bis 1. November 2009 war es Veolia Transport, von November 2009 bis April 2025 die schwedische Tochtergesellschaft MTR Stockholm des chinesischen Unternehmens MTR Corporation. Im Mai 2025 übernahm Connecting Stockholm AB den Verkehr mit einem 11-Jahres-Vertrag. Connecting Stockholm gehört Go-Ahead Sverige (55 %) und ComfortDelGro aus Singapur (45 %).

Da zahlreiche U-Bahn-Stationen insbesondere der Blå linjen künstlerisch gestaltet sind, bezeichnet der Betreiber diese gerne als „longest art gallery in the world“.SL: Art walks

Streckennetz

Stockholms Tunnelbana hat ein 105,7 Kilometer langes Streckennetz, davon verlaufen 62 Kilometer unterirdisch, die Gesamtlinienlänge beträgt 161,5 Kilometer.

Stockholms Tunnelbana verfügt insgesamt über 101 Stationen, von denen sich 52 oberirdisch und 49 unterirdisch befinden. 49 Haltestellen davon werden von der Gröna linjen, 36 von der Röda linjen und 20 von der Blå linjen bedient.

Die drei Stammstrecken werden jeweils von einzelnen Linien befahren: 10 und 11 auf der blauen, 13 und 14 auf der roten und 17 bis 19 auf der grünen Linie. Um die U-Bahn von anderen Verkehrsmitteln abzugrenzen, wurden die Linien früher teilweise auch als T10 etc. bezeichnet.

Zentraler und meistfrequentierter U-Bahnhof ist T-Centralen mit 161.000 Fahrgästen täglich, in dem sich alle drei Stammstrecken kreuzen, und an dem sich auch der Stockholmer Hauptbahnhof befindet.

Linie Strecke Fahrzeit Länge Stationen(davon unterirdisch)10Kungsträdgården ↔ Hjulsta 23 min 15,1 km 14 (14)11Kungsträdgården ↔ Akalla 22 min 15,6 km 12 (11)13Norsborg ↔ Ropsten 44 min 26,6 km 25 (11)14Fruängen ↔ Mörby centrum 33 min 19,5 km 19 (14)17Hässelby strand ↔ Skarpnäck 53 min 26,8 km 32 (11)18Hässelby strand ↔ Farsta strand 56 min 29,1 km 35 (10)19Hässelby strand ↔ Hagsätra 57 min 28,6 km 35 (9) In der Nebenverkehrszeit (tagsüber) verkehren die einzelnen Linien alle 10 Minuten, die 14 zwischen Mörby und Liljeholmen alle 5 Minuten, sodass auf den gemeinsamen Abschnitten alle 3 1/3 bis 5 Minuten die Züge verkehren. In der Hauptverkehrszeit werden der Rest der 14 und die 13 auf einen Fünf- und die 10 und 11 auf einen Sechs-Minuten-Takt verdichtet. Frühmorgens und spätabends fahren die Linien jeweils alle 15–30 Minuten.

Geschichte Insgesamt bestehen 102 Stationen, von denen eine, nämlich Kymlinge auf der Linie 11 der Blå linjen, nicht fertig gestellt und somit auch nicht bedient, sondern nur durchfahren wird.

Die grüne Linie mini|Tunnelbanan in Bau 1932 mini|Bahnsteig der U-Bahn-Station Odenplan (vor Eröffnung der Citybanan) mini|Die fünfgleisige ehemalige Eisenbahnbrücke wird sowohl für den laufenden Betrieb als auch für Kehrzüge benutzt

Nachdem 1877 die ersten Pferdebahnen entstanden und diese ab 1901 durch elektrische Straßenbahnen ersetzt wurden, wurde ein großes Schienennetz in der schwedischen Hauptstadt installiert. Bis 1920 entwickelten sich die verschiedenen Straßenbahngesellschaften mit ihren Strecken, bis sie darauf zur „AB Stockholms Spårvägar“ (deutsch: Stockholmer Straßenbahnen AG) zusammengefasst wurden. Seit der Gründung dieser Gesellschaft gab es verschiedene Vorschläge für unterirdische Straßenbahnstrecken.

1931 begannen die ersten Bauarbeiten für den so genannten Katarina- oder Södertunnel zwischen Skanstull und Slussen im Stadtteil Södermalm, der drei Jahre später, am 1. Oktober 1933, in Betrieb ging. Damit wurde eine unterirdische Straßenbahnverbindung für die südlichen Vorortlinien geschaffen. In dem 1,37 Kilometer langen Tunnel gab es zwei Bahnhöfe: Södra Bantorget, heute Medborgarplatsen, und Ringvägen, der heute Skanstull heißt. Die Endstation Slussen war damals nicht überdacht, dies wurde erst etwa dreißig Jahre später nachgeholt. Diese Tunnelstrecke wurde unter dem Namen „Tunnelbanan“ („die Tunnelbahn“) bekannt.

Nachdem die südlichen Vorortlinien angeschlossen waren, sollte gleiches bei den westlichen Linien passieren. Bereits 1934 fuhren diese über eine neue Brücke mit dem Namen „Tranebergsbron“ bis Alvik. 1944 wurde eine oberirdische Strecke von Thorildsplan bis Islandstorget in Betrieb genommen, bei welcher die Strecke bereits für einen späteren Tunnelbanabetrieb vorbereitet war.

Ursprünglich war also nur ein Straßenbahnbetrieb mit Tunnelstrecke geplant. Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums Stockholms in den 1940er Jahren wurden die Pläne einer U-Straßenbahn revidiert und eine Voll-U-Bahn geplant. Da die Pläne für den zuerst zu bauenden Abschnitt Hötorget–Slussen noch nicht detailliert genug waren, wurde mit der nördlichen Strecke Fridhemsplan–Hötorget begonnen. 1946 ging die „Skanstullbrücke“ in Betrieb, die von einer Straßenbahn inklusive der schon vorhandenen Strecke Thorildsplan–Islandstorget benutzt wurde.

Am 1. Oktober 1950 wurde die erste Tunnelbanastrecke zwischen Gullmarsplan (früher Johanneshov) und Hökarängen, die ursprünglich von einer Vorortstraßenbahn befahren wurde, eröffnet. 1951 ging ebenfalls eine verkürzte Tramstrecke nach Stureby, die ab 1954 nach Högdalen fuhr, in Betrieb. Die Weststraßenbahn nach Ängby wurde 1954 auf Tunnelbana-Betrieb umgestellt. Diese fuhr von einem Behelfsbahnsteig in Vällingby nach Hötorget (früher Kungsgatan). Damit waren zwei kleine Netze im Süden und im Westen geschaffen, die miteinander verbunden werden mussten.

1957 ging die City-Verbindung in Betrieb. Sie wurde, abgesehen von dem Abschnitt Slussen–Gamla Stan, unterirdisch ausgeführt. Letzterer führt über eine ehemalige, fünfgleisige Eisenbahnbrücke. Während auf vier Gleisen der reguläre Betrieb abläuft, bleibt der fünfte Gleisstrang für Wartungsarbeiten beziehungsweise Kehrzüge frei. Schon damals war klar, dass es mehr als eine Tunnelbanalinie geben würde, daher wurde die Brücke möglichst breit ausgelegt.

Mit diesem Ausbau war die grüne Linie fast vollendet. Bis 1960 kamen Erweiterungen um wenige Stationen am Nord- und Südende hinzu. 1971 wurde der Zweig nach Farsta bis nach Farsta Strand verlängerte, 1994 kam noch eine Verlängerung von Bagarmossen nach Skarpnäck hinzu. Letzterer Ausbau ist der bislang letzte des Tunnelbananetzes. Die Station Skarpnäck ist die 100. Station des Netzes.

Auf der grünen Linie durften seit 2007 nur noch C20 fahren. 2001 war ein neues elektronisches Signalsystem installiert worden, wodurch höhere Zugdurchsätze möglich sind. 2007 wurde dieses System komplett auf die besser bremsenden C20 ausgelegt, wodurch dichtere Zugfolgen fahrbar sind. Die alten Wagen, die damals noch in Betrieb befindlichen und unter der Bezeichnung Cx zusammengefasste Typen C6 bis C15, konnten die Strecken der grünen Linie daher nur noch bei Überführungen befahren.

Die grüne Linie umfasst insgesamt 41,25 Streckenkilometer und besteht aus drei Routen: Hässelby strand – Skarpnäck (Route 17) Hässelby strand – Farsta strand (Route 18) Hässelby strand – Hagsätra (Route 19)

Die rote Linie

Die grüne Linie („Gröna Linjen“) wurde vorwiegend in den 1950er Jahren gebaut und ausgebaut. Sie war aus Sicht des Stadtrates vorerst „fertig“. In Folge sollte vor allem in den 1960er Jahren eine zweite Tunnelbana-Linie gebaut werden. Größtes Unterscheidungsmerkmal zwischen der „Gröna Linjen“ und der „Röda Linjen“ ist und war, dass Letztere vor allem im Tunnel fährt und damit keine großen Wohngebiete durchschneidet, was bei der grünen Linie durch die langen Hochbahnabschnitte der Fall war. 1964 wurde die zweite Tunnelbanalinie für den Verkehr freigegeben. Die Linie bestand damals aus zwei Ästen: Von T-Centralen entweder nach Örnsberg oder Fruängen. Bis 1967 wurde sie weiter ausgebaut, im Süden bis nach Vårberg und im Norden bis nach Ropsten. 1972 bis 1975 wurden die Linienabschnitte bis Norsborg im Süden und Universitetet im Norden angefügt. 1978 kam als bisher letzter Ausbau der Abschnitt bis nach Mörby Centrum hinzu. Die Strecken sind insgesamt 41,23 Kilometer lang.

Diese Linie besteht aus zwei Routen: Norsborg – Ropsten (Route 13) Fruängen – Mörby centrum (Route 14)

Die blaue Linie mini|Station Rådhuset

Das erste Teilstück der blauen Linie wurde 1975 eröffnet. Zunächst verlief die Linie von T-Centralen bis nach Hjulsta, wobei sich die Strecke von der heutigen insofern unterschied, als dass bis Hallonbergen die heutige Strecke nach Akalla befahren wurde und die nächste Station Rinkeby war. 1977 wurde ein Zweig ab Hallonbergen nach Akalla eingefügt und das Teilstück nach Kungsträdgården eröffnet. 1985 wurde ab Västra Skogen eine neue Strecke über Sundbyberg eröffnet und die heutige Linienaufteilung eingeführt, wodurch die Querverbindung Hallonbergen-Rinkeby stillgelegt wurde. Zwischen Hallonbergen und Kista gibt es die Station Kymlinge. Diese wurde nie in Betrieb genommen, weil der dazugehörige Stadtteil nie gebaut wurde. Abgesehen von der Station Kista ist die gesamte Strecke unterirdisch und liegt ungefähr 20–30 Meter unter der Erde. Alle Stationen wurden von bekannten schwedischen Kunstschaffenden gestaltet. Die Strecken sind insgesamt 25,51 Kilometer lang.

Diese Linie besteht aus zwei Routen: Kungsträdgården – Hjulsta (Route 10) Kungsträdgården – Akalla (Route 11)

Stationsumbenennungen Einige Stationen haben in ihrer Geschichte den Namen gewechselt: Globen hieß früher Isstadion (Eisstadion) und noch früher Slakthuset (Schlachthaus) Gullmarsplan hieß früher Johanneshov, was der Name des südlich der Station gelegenen Stadtteils ist Skogskyrkogården (wörtlich der Waldfriedhof) hieß früher nur Kyrkogården (der Friedhof) Skanstull hieß früher Ringvägen nach einer der Hauptstraßen von Södermalm. Heute liegt zudem die Station Zinkensdamm am Ringvägen. Hötorget hieß früher Kungsgatan nach einer der Straßen, die am Hötorget entlanggehen. Heute liegen einige Eingänge der Station Östermalmstorg sehr nahe der Kungsgatan. Skärmarbrink hieß früher Hammarby T-Centralen hieß früher Centralen. Heute wird nur noch der Hauptbahnhof und die dazugehörige Station des Pendeltåg so bezeichnet. Ängbyplan hieß früher Färjestadsvägen Die Station Vreten wurde im Jahr 2014 in Solna Strand umbenannt.

Züge Übersicht Heute sind 271 Züge der fünften Generation sowie 96 Züge der sechsten Generation im Einsatz (Stand Februar 2024).

GenerationBaureiheBaujahreHerstellerBemerkungabgestelltGeneration 1C11949/1950ASJ, ASEA3 später zu C2 umgebaut, 1 Zug 1978 abgestellt, 16 im Jahr 1983 abgestelltC21950–1961ASJ, ASEAabgestellt 1977–1990, 38 Wagen 1990 zu Mittelwagen umgebaut und bis 1999 in BetriebC31957–1959ASJ, ASEAzwischen 1988 und 1999 abgestelltGeneration 2C41960–1966ASJ, ASEAbis 1999 abgestelltC51963–1965Hägglund & Söner1996 abgestelltGeneration 3C61970–1974ASEA, ASJ, Hägglund & Sönerbis Mai 2023 abgestelltC71972/1973ASEAnicht mehr im EinsatzC8(H)1974/1975ASEA, Hägglund & Sönernicht mehr im EinsatzC91976/1977ASEA, Hägglund & Sönernicht mehr im EinsatzGeneration 4C12(H)1977–1982ASEA, ASJ, Hägglund & Sönernicht mehr im EinsatzC131982–1984ASEA, ASJ, Hägglund & Sönernur betriebsinterner EinsatzC14(H)1985–1989ASEA, ASJ, Hägglund & Sönerbis Februar 2024 abgestelltC14z1987/1988ASEA, ASJ, Hägglund & Sönerbis Februar 2024 abgestelltC151985ASEA, ASJ, Hägglund & Sönerbis Frühsommer 2023 abgestelltim BetriebseinsatzGeneration 5C201997–2004AdTranzC20F2003AdTranzEine Einheit als Versuchsträger für leichtere WerkstoffeC20U (C25)2018–2024AlstomModernisierung der 270 Einheiten des Typs C20Generation 6C302019–Bombardier / Alstom