George James Minty (* 16. September 1929 in Detroit; † 6. August 1986 in Bloomington, Indiana) war ein US-amerikanischer Mathematiker, der auf den Gebieten der Analysis und der diskreten Mathematik arbeitete.Lebensdaten aus Minutes of the Board of Trustees of Indiana University, 06 September 1986Die meisten übrigen Informationen stammen aus Andrew Lenards Bericht in der Historia Matematica Mailing List.

Leben

miniatur|400px|rechts|Der Anfang von Mintys Artikel Monotone (nonlinear) operators in Hilbert space von 1962 George Minty wuchs in Detroit auf. Sein Vater war nach dem Ersten Weltkrieg aus Schottland in die Vereinigten Staaten emigriert und arbeitete in Detroit in der Automobilindustrie als Werkzeugmacher. George Minty studierte an der Wayne State University in Detroit, arbeitete eine Zeitlang als Lehrer und lernte in seiner Armeezeit beim US Army Signal Corps in Fort Monmouth die Anwendung der Mathematik in der Elektronik kennen.

Nach weiterem Studium der Mathematik an der University of Michigan promovierte er 1959 mit einer Arbeit über die Mathematik der Thermodynamik. Sein Doktorvater war Erich Rothe.

Minty arbeitete im Entwicklungslabor von General Motors auf dem Gebiet der Elektronik und löste dort auftretende Fragen mit graphentheoretischen Methoden (siehe unter Schriften zum Beispiel seine Arbeit, die im Jahr 1966 erschien). Ab 1965 war er Professor an der Indiana University, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1986 wirkte.Siehe Minutes of the Board of Trustees of Indiana University, 21 May 1965Das Buch I have a photographic memory von Paul Halmos (American Mathematical Society, 1987) enthält ein Photo Mintys. 1965 erhielt er ein Forschungsstipendium der Alfred P. Sloan Foundation (Sloan Research Fellowship).

George Minty arbeitete über monotone Operatoren im Gebiet der Funktionalanalysis. Die Theorie der monotonen Operatoren wurde von Minty, und unabhängig von ihm von Felix Browder, begründet. Nach beiden ist hier der Satz von Minty-Browder benannt. Minty ist außerdem bekannt für seinen Beitrag mit Victor Klee im Gebiet der Optimierung: ihre Arbeit von 1972 zeigt, dass der Simplexalgorithmus, ein Optimierungsverfahren der diskreten Mathematik, exponentielle Laufzeit hat. Das dazu von ihnen konstruierte Beispiel wird heute auch Klee-Minty-Würfel genannt.

Schriften Doktorarbeit: Integrability Conditions for Vector Fields in Banach Spaces, 1959 Monotone networks, Proc. Royal Soc. London 257, 194–212, 1960 Monotone (nonlinear) operators in Hilbert space, Duke Math. J. 29, 341–346, 1962 On the axiomatic foundations of the theories of directed linear graphs, electrical networks and network-programming, J. Math. Mech. 15, 485–520, 1966 (mit Victor Klee) How good is the simplex algorithm?, Inequalities III, Proc. 3rd Symp., Los Angeles 1969, 159–175, 1972 On maximal independent sets of vertices in claw-free graphs, J. Comb. Theory, Ser. B 28, 284–304, 1980

Weblinks Eintrag im Mathematics Genealogy Project Andrew Lenard über George Minty in der Historia Matematica Mailing List George J. Minty in der Datenbank zbMATH

Einzelnachweise

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