Oli Rubow (* 30. Januar 1972 in Waiblingen) ist ein deutscher Schlagzeuger. Der Frankfurter Musiker arbeitet als Workshop-Dozent, Buchautor und Live-Schlagzeuger.
Musikalische Tätigkeit Rubow, der seit dem zehnten Lebensjahr Schlagzeug spielt, absolvierte nach dem Musikabitur (1991) den Popkurs Hamburg (1993). Seit Ende der 1990er Jahre beschäftigt er sich intensiv mit der Rhythmusästhetik elektronischer und programmierter Genres. Er widmet sich der Aufgabe, den rhythmischen Charme der DJ-Kultur auf dem Schlagzeug umzusetzen, also in der Bühnensituation Grooves zu realisieren, die ursprünglich programmiert wurden.
Dazu wird entweder das akustische Schlagzeug präpariert oder durch verschiedenartige Elektronik (Sequenzer, Computer, E-Drums, Effektgeräte) erweitert. Zudem orientiert sich die Rhythmusgestaltung über das Pattern hinaus an den prägenden Produktionsmitteln (z. B. Drumcomputer und Sampling-CDs), an studiotechnischen Kunstgriffen der Produzenten, sowie an Arbeitsweisen des DJ (z. B. clubtauglicher Spannungsbogen).
2007 erschien Rubows Lehrbuch zu diesen Themen (e-Beats am Drumset) nebst begleitendem Weblog. Außerdem ist er als Workshop-Autor für das deutsche Schlagzeugmagazin drums&percussion tätig.
Als Schlagzeuger tourt er mit diversen Bands aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen: Hellmut Hattlers Hattler (seit 2000), De Phazz (seit 2003), Deep Dive Corp. (seit 2004), Wolfgang Schmid’s Kick (seit 2006), Henni Nachtsheim (seit 2006), Dieter Seelow (1993–2010), sowie unter anderem mit Bürger Lars Dietrich (1998), Marque (1999–2005), El Houssaine Kili (2000), Turntablerocker (2001), Marla Glen (2001), Die Fantastischen Vier (2004), Dublex Inc. (2004–2005). Gastspiele bei: hr-Bigband, hr-Sinfonieorchester, NDR Bigband.
Eigene Musik spielt Oli Rubow (mit Markus Birkle und Markus Bodenseh) seit 1998 im Trio Netzer (Mailand Madrid, 2008), im Duo (W) mit Peter Wölpl und auf seiner Soloplattform Organic Electro Beats (seit 2003). Daneben tritt er auch im Trio Coral Room mit Oliver Leicht und Matthias Vogt auf.
Diskografische Hinweise Dieter Seelow „Number One“ (Eigenvertrieb) 1997 Netzer „Pressing“ (PaulsMusique/pp sales forces) 2000 Hellmut Hattler „Remixed Vocal Cuts“ (bassball/edel) 2002 Hellmut Hattler „Mallberry Moon“ (bassball/edel) 2003 Marque „Pirate of my Soul“ (bmg) 2003 Oli Rubow „Organic Electro Beats“ (uwar records) 2003 Hellmut Hattler „Basscuts“ (bassball/edel) 2004 Marque „Transparent“ (marquarium) 2004 Hellmut Hattler „The big Flow“ (bassball/edel) 2006 Hellmut Hattler „Livecuts“ (bassball) 2007 Wolfgang Schmid’s Kick „Let the Groove begin…“ (skip) 2007 NuBox & hr-Bigband feat. DJ Illvibe „Limbic System Files“ (Enja) 2008 Oli Rubow „e-Beats am Drumset“ (Sticks DVD) 2008 Netzer „Mailand Madrid“ (loEnd) 2008 Philipp Poisel „Wo fängt dein Himmel“ (groenland) 2008 De Phazz und die Radiobigband Frankfurt „Big“ (phazzadelic) 2009 Henni Nachtsheim „Dann tanzt die Omma mit George Clooney“ (musiversum) 2009 Oli Rubow „1 to 4“ (Drumheads!! CD) 2010 Hellmut Hattler „Gotham City Beach Club Suite“ (bassball) 2010 Tab Two „Live at the Roxy“ EP (36music) 2012 De Phazz „Audio Elastique“ (phazzadelic) 2012 Nikolai Noskow Bez nazvanija EP (Med) (hofa) 2012 Hellmut Hattler „The Kite“ (bassball) 2013 Hellmut Hattler „Live in Glems“ (bassball) 2013 Hellmut Hattler „Live Cuts II“ (bassball) 2014 Baumgartner/Kraus „Low Sky Sketches“ (phazzadelic) 2014 (W) „elektrfzrt“ (2014)
Bücher
Oli Rubow: Das moderne Schlagzeugquartett. Eine spielerische Lehrmethode zur Erweiterung und Modernisierung des persönlichen Rhythmuswortschatzes. Leu Verlag, Neusäß 2017, ISBN 978-3-89775-169-9. Oli Rubow: Echodrums. Anders trommeln dank Srom und Effekten. Leu Verlag, Neusäß 2020, ISBN 978-3-89775-184-2. Oli Rubow: Drumbasics für die Hosentasche. Das vermutlich kleinste Schlagzeuglehrbuch der Welt. Frankfurt 2022. Oli Rubow: Den Rahmen erweitern. Kreative Strategien für Drummer. Leu Verlag, Neusäß 2023, ISBN 978-3-89775-203-0.
Weblinks Homepage von Oli Rubow e-Beats Blog Plattform Organic Electro Beats Netzer (Club Jazz Trio)
Quellen
Interview von Heinz Kronberger/„drums&percussion“ 6/2000 Interview von Bruno Kassel/„Sticks“ 6/2003 Special „Modern Beats - Die neue Drummer-Generation“ von Tom Schäfer/„Sticks“ 3/2004 Interview von Ingo Post/„Drummerforum.de“ 5/2005 „Oli Rubow und das Phänomen akustischer Elektrobeats“ von Tom Schäfer/Sticks 03/2008 „Maschinengrooves ganz menschlich“ von Jörg Baier/DrumHeads!! 03/2008 „Die Human Drum Machine“ von Mike Marklove/Frankfurter Neue Presse 16. Juni 2008 „Der Minimalist“ von Heinz Kronberger/drums&percussion 5/2008 „freaks@home“ von Matthias Fuchs/Sound&Recording 10/2008 „Drumheroes!!“ von Fabian Ristau/Drumheads!! Spezial Teil3 05/2010 „No Boundaries“ von Allan Leibowitz/digitalDrummer July 2010 „Oli Rubow Interview“ von Dave Kobrehel/Jazzdrummer World 7/2010 https://87bpm.wordpress.com/2022/05/13/das-kleinste-schlagzeug-lehrbuch/
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