Die Saison 2011/12 war die 22. Spielzeit der Frauen-Bundesliga. Die Saison begann am 21. August 2011 und endete mit dem letzten Spieltag am 28. Mai 2012.dfb.de: Rahmenterminkalender 2011/2012 der Frauen ab Seite 11 Deutscher Meister wurde am letzten Spieltag Titelverteidiger 1. FFC Turbine Potsdam mit drei Punkten Vorsprung auf den VfL Wolfsburg. Für Potsdam war es der vierte Meistertitel in Serie und die sechste gesamtdeutsche Meisterschaft überhaupt.Turbine Potsdam Per Kantersieg zum Titel bei faz.net, 28. Mai 2012 (abgerufen am 29. Mai 2012). Potsdam und Wolfsburg qualifizierten sich für die Champions League.

Einziger sportlicher Absteiger war der 1. FC Lokomotive Leipzig. Der Hamburger SV zog seine Mannschaft aus finanziellen Gründen freiwillig in die Regionalliga zurück. Aus der 2. Bundesliga steigen der FSV Gütersloh 2009 und der VfL Sindelfingen auf. Genoveva Añonma vom Meister aus Potsdam wurde mit 22 Toren Torschützenkönigin. Damit erzielte erstmals in der Bundesligageschichte eine ausländische Spielerin die meisten Tore in einer Saison.

Abschlusstabelle Noch bis zum vorletzten Spieltag hatten drei Mannschaften rechnerisch noch die Möglichkeit zum Titelgewinn. Potsdam führte die Tabelle mit 50 Punkten vor Wolfsburg (49) und Duisburg (45) an. Frankfurt war mit 43 Punkten schon aus dem Rennen. Da die ersten vier der Tabelle am 21. Spieltag direkt aufeinander trafen, wurde vom „Super-Sonntag“ gesprochen.dfb.de: Fernduell um Meisterschaft am Super-Sonntag Potsdam gewann das Spiel in Duisburg durch zwei Tore von Patricia Hanebeck mit 2:0, während Verfolger Wolfsburg Frankfurt durch ein Elfmetertor von Lena Goeßling besiegte.dfb.de: Zwei Tore von Hanebeck halten Potsdam an der Spitze

Eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fiel vor dem letzten Spieltag, als der Hamburger SV ankündigte, die Bewerbung um einen Platz in der 1. und 2. Bundesliga zurückzuziehen.dfb.de: Nach Rückzug: HSV erster Absteiger Am letzten Spieltag sicherte sich Titelverteidiger Potsdam durch einen deutlichen 8:0-Sieg über Lokomotive Leipzig die Meisterschaft. Erstmals konnte damit eine Mannschaft vier Meisterschaften in Folge gewinnen. Für Leipzig bedeutete die Niederlage hingegen den Abstieg.dfb.de: Vierter Titel in Folge für Turbine

mini|300px|Teilnehmende Vereine im Überblick

(M) Titelverteidiger (P) Pokalsieger 2010/11 (N) Aufsteiger aus der 2. Bundesliga 2010/11

Kreuztabelle Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.

2011/12 22px|1. FFC Turbine Potsdam22px|VfL Wolfsburg22px|1. FFC Frankfurt22px|FCR 2001 Duisburg22px|SG Essen-Schönebeck22px|Bayern München22px|SC 07 Bad Neuenahr22px|SC Freiburg22px|Hamburger SV22px|FF USV Jena22px|Bayer 04 Leverkusen22px|1. FC Lokomotive Leipzig 1. FFC Turbine Potsdam – 1:0 3:1 2:3 3:2 3:0 1:0 2:0 4:0 3:1 1:1 8:0 VfL Wolfsburg 0:2 – 1:0 2:1 2:0 3:0 1:1 3:0 5:2 7:0 5:1 5:1 1. FFC Frankfurt 0:2 0:1 – 5:3 3:0 7:1 2:0 7:0 0:1 3:0 4:1 4:0 FCR 2001 Duisburg 0:2 3:0 1:1 – 4:0 3:1 2:0 2:2 3:1 3:0 4:1 2:1 SG Essen-Schönebeck 1:0 1:1 0:3 1:1 – 1:0 0:2 0:2 1:1 1:0 4:0 4:0 FC Bayern München 0:4 0:3 1:2 2:0 1:0 – 0:0 3:0 4:1 1:1 3:0 1:2 SC 07 Bad Neuenahr 0:2 1:3 1:3 2:0 2:3 0:1 – 2:2 1:0 0:1 0:0 5:0 SC Freiburg 0:2 0:3 1:0 0:6 0:3 3:1 0:0 – 2:3 0:0 0:1 3:0 Hamburger SV 1:1 1:3 0:2 0:2 1:1 1:1 0:4 1:1 – 1:1 0:2 2:0 FF USV Jena 0:7 0:3 0:2 0:3 2:1 1:3 1:0 3:0 0:1 – 2:1 0:1 Bayer 04 Leverkusen 0:3 1:2 0:5 0:1 0:2 1:3 0:3 1:5 2:2 3:2 – 2:3 1. FC Lokomotive Leipzig 0:7 2:9 0:4 1:6 0:4 2:2 0:2 0:1 0:3 2:1 1:4 –

Statistiken mini|Genoveva Añonma

Mit 420 Toren fielen 130 Treffer weniger als in der Vorsaison. Der Schnitt sank dabei von 4,17 auf 3,18 pro Spiel. Genoveva Añonma vom Meister 1. FFC Turbine Potsdam wurde mit 22 Treffern Torschützenkönigin und sicherte sich als erste ausländische Spielerin der Bundesligageschichte die Torjägerkanone.

Torschützenliste Spielerin Verein Tore 1. 1. FFC Turbine Potsdam 22 2. VfL Wolfsburg 19 3. 1. FFC Turbine Potsdam 13 4. SC 07 Bad Neuenahr 11 VfL Wolfsburg 6. 1. FFC Frankfurt 10 FCR 2001 Duisburg 8. VfL Wolfsburg 9 1. FFC Frankfurt 10. FCR 2001 Duisburg 8 VfL Wolfsburg 1. FFC Frankfurt Stand: 29. Mai 2012

Zuschauer PlatzVerein2011/122010/11SpieleSchnittMaxMinSummeSchnitt+/− 1. 1. FFC Turbine Potsdam 11 2.532 6.460 1.520 27.852 1.828 +704 2. 1. FFC Frankfurt 11 2.446 5.200 1.120 26.906 1.904 +542 3. VfL Wolfsburg 11 1.790 8.689 456 19.690 983 +807 4. FCR 2001 Duisburg 11 1.655 2.475 1.217 18.205 1.146 +509 5. SG Essen-Schönebeck 11 1.016 2.012 588 11.176 759 +257 6. SC 07 Bad Neuenahr 11 758 1.718 350 8.338 542 +216 7. 1. FC Lokomotive Leipzig 11 669 1.692 456 7.359 Aufsteiger 8. FF USV Jena 11 639 1.212 408 7.029 426 +213 9. SC Freiburg 11 624 1.600 215 6.864 Aufsteiger 10. FC Bayern München 11 539 1.580 210 5.929 475 +64 11. Hamburger SV 11 399 824 165 4.389 408 −9 12. Bayer 04 Leverkusen 11 387 850 200 4.257 464 −77 Gesamt 132 1.121 8.689 165 148.072 834 +287 soccermagazin.de: Zuschauerstatistik Saison 2011/12

In der ersten Bundesliga-Saison nach der Heim-Weltmeisterschaft kamen insgesamt 148.072 Zuschauer zu den 132 Spielen, womit nicht nur ein Zuwachs von 38.047 Besuchern gegenüber der Vorsaison registriert wurde, sondern auch der bisherige Bestwert aus der Spielzeit 2007/08 überboten wurde (116.855). Der Zuschauerschnitt stieg von 834 auf 1.121 und damit erstmals über die Tausendermarke, der Spitzenplatz ging auch hier an den alten und neuen Titelträger 1. FFC Turbine Potsdam mit 2.532 Besuchern pro Spiel. Den größten Zuschauerzuwachs konnte wie im Vorjahr der VfL Wolfsburg verzeichnen, der den Zuschauerschnitt um 82 Prozent steigern konnte. Lediglich der Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen mussten einen Zuschauerrückgang hinnehmen.

51 Spiele wurden von mehr als 1.000, 14 vor mehr als 2.000 und sechs vor mehr als 3.000 Zuschauern ausgetragen. Das bestbesuchte Spiel war die Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Frankfurt, das von 8.689 Zuschauern gesehen wurde. Dies war ein neuer Bundesligarekord. Dafür wollten lediglich 165 Zuschauer das Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem FF USV Jena sehen.

Die Meistermannschaft 1. FFC Turbine Potsdam 150px|Logo des 1. FFC Turbine PotsdamTor: Ann-Katrin Berger (5/0), Friederike Mehring (0/0), Alyssa Naeher (17/0), Anna Felicitas Sarholz (0/0)Abwehr: Kristin Demann (1/0), Stefanie Draws (8/1), Monique Kerschowski (0/0), Babett Peter (22/0), Bianca Schmidt (20/2), Alexandra Singer (9/0), Inka Wesely (1/0), Sandra Wiegand (0/0)Mittelfeld: Jennifer Cramer (19/2), Antonia Göransson (19/3), Patricia Hanebeck (21/5), Daniela Löwenberg (0/0), Viola Odebrecht (22/4), Jennifer Zietz (21/0) 12px|Kapitän der MannschaftSturm: Nataša Andonova (11/0), Genoveva Añonma (21/22), Chantal de Ridder (7/0), Tabea Kemme (10/0), Isabel Kerschowski (20/3), Lidija Kuliš (1/0), Anja Mittag (11/5), Yūki Nagasato (19/13), Sandra Starke (0/0) (4/1), Margrét Lára Viðarsdóttir (7/1)Trainer: Bernd Schröder

Spielstätten Verein Stadion Kapazität Verein Stadion Kapazität SC Freiburg Möslestadion 18.000 SC 07 Bad Neuenahr Apollinarisstadion 4.500 VfL Wolfsburg VfL-Stadion am Elsterweg 17.600 SG Essen-Schönebeck Sportpark Am Hallo 3.800 FF USV Jena Ernst-Abbe-Sportfeld 12.360 Bayer 04 Leverkusen Ulrich-Haberland-Stadion 3.200 1. FFC Turbine Potsdam Karl-Liebknecht-Stadion 10.499 Bayern München Sportpark Aschheim 3.000 1. FC Lokomotive Leipzig Bruno-Plache-Stadion 7.000 FCR 2001 Duisburg PCC-Stadion 3.000 1. FFC Frankfurt Stadion am Brentanobad 5.500 Hamburger SV Wolfgang-Meyer-Sportanlage 2.018

Weblinks Saison 2011/12 auf dfb.de

Einzelnachweise

#2011/12 Bundesliga 2011/12 (Frauen)