Bernhard Jendorff (* 23. September 1940 in Frankfurt am Main; † 27. Februar 2022) war ein deutscher, römisch-katholischer Theologe und wirkte unter anderem als Professor für katholische Religionspädagogik an der Universität Gießen.
Leben Jendorff besuchte bis zum Abitur das humanistische Lessing-Gymnasium in Frankfurt. In Mainz und Frankfurt studierte er katholische Theologie, Philosophie und klassische Philologie, bevor er nach dem Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien, das er 1968 bestand, im Jahr 1969 zum Dr. phil. promoviert wurde.
Im Anschluss war er zunächst als Studienrat im Hochschuldienst an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. Ab 1972 war er Professor für Praktische Theologie, Religionspädagogik und Didaktik am Institut für Katholische Theologie der Justus-Liebig-Universität. Von 1972 bis 1977 war er zeitweise an die neu gegründete Gesamthochschule Kassel abgeordnet. Dort hatte der großen Anteil am Aufbau der Lehramtsstudiengänge für das Fach Religion.
Benhard Jendorff war ab 1968 verheiratet mit Elisabeth-H. Jendorff, geborener Schmidt, und hatte zwei Söhne (Alexander und Dominic). Der 1970 in Frankfurt am Main geborene Alexander Jendorff wurde Historiker und ebenfalls Hochschullehrer in Gießen.
Im Jahr 2002 ließ sich Jendorff in den vorzeitigen Ruhestand versetzen.
Veröffentlichungen (Auswahl) Jesus und seine Zeit (= Der Christ in der Welt. Band VI, 10). Aschaffenburg 1973. Tradition und Gegenwart. 1974. fragen – denken – beten. Themenbezogene Eucharistiefeiern. Aschaffenburg 1975. Der Logosbegriff. Seine philosophische Grundlegung bei Heraklit von Ephesos und seine theologische Indienstnahme durch Johannes den Evangelisten (= Europäische Hochschulschriften. Band XX, 19). Frankfurt am Main / Bern 1976. Zur Person: Jesus von Nazaret. 5 Unterrichtsprojektentwürfe zur biblischen Realienkunde in der Sekundarstufe I. Aschaffenburg 1976. Zur Person: Jesus von Nazaret. Schülermaterial. 4 Lernprogramme zu umstrittenen Daten des Lebens Jesu. Aschaffenburg 1976. Zielgruppen Jesu. Lehrerheft. Unterrichtsbausteine zur Behandlung der Samariter, Pharisäer, Sadduzäer und Essener in der Sekundarstufe I. Limburg 1977. Zielgruppen Jesu. Schülerheft zur Behandlung der Samariter, Pharisäer, Sadduzäer und Essener in der Sekundarstufe I. Limburg 1977. Religionspädagogischer Kommentar (Beiheft) zu Rolf Lubek, Wir haben Jesus gesehen. 4 Hörbilder zum Neuen Testament für 10- bis 14jährige. Limburg 1978. Religionspädagogischer Kommentar (Beiheft) zu Rolf Lubek, Wir haben Jesus gesehen, Folge 2. 4 Hörbilder zum Neuen Testament für 10- bis 14jährige. Limburg 1979. Leistungsmessung im Religionsunterricht. Methoden und Beispiele. München 1979. Kirchengeschichte – wieder gefragt! Didaktische und methodische Vorschläge für den Religionsunterricht. München 1982. Hausaufgaben im Religionsunterricht. München 1983. Pfarrgemeinderäte und Religionsunterricht. Ergebnisse einer Befragung in Mainz. (Reihe: Aktuelle Information Nr. 53, hrsg. Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Bischöfliches Ordinariat Mainz), Mainz 1989 Die Kirchengeschichte im Religionsunterricht. (Theologie im Fernkurs: Lehrbrief 15 des religionspädagogisch-katechetischen Kurses der Domschule Würzburg) Würzburg 1989 Religion unterrichten - aber wie? Vorschläge für die Praxis, München 1992 Fachpraktikum Religion. Ein Leitfaden gegen den Praxisschock, München/Stuttgart 1994
Literatur Jendorff, Bernhard. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 583.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Religionspädagoge (Christentum) Kategorie:Hochschullehrer (Justus-Liebig-Universität Gießen) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Kassel) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2022 Kategorie:Mann